Spieletest: Fire Emblem: Three Houses NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
26. Juli 2019

USK 12 WiFi Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht unterstützt amiiibo

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Geschichte zieht einen in den Bann
motivierendes Gameplay
Abwechslungsreich
Interessante Charaktere…
Negativ:
…die aber auch Stereotypen entsprechen
teils sehr Simple Texturen
unübersichtliche Menüs

Die alt eingesessene Taktik-Serie von Nintendo ist zurück auf dem großen Bildschirm. Nachdem lange nur Handheld-Konsoleros in den Genuss des Japano-Strategie-Rollenspiels gekommen sind, kommt Fire Emblem Three Houses auf die Switch. Warum das nicht nur Fans dieser Serie, sondern auch Persona 5 Spielern ein freudiges Lächeln ins Gesicht zaubert, erfahrt Ihr in dieser Review.

Von Banditen, Häusern, Klöstern und Akademien

Dieses Mal wird nicht nur gekämpft, es wird die Schulbank gedrückt, denn eure Gefährten befinden sich noch in der Ausbildung auf der Akademie. Aber greifen wir nicht vor. Zuerst wählt Ihr, ob ihr als Mann oder Frau Spielen wollt und stürzt euch, als Söldner mit eurem Vater Jerald, ins Gefecht mit ein paar Banditen. Diese haben eine Gruppe der Kloster-Akademie, die in der Mitte der drei großen Reiche liegt und die Krieger des Landes ausbildet, angegriffen und Ihr eilt zur Rettung. Die Dinge werden schnell mysteriös und Ihr entdeckt die Fähigkeit, die Zeit zurückzudrehen, was es euch ermöglicht, drei Studenten zu retten. Doch sind das keine gewöhnlichen jungen Krieger, sondern die Sprösslinge der drei herrschenden Familien von Fodlan. Dem Kaiserreich, dem Königreich und der Alliance. Euer Einsatz bringt euch direkt zur Erzbischöfin, die euch spontan einen Job als Professor für eure gleichaltrigen Studenten an der Akademie an. Das Warum bleibt vorerst unerklärt, aber so einen Job lehnt man natürlich nicht ab. Und so müsst Ihr euch nun entscheiden, welchem Haus ihr in Zukunft vorstehen wollt. Des Schwarzen Adlers aus dem Kaiserreich, des Blauen Löwen aus dem Königreich oder des Goldenen Hirsch der Alliance. Diese Entscheidung ist gar nicht so leicht, da Ihr euch damit auch für den Blickwinkel der Geschichte, den Haussprecher und die Studenten entscheidet, die Ihr unterrichtet. So Startet Ihr eine Erzählung voller Charaktere, Verwirrungen, Irrungen, Intrigen, Glauben, Examen, Kämpfe und natürlich gemütlicher Teestunden.

Das kommt mir bekannt vor!?

Das Schulsetting im Kloster mit der ein oder anderen Eule lässt hier und da kurze Gedanken an Hogwarts aufkommen. Genau wie die drei konkurrierenden Häuser, die mit ihren Familien und Machtgeschichten vielleicht auch erwarten lassen, das es ein „Spiel“ um einen „Thron“ sein könnte. Doch es ist ein Fire Emblem und daran lässt das Spiel auch keinen Zweifel. Es erweitert die Formel aber um etwas, das euch auch bekannt vorkommen könnte, nämlich aus Persona 5. Ihr interagiert mit euren Studenten oder dem anderer Häuser, Professoren und anderen Bewohnern des Klosters und baut Beziehungen zu diesen auf. Diese bringen euch dann wieder Vorteile im Kampf. Natürlich könnt Ihr nicht einfach überall mit allen interagieren, denn dafür fehlt die Zeit. Das Zeitmanagementsystem ist beinahe 1 zu 1 aus Persona entnommen. In der Woche unterrichtet Ihr eure Studenten und verbessert ihre Fähigkeiten und am Wochenende könnt Ihr das Kloster erkunden, kleinere Kämpfe absolvieren, angeln, zur Teestunde einladen, eine Chorprobe abhalten und, und, und. All das hat Einfluss auf die Beziehungen zu den anderen Personen und eure Reputation im Kloster. Könnt Ihr anfangs nur wenige Aktionen ausführen, steigt mit der Erfahrung auch die Anzahl möglicher Aktivitäten. Dennoch sollte immer gut überlegt sein, wie Ihr eure Aktivitätspunkte einsetzt. Das kann, bei den unübersichtlichen Menüs, auch schonmal schwierig sein. Am Ende gilt „gut geklaut ist besser als schlecht selbst gemacht“ und alles fügt sich so zusammen, dass es sich einfach „gut“ anfühlt.

Das Klingt jetzt nach echt viel Text…

…und das ist es auch, aber die Interaktionen sind sehr unterhaltsam. Klar ist die Story über den Auserwählten mit besonderen Fähigkeiten nicht neu und das Spiel ist auch voller Stereotypen, aber bei näherem Hinschauen hat doch jeder etwas zu erzählen. Man baut eine Bindung zu den Charakteren auf, die Geschichte reißt einen mit und die Motivation ist stetig vorhanden. So kann es schnell mal passieren, dass man von einer Konversation zur anderen, von einer Lehrstunde zu nächste und in so manche Teestunde geht und sich nachher fragt, wo eigentlich die Zeit geblieben ist. Und zwar die vor dem Bildschirm. Sollte man dennoch mal keine Lust haben, den Unterricht zu leiten, kann man diesen auch auf automatisch ausführen lassen.

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