Spieletest: The Witcher 3: Wild Hunt - Complete Edition NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
15. Oktober 2019

USK 18 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
wundervolle Story mit viel Tiefgang
leichter Einstieg ins Spiel
vorbildliche Steuerung
wunderschöne Grafik...
Negativ:
… die stellenweise schwächelt
gelegentlich störende Soundeffekte

Quo vadis, Geralt?

Obwohl die oben beschriebene Komplexität für ein Rollenspiel schon recht hoch ist, weiß The Witcher 3: Wild Hunt, wie man noch eine Schippe drauflegt. Maßgeblich ist hierbei die optionale Gesprächsführung, die mal mehr, mal weniger eine Auswirkung auf das Spielgeschehen hat. Beispielsweise erhaltet Ihr den Auftrag, einen Brandstifter zu suchen. Sobald Ihr diesen habt und seine Beweggründe zur Tat wisst, müsst Ihr entscheiden, ob Ihr diesen laufen lasst oder doch lieber ausliefert. Ob Ihr ein guter und gerechter Hexer seid, ist nicht immer klar. Denn eine vermeintlich richtige Entscheidung kann auch tödliche Konsequenzen für den NPC nach sich ziehen. Welcher Weg der richtige ist, kann nur dadurch erfahren werden, dass man das Spiel ein zweites Mal in Angriff nimmt. Das ist natürlich ein großer Bonus in Sachen Wiederspielwert.

Auch der weitere Spielverlauf ist sehr großzügig gestaltet. Denn neben dem roten Storyfaden gibt es sehr viel Abseits des Weges zu entdecken. Unbekannte Orte auf der Karte oder kleinere Aufträge von NPC laden dazu ein, das Spiel genauer zu erkunden. Diese Aufträge können von einem Schwarzen Brett abgeholt werden. Nehmt Ihr solch einen Auftrag an, so weist die Minikarte Euch den Weg zum Bestimmungsort. Diese Sidequests zu absolvieren ist in jedem Fall ratsam, da diese zu besonderen Ausrüstungsgegenständen, Geld und / oder Erfahrungspunkten führen. Ein Stufenaufstieg führt in Rollenspielen gewöhnlich zur Verbesserung von Attributen oder Fertigkeiten. Da ist The Witcher 3: Wild Hunt keine Ausnahme. In der Summe bietet das Spiel in der Story und in der Charakterentwicklung sehr viel Tiefgang, sodass man vom Spiel auch nur schwer wegkommt.

Die technische Website

Grundsätzlich ist The Witcher 3: Wild Hunt ein wunderschönes Spiel, dass voller Details steckt. Die Landschaft steckt voller Abwechslung und selbst die entlegensten Ecken verursachen zu keiner Zeit ein Kenn-Ich-Schon-Gefühl. Gleichzeitig offenbart das Spiel die größte Stärke und die größte Schwäche der Nintendo Switch. Auf der Haben-Seite ist ganz klar die Mobilität zu verbuchen. Selbstverständlich ist die Auflösung des Handheld-Modus geringer und somit das Spiel ansich geringfügig „unschöner“ als auf dem TV. Allein die Tatsache, dass solch ein komplexes Spiel auf außerhalb der eigenen vier Wände immer und jederzeit gespielt werden kann, ist nun einmal ein Pluspunkt. Doch das Spiel macht durch die technische Limitierung nicht immer eine gute Figur.

Während des Tests konnten hier und da Framedrops wahrgenommen werden. In Zwischensequenzen sogar mehr und öfters, als im eigentlichen Spiel. An dieser Stelle muss jedoch auch ehrlicherweise gesagt werden, dass die Weichzeichneroption bewusst abgeschaltet wurde, um klare grafische Konturen zu gewährleisten. Das ist je nach persönlichem Geschmack unter Umständen hübscher anzusehen. Hier sind gelegentlich Artefakte in Kauf zu nehmen, die beim Weichzeichner eher unterbunden werden.

