Spieletest: WRC 8 FIA World Rally Championship NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
14. November 2019

USK 0. unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Beste Rennsimulation auf der Nintendo Switch
Sehr umfangreich und detailverliebt
Eine wunderschöne Grafik…
Negativ:
… mit kleineren Abstrichen im Detail

Die Technik unter der Motorhaube

Bekannterweise ist die Nintendo Switch nicht die Konsole, die für ihre Pferdestärken unter der Haube berühmt ist. Doch was es bei WRC 8 FIA World Rally Championship an optischen Darstellungen herumkommt, ist tatsächlich toll anzusehen. Egal, ob es der Fahrbelag wie (nasser) Asphalt, Schotter oder Schnee ist oder die Umgebung in Wäldern, Bergen, Rennparcours – allesamt wirkt sehr glaubwürdig. Sehr löblich sind dabei die Lichteffekte, insbesondere dann, wenn die Scheinwerfer in der Dunkelheit geschaltet sind. Gerade wenn auf die Ego-Perspektive geschaltet wird, bekommt man ein sehr gutes Gefühl dafür, wie gefährlich solche Fahrten sein können. Gleichzeitig haben wir hier und da ein paar technisch unsaubere Details. Die meisten davon nimmt man im wahrsten Sinne des Wortes nur am Rande war. Beispielsweise ein Strohballen, gegen welchen man brettert, sollte man die Kurve nicht gekriegt haben. Dann sieht man im Augenblick des Stillstands, dass die Textur nicht so detailliert ist. Auch gelegentliches Kantenflimmern kann man auch erkennen, doch dies ist wirklich marginal. Aber was macht das schon? Ziel ist es, die Strecken perfekt zu meistern und eben nicht irgendwo anzuhalten.

Ein grafisches Manko, welches wirklich auffällt, war beim Fahren durch einen dichten Nadelwald zu entdecken. Hier wurde bei dem einen oder anderen Baum der Level of Detail etwas skurril angesetzt. Jene betroffenen Bäume (wie auch alle anderen Objekte im Spiel) kommen mit einem Fade-In auf die Bühne. Also sie ploppen nicht herein, sondern sie erscheinen nach und nach. Und genau das wirkt unweigerlich komisch aus, da dies (bedingt durch ans Fahrzeug gebundene Kamera) aussieht, als schwingen grüne Pixelflächen mit der Kamera hin und her. Dies passiert hin und nur auf der einen und bekannten Strecke. Sieht man über diesen einen Schnitzer hinweg, bekommt Ich ein wirklich hübsches Leveldesign präsentiert, welches an keiner Stelle unglaubwürdig erscheint. Und da macht wie bereits gesagt, das Spiel eine sehr gute Figur. Im der mobilen Variante der Switch kommt erschwerend hinzu, dass Texte auf dem Bildschirm wirklich sehr klein sind. Und manchmal muss man wissen, was dort geschrieben steht. Nicht, dass aus Versehen eine Zielvereinbarung mit dem Kfz-Hersteller getroffen wird, die man nicht einhalten kann. Aber ein wichtiges Detail fehlt noch, was die optische Präsentation schlussendlich abrundet. Das Spiel läuft flüssig und butterweich. Das steigert jenes Realismusgefühl um einiges. Die wenigen Patzer werden damit allemal ausgebügelt.

Soundtechnisch gibt es ebenfalls eine solide Arbeitsleistung auf die Ohren. Im eigentlichen Spiel erhaltet Ihr passend zur guten Grafik ein auditives Rennerlebnis. Denn Ihr hört lediglich den Motor, das Jubeln der Zuschauer und allen Voran euren Beifahrer. Mag sein kommunikativer Inhalt für viele zunächst ein Buch mit sieben Siegel sein; die Umsetzung ist in einem sauberen Deutsch gehalten.

Betreffend der Steuerung könnt Ihr euch sicher sein, dass diese durch den TÜV kommt. Erwartungsgemäß mit wird dem linken Stick gesteuert, während der rechte für Kameraschwenks dient. Die Perspektive lässt sich via D-Pad einstellen. Ob in Third-Person hinter dem Auto oder Rücksitzbank oder als First-Person hinter dem Lenkrad; “auf” bzw. “vor” der Motorhaube – die Einstellungen bieten für jeden etwas. Bremsen erfolgt mit ZL; das Gasgeben mit ZR. Kurz gesagt: Die Steuer hat man schnell drauf und kann relativ sicher angewendet werden. Es gibt jedoch nur eine Kleinigkeit und diese ist nicht dem Spiel, sondern der Konzeption des Switch-Controllers zu verdanken. Es fehlt die analoge Schultertaste. Das Abstimmen der Geschwindigkeit kann nur durch ein Triggern der ZR-Taste erfolgen. Gerade bei WRC 8 FIA World Rally Championship fällt dies mehr denn je auf. Gleichzeitig ist das nicht problematisch, da diese Art der Geschwindigkeitskontrolle nur eher unschön ist, doch keinesfalls ein Totalausfall. Wie gut oder wie schlecht ein Wagen geführt wird, hängt im Wesentlichen auch von den Einstellungen im Optionsmenü ab. Hier können neben den typischen Tastenbelegungen auch die Analogsticks feinabgestimmt werden. Das Testgelände eignet sich perfekt dazu, die richtige Einstellung zu finden.

Daniel´s Meinung

Ich habe bereits einige Rennsimulationen in meiner Sammlung, wovon viele sehr gut gemacht sind. Doch mit WRC 8 FIA World Rally Championship schafft es Big Ben Interactive, meine persönliche Pole Position einzunehmen. Das Management sorgt für einige Zerstreuung neben den wirklich rasanten Fahrten. Und ich selber habe immer wieder bemerkt, wie hoch konzentriert ich beim Fahren gewesen bin. Auch wenn des Fahrverhalten am Anfang recht gewöhnungbedürftig gewesen ist, so habe ich schnell mein Fahrzeug kennengelernt und weiß es damit immer mehr besser zu handhaben. Das gleiche gilt für meinen Mitfahrer, dessen Streckenbeschreibung ich erst einmal für mich übersetzen musste, um die Information auch zu verstehen. Hat man diese Hürde genommen, fesselt das Spiel sehr an den Controller. Besonders wenn Ihr vom Ehrgeiz besessen seid und eine Strecke erneut fahrt, anstatt sich mit den hinteren Plätzen zufrieden zu geben. Ihr sucht eine wirklich gut gemachte Rennsimulation? Bei WRC 8 FIA World Rally Championship seid Ihr genau richtig!

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Fazit

Big Ben Interactive liefert mit WRC 8 FIA World Rally Championship ein grundsolides Rally-Spiel mit einem sehr hohen Gehalt an Realismus. Dies schlägt sich in nahezu allen Facetten nieder. Ob Crew-Alltag, Fahrverhalten, optische und auditive Präsentation: Die Messlatte der Realitätsnähe wurde sehr hoch angesetzt und das merkt man diesem Spiel auch an. Bedingt durch die technische Limitierung der Nintendo Switch, muss man hier und da kleine, unsaubere Details hinnehmen. Das Gesamtwerk lässt diese jedoch stark in den Hintergrund treten. Wer auch nur ansatzweise eine Affinität zu Rennspielen hat, sollte das Interesse an diesem Spiel stärken und ruhig mal einen Blick riskieren.

Grafik
9
Sound
8
Gesamt
9

verfasst von „Daniel“

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Vielen Dank an die Firma Nintendofans für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 02.Dezember.2019 - 10:15 Uhr