Spieletest: New Frontier Days: Founding Pioneers NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
3. März 2017

USK 0 keine Onlinefunktion. kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Achievements
nettes Spiel für Zwischendurch
Touch-Steuerung
Negativ:
wenig Möglichkeiten
kleine Spielewelt
veraltetes Design

Mit New Frontier Days: Founding Pioneers aus dem Hause Arc System Works steht bereits seit dem 3. März ein Titel im eShop der Nintendo Switch, der wahrscheinlich bei vielen von euch noch keine große Beachtung gefunden hat. Wir haben uns an den Test gemacht um herauszufinden, ob ihr doch ein genaueres Auge auf das Game werfen solltet.

Die Siedler

Vorweg muss man sagen, dass man sich bei einem Titel, der nicht mehr als 9,99 Euro kostet, keinen Blockbuster erwarten darf. New Frontier Days: Founding Pioneers ist eine simple Aufbau- und Wirtschaftssimulation im Zeitalter armer Siedler, wie wir sie aus den Vereinigten Staaten der Vergangenheit kennen. Ziel des gesamten Spiels ist es, genügend Nahrung für alle Bewohner zu beschaffen, die Entwicklung des Dorfes voranzutreiben um ins nächste Zeitalter zu kommen und dabei nicht Pleite zu gehen. Passiert nämlich letzteres, endet das Spiel und ihr müsst von neuem beginnen. Vor allem bei den ersten Spielversuhen kann das schon einmal ganz schnell gehen.

Das Gameplay ist dabei sehr simpel gestrickt und würde so auch auf jedem Smartdevice funktionieren. Alle Aktionen könnt ihr auch nur über den Touchscreen ausführen. Natürlich werden auch sonst alle Eingabegeräte (bis hin zum Pro-Controller) unterstützt. Per Klick auf ein Objekt oder auf einen Siedler könnt ihr die gewünschte Aktion wie zB den Bau oder die Verbesserung von Gebäuden auswählen. Siedler könnt ihr auf Beutefang oder zur Bewirtschaftung der freien Flächen schicken.

Viel zu tun, aber wenig Auswahl

Zwar müsst ihr relativ viel und rasch arbeiten, um im Spiel etwas auf die Reihe zu bekommen, die Auswahl und Vielfalt an Möglichkeiten ist aber stark eingeschränkt. Die Anzahl an Gebäuden ist sehr gering und früher oder später werdet ihr auch alle gebaut haben. Zwar gibt es einige Deko-Materialen zur Verschönerung und zur Zufriedenheit der Dörfler, aber spielerisch haben sie kaum Bedeutung.

Dennoch passt grundsätzlich die angebotene Menge an Bauwerken und Materialien. Das Territorium, welches ihr besiedeln dürft, ist dann doch nur eine sehr überschaubare Karte, übersät von Gras, Bäumen und vielen Tierchen. Eine recht spektakuläre Siedlung werdet ihr, auch wenn ihr alle Zeitalter übersteht, nicht haben. Dafür ist der Umfang des Spiels einfach zu gering. Etwas Abwechslung kommt dann doch hinzu, wenn ihr Wachtürme errichten müsst, um euch beispielsweise gegen feindliche Bärenangriffe verteidigen zu können. Zwar könnt ihr die Biester auch so bekämpfen, aber aufgrund mangelnder Intelligenz eurer Bewohner ist das nicht ratsam. Die verschiedensten Tierarten bieten euch übrigens die unterschiedlichsten Materialen wie Wolle, Fleisch etc.

Wie ihr es sicher aus anderen Simulatoren kennt, lassen sich viele Bauwerke auch aufleveln. Dadurch werden neue Aktionen freigeschaltet und aus Wolle könnt ihr plötzlich Stoffe produzieren und vieles mehr. Alle Materialen könnt ihr dann natürlich verkaufen, um ja nicht dem „Pleitetod“ zu begegnen. Um aber eine Auflevelung durchführen zu können, sind oft gewissen Bedingungen zu erfüllen bzw. gewisse Materialien und Items notwendig.

Leider wurde die Kombination verschiedenster Items und Gebäude weggelassen. Somit werden viele Entscheidungen schon vorweg für euch getroffen. Weizen beispielsweise kann entweder in der Mühle zu Mehl oder beim Bäcker zu Brot verarbeitet werden. Ihr müsst also nicht nachdenken, ob ihr vorher das Mehl benötigt um die Backware herzustellen. So ist es auch mit vielen anderen Gebäuden und Materialien. Grundsätzlich ist es wichtig, dass jeder Siedler immer etwas zu tun hat. So kommt ihr auch relativ geschickt durch das Jahr.

New Frontier Days: Founding Pioneers verfügt über drei Spielmodi: Den Story-Modus, welcher mit seinen Tutorials vor allem für Einsteiger sehr geeignet ist, den Überlebens-Modus (mit fünf Schwierigkeitsgraden), sowie den freien Modus, bei dem es auch kein Game-Over gibt.

Den Game-Over-Screen seht ihr übrigens nicht nur wenn ihr pleite seid, sondern auch sonst gibt es einige Herausforderungen, die ihr überstehen müsst. So kann es sein, dass plötzliche Erdbeben eure Gebäude zerstören oder eben Tiere eure Siedlung angreifen. Am Ende des Jahres findet immer das „Harvest Festival“ statt. Komischerweise wird nur an diesem Tag Nahrung und Essen verbraucht. Also auch hiervon solltet ihr immer genug auf Vorrat haben. Auch Krankheiten können euren Dörflern schon einmal das Leben schwer machen. Es gibt also genug zu tun. Kleine Achievements versüßen euch noch den Tag, wenn ihr eben schwierige Zeiten mit Pravour meistert.

Fazit

New Frontier Days: Founding Pioneers ist auf alle Fälle ein Low-Budget-Game, welches erzählerisch, technisch und spielerisch nicht unbedingt viel hermacht. Es ist ein Spiel, was auch auf jedem Smartdevice hervorragend funktionieren würde, aber jeder selber entscheiden muss, ob er mit dieser Genreart und diesem Stil etwas anfangen kann. Die Siedler-Simulation bietet zwar nicht viele Elemente, aber für einen Preis von 9,99 Euro wird auf alle Fälle genug geboten um euren Einwohnern das Überleben zu sichern und um euch nette Spielestunden zu bescheren – auch wenn es optisch nicht viel hermacht.

Grafik
4.5
Sound
5.5
Gesamt
4.5

verfasst von „Ulrich“

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Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 15.März.2017 - 15:46 Uhr