Spieletest: Resident Evil Revelations NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
28. November 2017

USK 16 Online spielbar Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht unterstützt amiiibo

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-2

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: Beinhaltet zusätzliches Mini-Arcade-Spiel

Plus / Minus

Positiv:
dichte Atmosphäre
spannende Story
guter Umfang
Negativ:
Episodenformat unterbricht den Spielfluss
technisch nicht up2date

Obwohl Resident Evil Revelations noch gar nicht so alt ist, hat der Titel mittlerweile schon einige Veröffentlichungen hinter sich. Ursprünglich erschien das Horrorspiel 2012 für den Nintendo 3DS. 2013 folgte Fassungen für Heimkonsolen, unter anderem die Wii U. Gute fünf Jahre später nun bringt Capcom Revelations auf die aktuellen Konsolen und schlussendlich auch auf die Nintendo Switch. Somit schließt der Kreis sich wieder. Ob das Spiel auch heute noch punkten kann, oder man sich die Portierung hätte sparen können, erfahrt ihr in unserer Review. Hierbei werden wir hauptsächlich den Augenmerk auf Unterschiede legen. Denn die eigentliche Geschichte und das Gameplay haben sich nicht verändert. Wer das Spiel also bereits kennt, kann direkt zum Kapitel Was ist anders? springen.

Roots bloody roots

Resident Evil wurde ursprünglich als Survival Horror Spiel konzipiert und hat im Laufe der Jahre eine gigantische Fanbase aufbauen können. Filme wurden produziert, Comics gezeichnet, von den unzähligen Merchandisingprodukten erst gar nicht zu sprechen. Die Entwicklung der Spiele wird von eben jenen Fans aber schon seit einiger Zeit sehr kritisch beobachtet. Zu sehr entwickelte sich Resident Evil vom rätselgeprägten Überlebenskampf, bei dem jeder abgefeuerte Schuss sitzen musste, zum sinnfreien Zombie-Monster-Shooter.
Klar orientiert man sich gerne an anderen erfolgreichen Titeln, aber ein Resident Evil funktioniert eben nicht wie zum Beispiel ein Gears of War oder Call of Duty. Zumindest nicht in den Köpfen der Fans, was zumindest die überwiegende Resonanz auf Spiele wie Resident Evil 6 zeigte.
Revelations hingegen wurde sehr positiv aufgefasst und als Schritt zurück zu den Wurzeln betrachtet. Auch der neuste Ableger Resident Evil 7 zeigt, dass hier ein umdenken statt gefunden hat.

Auf euch alleine gestellt?

In Resident Evil schafften es die Entwickler oft alleine durch die Wahl der Örtlichkeit das Spielgefühl, nämlich dass ihr wirklich alleine auf euch gestellt seid, zu intensivieren. Ein Herrenhaus irgendwo im Nirgendwo, eine Kleinstadt abgeriegelt und abgeschnitten von der Außenwelt.
Ein ähnliches Szenario versuchten die Designer von Revelations zu kreieren. Ein riesiges, scheinbar herrenloses, Kreuzfahrtschiff, welches in den Weiten der Meere umhertreibt.
Und die Rechnung geht eindeutig auf. Die schmalen Gänge unter Deck, die beengten Mannschaftsquartiere sowie die prunkvollen, aber leergefegten Gästeareale rufen ein bekanntes Gefühl hervor, ohne dabei verbraucht zu wirken. Um trotzdem noch mehr Abwechslung ins Geschehen zu bringen, spielt sich nicht die ganze Handlung, welche in Episoden unterteil ist, auf dem Schiff ab. So übernehmt ihr ab und an auch die Steuerung über andere Charaktere an anderen Handlungsorten.
Die Unterteilung in Abschnitte mag etwas befremdlich wirken, ist allerdings der Herkunft des Titels geschuldet. Auf einem Handheld sind Episoden angenehmer zu spielen, da man oftmals nur kleinere Zeitfenster zur Verfügung hat. Nach jedem gemeistertem Abschnitt erhaltet ihr eine Bewertung .
Auch wenn sie gut eingebunden sind und dazu genutzt werden die Handlungsstränge zu verknüpfen und die Geschichte weiter zu spinnen, so unterbrechen die Unterteilungen doch den Spielfluss und stören so die eigentliche dauerhafte Anspannung die ein Resident Evil hervorrufen sollte.v Für Einsteiger hingegen ist es sicher angenehm wenn man sich vorerst ins Ziel retten kann.
Egal ob nun am eigentlichen Schauplatz des Geschehens, in einer Rückblende oder einem anderen Handlungsort, ihr seid immer im Team unterwegs. Durch die automatisch geführten Dialoge erfahrt ihr einiges über die Vergangenheit der Charaktere und deren Verhältnis zu einander.
Im Kampf allerdings sind eure Begleiter keine wirkliche Hilfe. Sie schießen zwar auch auf eure Widersacher, allerdings verursachen sie deutlich weniger Schaden als ihr. Somit bleibt es eigentlich immer an euch hängen die Feinde, welche sich in den meisten Fällen nur für euch und nicht für euren Partner interessieren, unschädlich zu machen.

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