Spieletest: The Witcher 3: Wild Hunt - Complete Edition NSW

Screenshot Screenshot Screenshot

Weitere Infos

Releasedate:
15. Oktober 2019

USK 18 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
wundervolle Story mit viel Tiefgang
leichter Einstieg ins Spiel
vorbildliche Steuerung
wunderschöne Grafik...
Negativ:
… die stellenweise schwächelt
gelegentlich störende Soundeffekte

Wenn schlohweißes Haar von Silber und Stahl begleitet wird, dann werden Fans es sofort wissen, dass es sich hierbei nur um Geralt von Riva handeln muss. Ein fiktiver Charakter, der aus Feder des polnischen Schriftstellers Andrzej Sapkowski entsprungen ist und sich einer großen medialen Beliebtheit erfreut. Neben Romanen und Verfilmungen gibt es auch drei Computerspiele, wovon der letzte Teil der Serie nun auch den Weg auf die Nintendo Switch gefunden hat. Wir hatten das Vergnügen, den Hexer auf seinem Weg durch das Abenteuer begleiten zu dürfen und verraten Euch, ob Ihr euch diesen Weg anschließen solltet.

Die Geschichte des Hexers

Die Geschichte der Menschheit hat bereits bewiesen, dass vermeintliche Hexen und Hexer nicht sonderlich beliebt waren. Und dafür gibt es sogar realexistierende Beweise. Doch auch in der fiktiven Welt von Temerien erfreuen sich diese nicht einer großen Anhängerschaft. Bereits im Intro wird deutlich gemacht, dass es Personen gibt, die ganze Dörfer gegen Hexer aufstacheln. Geralt von Riva, der Protagonist des Spiels und der Witcher-Reihe, ist solch ein Hexer. Hochausgebildet in der Schwert- und Magiekunst stellt er für einige Personen wohl eine Bedrohung dar, die es zu vernichten gilt. Glücklicherweise ist Geralt ein besonnener Charakter, der den unterschwelligen Hass zwar zur Kenntnis nimmt, sich davon gleichzeitig jedoch nicht beeindrucken lässt.

Zu Beginn des Spiels wird gezeigt, wie Geralt von Riva und sein Mentor Vesemir durch die Lande ziehen. Gemeinsam suchen die beiden Geralts Geliebte Yennefer von Vengerberg, die ebenfalls vom gleichen Schlag wie Geralt ist. Was der Grund für das Verschwinden von Yennefer ist, soll an dieser Stelle nicht näher erörtert werden, da diese Review möglichst spoilerfrei verlaufen soll. Es darf allerdings verraten werden, das Ihr mitten ins Geschehen einsteigt und das bietet so einiges.

Das Gamedesign

Vorab wird empfohlen, die Tutorialfunktion nicht auszuschlagen. Denn hier erlernt Ihr die Grundzüge des Kämpfens und die der Magie. Ohne dieses Tutorials könnte die Controllerbelegung recht unüberschaubar wirken. Allerdings hat man sie sehr schnell verinnerlicht. The Witcher 3: Wild Hunt lässt sich überzeugend gut bedienen und bereitet zu keiner Zeit irgendeine Form von “Fingertrouble”. Somit wird die Wahl aus einem der beiden Schwerter, das Nutzen der Magie, den Einsatz von Tränken oder Bomben und die gleichzeitige Nahrungsaufnahme bei geringer Lebenskraft zu einer gut gelungenen Finger-Choreografie. Ein optionales Tutorial steckt auch in der Menüführung. Das Drücken des Plus-Buttons ruft eine Vielzahl von rollenspieltypischen Elementen wie unter anderem Inventar, Weltkarte oder die Alchemie hervor. Durch letzteres könnt Ihr Tränke brauen, Bomben basteln oder Öle herstellen. Die Mittel hierzu könnt Ihr in der Landschaft finden, durch das besiegen von Monstern erhalten oder nicht selten von Kaufleuten erwerben. Das Herstellen und Anwenden verbessert Eure Statuseffekte oder die der Waffen bzw. Rüstungen.

Wenn wir schon bei Waffen und Ausrüstungen sind: Auch können zu Hauf erhalten werden. Oftmals mit schlechteren Statuseffekten. Jedoch lassen die sich gegen bare Münze verkaufen oder bei einer fachkundigen Person wie ein Schmied in Einzelteile zerlegt werden. Diese Ressourcen können dann wiederum dafür genutzt werden, um bestehende Ausrüstung dauerhaft zu verbessern. Das Crafting-System ist bei The Witcher 3: Wild Hunt gut durchschaubar. Lobenswert ist hierbei ein Filtersystem, welches anzeigt, für welche Zusammenstellung alle Mittel vorhanden sind oder eben nicht. Auch hier kann man sich von einem recht leicht verständlichen Tutorial anleiten lassen. Habt Ihr einmal vergessen, wie etwas funktioniert, dann gibt das Optionsmenü auch ein Glossar dazu her. Im selbigen Untermenü gibt es auch andere Dinge zu lesen wie gefundene Texte und Bücher sowie das Biestarium, eine Art Monsterlexikon, in welchem Ihr wertvolle Tipps zum Bekämpfen von Monstern erhaltet.

Eine Besonderheit, die Geralt von Riva mit sich bringt, ist der Hexersinn. Durch das Gedrückthalten der ZL-Taste fixiert sich die Kamera hinter Geralt und der Spieler erhält eine Art Tunnelblick. Nun können sammelbare Objekte gesehen und ferne Feinde gesehen werden. Zu dem kann - abhängig von der Quest – der Hexersinn auch andere Details wie beispielsweise Fußspuren freilegen, welche man verfolgt. Diese Spuren können auch “gelesen” werden, sodass Geralt ein Hexer mit detektivischen Zügen ist. Am Ende jeder Spur steht dann die Lösung der Quest.

Seite

1 2 [Fazit]