Spieletest: Othello NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
3. März 2017

USK 0 keine Onlinefunktion. kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,Tisch-Modus

Anzahl der Spieler: 1-2

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
saubere Umsetzung
für Fans geeignet
Negativ:
keine Online-Funktionen
nur ein Modus

Hört man Othello muss man für gewöhnlich an zwei Dinge denken, zum einen Shakespeare und zum anderen an ein Brettspiel. Zum Launch der Nintendo Switch könnt ihr euch im eShop allerdings keinen Theaterstücksimulator, sondern eben das Strategiespiel herunterladen. Auch wenn es hierzulande oftmals auch in ähnlicher Form unter dem Namen Reversi nicht so populär ist, erfreut sich das Spiel im japanischen Raum extremer Beliebtheit. Jedes Jahr werden hierzu sogar offizielle Weltmeisterschaften ausgetragen. Diese werden aber seit ihren ersten Inszenierung 1977 hauptsächlich von Japanern demonstriert. Durch das Internet und dessen Möglichkeit weltweit gegeneinander anzutreten gewann das Spiel aber auch in unseren Gefilden in den letzten Jahren zunehmend an Popularität. Und somit entschieden sich die Entwickler von Arc System Works eine Videospieladaption des Brettspiels direkt zum Launch der Nintendo Switch auf dem System verfügbar zu machen.

Das Spiel

Ähnlich wie beim Schach, ist Othello ein direktes 1 zu 1 Spiel bei dem es darum geht dem Gegner die Spielsteine wegzunehmen. Dies geschieht allerdings nicht in dem man selbige vom Spielfeld wirft, sondern sie sozusagen konvertiert. Das quadratische Spielfeld ist in 8×8 Felder eingeteilt. Hier legen die Spieler nun abwechselnd ihr Spielsteine, deren Seiten unterschiedlich schwarz und weiß gefärbt sind. Jeder Spieler legt natürlich seine Farbe nach oben. Zu Spielbeginn befinden sich bereits vier Steine in vorgegebener Anordnung auf dem Spielbrett. Ein Spieler muss seinen Stein auf ein leeres Feld legen, das horizontal, vertikal oder diagonal an ein bereits belegtes Feld angrenzt. Alle gegnerischen Steine, die sich nun zwischen dem neuen Spielstein und einem bereits gelegten Stein der eigenen Farbe befinden, werden umgedreht. Es sind nur Spielzüge erlaubt, die zu einem Umdrehen von gegnerischen Steinen führen. Gewinner der Partie ist derjenige Spieler welcher am Schluss die meisten Steinen der eigenen Farbe auf dem Brett hat. Das mag zunächst einfach klingen, wird aber bei Spielen auf höherem Niveau schnell zu einer hochkomplexen Angelegenheit.
Othello für die Nintendo Switch bietet euch die Option Offline gegen einen menschlichen Gegner anzutreten, oder aber gegen einen Computer. Dieser verfügt über 16 verschiedene Schwierigkeitsgrade. Im Spiel selbst könnt ihr festlegen, ob ihr die Legehilfe anschalten wollt. Diese hebt die Felder auf die ihr legen dürft und die Steine die durch diesen Zug beeinflusst würden optisch hervor. Gerade für Anfänger ist dies ein sinnvolles Werkzeug.

Technik

So simpel wie zunächst das Grundprinzip des Spiels ist, so ist auch die technische Umsetzung. Der Titel verfügt über keinerlei Schnick-Schnack oder unnötige Spielereien. Optisch präsentiert sich das Spiel absolut zweckmäßig. Auch in akustischer Hinsicht wird durch eine minimale Hintergrundmusik lediglich das absolute Minimum geboten. Bei dieser Art von Spiel ist dies allerdings auch kein Mangel im eigentlichen Sinne. Als Controller könnt ihr lediglich die JoyCon oder im Handheldmodus den Touchscreen nutzen. Die fehlende Unterstützung des Pro-Controllers ist zu verschmerzen. Der Titel bietet so gut wie keine Einstellungsmöglichkeiten, was allerdings auch nicht von Nöten ist.. Eine Anleitung zum Spiel, der Handhabung und ein How to Play sind in englischer Sprache verfügbar. Leider verfügt das Spiel über keine Option sich online mit anderen zu messen.

Fazit

Einen Titel wie Othello zu bewerten ist eine schwierige Sache. Ebenso wie beim Schach ist es eben Geschmackssache ob man mit einem solchen Spiel etwas anfangen kann oder eben nicht. Dass die Entwickler hier nicht auf optischen und akustischen Pomp gesetzt haben ist durchaus nachvollziehbar. Denn gerade potentielle Spieler eines solchen Brettspiels haben es gerne eher schlicht um sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Das Spiel bietet einen Computergegner mit 16 Schwierigkeitsstufen und die Option gegen ein menschliches gegenüber anzutreten. Leider fehlt die Möglichkeit Onlinematches zu bestreiten. Das hätte den Titel extrem aufgewertet.

Grafik
4
Sound
4
Multiplayer
8
Gesamt
6

verfasst von „David“

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Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 15.März.2017 - 20:38 Uhr