An dieser Stelle soll gesagt sein, dass dies schon ein „Jammern auf hohem Niveau“ ist. Dass dieses Spiel auf Nintendos Hybriden so umgesetzt wurde, ohne das ganz erhebliche Abstriche gemacht werden mussten, zeugt schon von einem hohen Können. Und neben der Grafik gehört nun einmal auch der Sound. Die akustische Präsentation passt wunderbar in das Setting hinein. Besonders lobenswert sind an dieser Stelle die deutschen Dialoge, die recht überzeugend gesprochen werden. Etwas störend wirkten nur die Umgehungsgeräusche beim Einsetzen des Hexersinns. Gerade wenn es im Spiel etwas windig war und der Sinn im Wald eingesetzt wurde, dann hörte man das Knacken von Ästen sehr deutlich. Selbstverständlich es die Bestimmung des Hexersinns, dass die Wahrnehmung der Umgebung geschärft wird. Aber ständig das Gefühl zu haben, man würde am Lagerfeuer das Knistern und Knacken vom brennenden Holz hören, führte irgendwann doch dazu, dass in den Optionen die Lautstärke für Soundeffekte heruntergeschraubt wurde. Doch auch das ist nur ein punktuelles Klagen. In seiner Gesamtheit ist das Spiel aus technischer Sicht außerordentlich gut gelungen, trotzt der Schranken, welche die Nintendo Switch so mit sich bringt.

Ein Manko ist die Interaktion mit In-Game-Random-NPCs. Zwar kann man mit diesen reden, aber gehaltvolle Informationen oder interessante Gespräche kommen bei diesen nicht herum. Meistens bleibt es nur bei einer Begrüßung. Das war es dann auch schon. Weshalb der “Rede”-Befehl über deren Köpfen auftaucht, sofern man sich diesen nähert, bleibt ein Rätsel. Somit wird impliziert, man könne ein Gespräch mit diesen führen, aber dem ist dann leider nicht so. So redefreudig werden Sie erst dann, wenn Sie für eine Quest relevant sind. Aber dann wechselt das Spiel ohnehin in eine Zwischensequenz. Es wäre besser gewesen, den Rede-Befehl wegzulassen. Damit hätte man auch keine Erwartungshaltung an diese.

Daniel´s Meinung

Mit The Witcher 3: Wild Hunt ist es dem Entwickler CD Projekt RED gelungen, ein Rollenspiel mit hoher Komplexität auf dem Markt zu bringen, welches dennoch sehr einsteigerfreundlich ist. Die grafische Gestaltung, das Setting und die Story haben mich sofort in den Bann gezogen und erinnern mich persönlich an Serien wie Game of Thrones. Es macht Spaß, der Haupt- und Nebenstory zu folgen und die Landschaft zu erkunden. Die Kämpfe gehen sehr gut von der Hand, sodass ich auf elegante Weise die Klinge kreisen lassen und beim Ausweichen noch eine Feuerwalze den Gegnern entgegenschicke. Dass es technische Abstriche gibt, das war schon lange vor dem Release bekannt. Ist es mir aufgefallen? Ja. Hat es mich gestört? Auf keinen Fall. Wem der Spielspaß und die Mobilität wichtiger als eine High-End-Grafik ist, der kann bedenkenlos zuschlagen. The Witcher 3: Wild Hunt weiß auf jeden Fall zu begeistern. Dieses Spiel gehört in jede gute Nintendo Switch-Spielesammlung.

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Fazit

Die Geschichte um Geralt von Riva darf nun endlich auf der Nintendo Switch erlebt werden und CD Projekt RED hat bewiesen, was auf Nintendos Hybriden alles möglich ist. Der technischen Limitierung, die sich in Sachen Grafik hier und da leicht bemerkbar macht, steht eine Story entgegen, die einfach nur fantastisch ist. Die düstere Stimmung in Geralts Welt kommt überzeugend herüber und wird durch optionale Gesprächsführung noch vertieft. Denn Entscheidungen, die getroffen werden, ziehen in jedem Fall Konsequenzen nach sich. Der anfänglichen hohen Komplexität durch Charakterentwicklung und des Craftings wird durch ein sehr gutes Tutorial abgeholfen, sodass man sehr schnell den Einstieg in das Spiel erhält. Die Steuerung ist für dieses Genre beispiellos einfach und leicht zu beherrschen. The Witcher 3: Wild Hunt erhält bedenkenlos eine Kaufempfehlung.

Grafik
8
Sound
8
Gesamt
9.5

verfasst von „Daniel“

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Vielen Dank an die Firma CD Projekt RED für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 05.November.2019 - 08:13 Uhr