Spieletest: FAST RMX NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
3. März 2017

USK 0 Online spielbar Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-8

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
viele Strecken und Fahrzeuge
tolles Gefühl von Geschwindigkeit
offline und online Mehrspieler...
Negativ:
...mit zu wenig Optionen
kein Zeitrennen

Nach FAST Racing-League und FAST Racing Neo veröfentlich die deutsche Softwareschmiede Shin´en mit FAST RMX einen Launchtitel für die Nintendo Switch.Dabei handelt es sich allerdings um kein gänzlich neues Spiel, sondern vielmehr um eine Erweiterung des Wii U Spiels FAST Racing Neo. So beinhaltet RMX sämtliche Strecken, inklusive der DLC-Kurse seines Vorgängers und bringt einige neue Strecken mit sich. In Summe könnt ihr den Geschwindigkeitsrausch auf 30 verschiedenen Strecken erleben. Denn das ist eine der großen Stärken des futuristischen Racers. Wer also immer noch verzweifelt auf ein neues F-Zero wartet, der kann in der Zwischenzeit den neusten Ableger der Serie in Erwägung ziehen. Insgesamt stehen euch, nachdem ihr alle freigeschaltet habt, 15 schnittige Boliden zur Verfügung um auch in die halsbrecherischen Rennen zu stürzen. Wir haben uns für euch hinters Steuer gesetzt um zu sehen, ob und für wen sich der Kauf lohnt.

Die Meisterschaft, und nicht weniger!

Wie sollte es anders sein, geht es auch in FAST RMX darum den Meistertitel einzuheimsen. Dies könnt ihr in drei verschiedenen Ligen tun. Subsonic, Supersonic und Hypersonic. Der Name ist hierbei Programm und das Spiel legt in höheren Ligen nochmal einen gewaltigen Zahn zu. Nachdem ihr also in der untersten Liga gestartet habt, wählt ihr eines der zu Beginn verfügbaren Boliden aus und begebt euch an den Start
Das Prinzip des futuristischen Rennspiels orientiert sich hierbei ganz klar an WipeOut und F-Zero. Dies ist ja im Prinzip auch nichts Verkehrtes. Um allerdings eine persönliche Note einzubringen haben sich die Entwickler etwas ganz Besonderes einfallen lassen. So kann euer Fahrzeug mit Hilfe eines Knopfdrucks zwischen zwei Energiephasen wechseln - einer blauen und einer orangenen. Auf den Strecken befinden sich immer wieder Beschleunigungsstreifen die nur aktiviert werden, wenn ihr euch in der richtige Phase befindet. Dann verleihen euch diese unterschiedlich langen Abschnitte einen extremen Temposchub. Befindet sich euer Fahrzeug hingegen in der falschen Phase, gibt es eine Art Kurzschluss und ihr werdet extrem abgebremst. Hier gilt es also mit Weitsicht zu fahren und vor allem ein gutes Reaktionsvermögen an den Tag zu legen. Denn manchmal wechseln die Streifen ziemlich rapide hin und her. Auch manche Sprungpassagen sind nur zu absolvieren in dem ihr am Absprungpunkt die richtige Energiematrix aktiviert habt. Desweiteren finden sich auf der Strecke immer wieder Energiekugel die euren Boost aufladen. Dieser kann auf Knopfdruck gezündet werden und gibt euch extra Schub.
Generell verlangt das Spiel, wie alle Vertreter dieses Genres, ab einem höheren Geschwindigkeitsgrad, ein hohes Maß an Streckenkenntnis und Übung voraus. Zu unbarmherzig wird selbst der kleinster Fehler abgestraft.
Wer hier auf rettende Items wie in Mario Kart hofft, ist absolut auf dem Holzweg. FAST RMX ist pure Geschwindigkeit, Können und Reaktionsvermögen.
Ein kleines taktisches Element kommt in sofern hinzu, als dass man seine Kontrahenten mit ausreichend Schwung in die Bande oder sogar von der Strecke drängen kann. Aber Achtung, eure Widersacher sind auch nicht gerade von sanftem Gemüt!
Wem das noch nicht genug Herausforderung ist, der kann den nach der ersten erfolgreich absolvierten Meisterschaft verfügbaren, Hero-Modus anwählen. Hier könnt ihr alle Strecken bzw. Meisterschaften in gespiegelter Version nochmals fahren. Allerdings ist die Boost-Energie hier gleich eurer Schild-Energie. Treffer von Gegnern oder der Bande verringern selbige. Dieser Modus ist wirklich nur für Leute mit viel Geduld und Können zu empfehlen.
Die vom Vorgänger bekannte Option des Zeitrennen ist nicht vorhanden, soll aber laut Shin`en nachgereicht werden.

