Spieletest: Mortal Kombat 11 NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
10. Mai 2019

Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-2

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Sehr viel Umfang
Viel Fan-Service
Interessanter Storymodus
Negativ:
Unsaubere Präsentation
Eingeschränkte Mobilität
DLC/Microtransaction bei Vollpreistitel

Mortal Komabt 11

Es ist wieder so weit! Die heldenhaften Verteidiger des Erdenreiches müssen sich im neusten Ableger der Mortal Kombat Franchise einer erneuten Bedrohung stellen. Diesmal kommt diese aber nicht nur aus einem anderen Raum, sondern sogar aus einer anderen Zeit. Was und wer dahintersteckt und ob Mortal Kombat 11 überzeugen kann, das erfahrt Ihr in diesem Review.

Der Storymodus

Der im Spiel vorhandene Storymodus von Mortal Kombat 11 schließt nahtlos am Vorgänger an und hat es wirklich in sich. Denn um diesen durchzuspielen bedarf es ca. sechs Stunden, was gemessen an einem Beat´m Up-Spiel recht gewaltig ist. Lord Rayden – seines Zeichens ein Donnergott und Beschützer des Erdenreiches – hat im Vorgängerspiel Shinnok besiegt. Dabei handelt es sich um einen Charakter der besonders üblen Sorte, da er wie viele Oberbosse vor ihm auch das Erdenreich unterjochen wollte. Rayden wusste dies zu verhindern, jedoch hat sich seine Persönlichkeit aus einem zunächst nicht erklärbaren Grund zum Negativen verändert. Mit dem Ableben von Shinnok kann sich das Erdenreich zunächst in Sicherheit wiegen. Allerdings ruft dies Kronika auf den Plan. Und Kronika ist wiederum die Mutter von Shinnok. Dass sie mit dem Tod ihres Sohnes recht ungehaltene Einstellung inne hat, bringt sie dadurch zum Ausdruck, dass sie an der Zeitlinie herumschraubt. Denn das ist ihre Gabe: Sie kann die Zeit beeinflussen. Ihr Ziel ist es, eine Vergangenheit zu erschaffen, die ohne Rayden abläuft. Fehlt der Donnergott in der Vergangenheit, dann fehlt er auch in der Gegenwart bzw. in der Zukunft.

Das Ändern der Zeitlinie hat allerdings Folgen, welche die Story recht interessant machen. Denn es treffen jüngere Charaktere auf ihre heutigen Ichs. Und auch bereits gestorbene Kämpfer spielen wieder eine Rolle. Das Konzept ist vielleicht nicht neu, bringt aber für ein Prügelspiel interessante Inhalte. Beispielsweise wenn ein gereifter und bodenständiger Johnny Cage auf sein jüngeres und wesentlich arroganteres Ich trifft. Die Dialoge sind damit bisweilen recht humorvoll und man kann gleichzeitig auch eine Persönlichkeitsentwicklung sehen, welche die Charaktere in einem anderen Licht präsentieren.

Für ein Videospiel haben sich die Entwickler wirklich sehr viel Mühe mit der Geschichte genommen. Rein objektiv betrachtet beschleicht einem allerdings das Gefühl, dass man irgendwie alles schon mal gesehen hat. Es könnte auch ein x-beliebiger Superheldfilm sein. Da hier aber kein cineastisches Drehbuch aus Hollywood vorliegt, sondern immer noch ein Beat´m Up, muss man die investierte Mühen anerkennen.

Wer erwartet, dass man im Storymodus durchgehend spielt, muss an dieser Stelle enttäuscht werden. Tatsächlich verhält es sich, dass man minutenlange Szenen ansieht, die dann irgendwann in einem Kampf münden. Ist der Kampf erfolgreich, dann wird der „Film“ fortgesetzt. Regelhaft wird mit dem Charakter gekämpft, der in der aktuellen Szene präsent ist und für die Heldenseite steht. Gelegentlich darf man sich auch für einen von zwei entscheiden.

Die klassischen Türme und die Türme der Zeit

Ein Spielelement in der Mortal-Kombat-Serie gehört genauso dazu wie die Fatalities: Die Türme. Die klassische Version ist recht schnell erklärt. Ihr kämpft Euch von der untersten Ebene nach ganz oben durch. Die Anzahl der Gegner variiert dabei. Diese Türme sind faktisch das Mortal Kombat-Turnier. Während die letzte Ebene stets denselben (End-)Gegner hat, werden bei jedem Neustart die Gegner der darunter liegenden Ebene per Zufall ausgewählt. Es stehen insgesamt fünf klassische Türme zur Auswahl. Bei den ersten drei ist der Schwierigkeitsgrad noch auswählbar; die letzten beiden sind dagegen eine echte Herausforderung. Habt Ihr euch für einen Turm entschieden, beginnt dann auch schon das Turnier. Den Sieg über einen Kampf erlangt man, wenn man diesen zweimal niedergestreckt hat. Abschließend gibt es zur Belohnung Koins, Seelenfragmente und Herzen. Diese finden Verwendung in der Krypta und sollen an dieser Stelle nicht näher betrachtet werden.

Nach einem Sieg über Kronika (Endgegner) gibt es noch einen individuellen Abspann, der etwas zu eurem gewählten Charakter erzählt. Außerdem erhaltet Ihr auch sogenannte Zeitkristalle. Die Zeitkristalle sind eine In-Game-Währung und können im Shop eingelöst werden. Auch hierzu wird eine näherer Betrachtung an anderer Stelle erfolgen.

Die klassischen Türme sind für jeden, der zuvor ein früheres Mortal Kombat gespielt hat, soweit vertraut. Neu hingegen sind die „Türme der Zeit“. Hierbei handelt es sich um ein gesondertes Spielelement und ist getrennt von den klassischen Türmen. Auf den ersten Blick ähneln sich die beiden Modi. Bei den Türmen der Zeit gibt es dennoch ein paar Besonderheiten. Zum Beispiel das Ausrüsten mit Supportgegenstände. In der Krypta habt Ihr nämlich die Möglichkeit, unter anderem auch kampfunterstützende Materialien zu finden, die charakterunabhängig sind. Vor einem Kampf besteht die Wahl, einen oder mehrere Slots mit den Support zu belegen. Im Kampf wird dieser durch den R-Stick aktiviert. So kann beispielsweise ein Komet durch drücken des R-Sticks nach oben treffsicher auf den Gegner niederprasseln. Wurde ein Gegenstand im Kampf eingesetzt, dann gibt es für diesen ein Cool Down. Nach einer gewissen Zeit ist der Gegenstand erneut einsetzbar.

Die Supports sind auch zwingend notwendig, denn die Türme der Zeit haben einen knackigen Schwierigkeitsgrad. Das Geschick, personalisierte Moves schnell in den Controller zu hämmern, reicht alleine nicht aus. Eure Kontrahenten haben ebenfalls hilfreiche Gegenstände im Gepäck und dem müsst Ihr etwas entgegensetzen.

Ist ein Turm der Zeit erst einmal absolviert, dann könnt Ihr euch über eine ganze Menge an Belohnungen freuen. Darunter zählen Aufwertungen für eure Kämpfer oder auch Dinge der kosmetischen Art wie beispielsweise Kleidung.

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