Mehrspieler, mehr Spaß!

Insgesamt verfügt FAST RMX über drei verschiedene Mehrspielermodi. Zum einen könnt ihr ganz klassisch im Splitscreen mit bis zur vier Spielern antreten. Dies funktioniert sogar im Tabletop-Modus, ist aber Aufgrund der Größe des Bildschirms nur sehr bedingt zu empfehlen. Auf dem Fernseher hingegen funktioniert das recht gut.
Als besonderes Schmankerl verfügt das Rennspiel über den von Nintendo beworbenen lokalen Mehrspielermodus in dem ihr quasi eine WLAN-Party mit bis zu acht Spielern veranstalten könnt. Allerdings braucht hier jeder Spieler den Titel auf seiner Switch.
Zu guter Letzt hätten wir dann noch den Onlinemodus. Hier könnt ihr online gegen andere Spieler antreten. Leider ist dieser Modus recht eingeschränkt. So könnt ihr lediglich eure Bolide und eure Wunschstrecke wählen und werdet danach einfach nach dem Zufallsprinzip irgendeiner Gruppe anderer Spieler zugelost. Ein Spiel zu Hosten oder mit Freunden zu Spielen ist somit nicht möglich. Zumindest bei letzterem Kritikpunkt wollen die Entwickler auch nachbessern.

Unter der Haube

Optisch muss man den Entwicklern wirklich Respekt zollen, wenn man bedenkt, dass es sich hier “nur“ um einen Downloadtitel handelt. Schon auf der Wii U konnte Shin`en zeigen, dass sie auf diesem Gebiet durchaus bewandert sind. Dies zeigen sie auch bei FAST RMX. Mit angepeilten 60 FPS brettert ihr auf dem TV in 1080p über die Strecken. Im Handheldmodus sind es nur 720p. Betrachtet man das Spiel etwas näher, dann fallen einem teilweise schon etwas matschige Texturen auf, aber ganz ehrlich, bei der Geschwindigkeit spielt das keinerlei Rolle. Die Strecken sind allesamt gut in Szene gesetzt und wirken durch das drumherum auch sehr lebendig. Im Splitscreenmodus muss man hier natürlich Abstriche machen, was aber nicht weiter stört
Musikalisch orientiert sich das Spiel an seinen großen Geschwistern und ist somit mit elektronischen Klängen unterlegt. Der Sprecher könnte direkt aus einer Spielhalle oder einem Rummel stammen und passt somit gut zum Rennzirkus.
In Sachen Steuerung lässt FAST RMX keine Wünsche offen, da ihr eure Tasten frei belegen könnt. Auch steht euch die Wahl der Controller frei. Auch ohne analoge Schultertasten funktioniert die Steuerung absolut hervorragend. Im Handheldmodus ist es übrigens einer Überlegung wert das Rumble auszuschalten, da dieses so stark ist, dass man denkt man habe einen Schwarm wütender Hornissen in der Konsole.

Fazit

Fast RMX ist im Prinzip eine bessere Version der Wii U Version mit einigen Erweiterungen. Mit 30 Strecken und 15 Boliden so wie den verschiedenen Mehrspielermodi bekommt man hier ordentlich was fürs Geld geboten. Auch technisch kann das Rennspiel in allen Bereichen punkten. Leider gibt es allerdings weder Zeitrennen noch andere Optionen einzelne Strecken zu üben. Auch die fehlenden Einstellungsmöglichkeiten im Onlinemodus trüben das Gesamtbild etwas. Zumindest bei einigen dieser Punkte haben die Entwickler in Aussicht gestellt diese zu verbessern. Dennoch handelt es sich bei Fast RMX um ein grandioses Rennspiel, welches auch noch erstaunlich günstig ist.

Grafik
8
Sound
7.5
Multiplayer
9
Gesamt
8.5

verfasst von „David“

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Vielen Dank für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 11.März.2017 - 08:44 Uhr