Spieletest: 1 2 Switch NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
3. März 2017

USK 6. kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-2

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
gelungene Präsentation
gute Sprachausgabe
28 Microspiele...
Negativ:
… wovon nur 10 überhaupt etwas taugen
kaum länger als ein paar Sekunden.
Manchmal recht ungenaue Erkennung der Joycons

Mit 1 2 Switch veröffentlichte Nintendo zum Launch der Switch eine Minispielsammlung, die von Beginn an jedoch einen faden Beigeschmack bei vielen Gamern hinterließ ohne die Software überhaupt gespielt zu haben. Das lag zum einen daran, das es sich scheinbar um winzige Minispiele handelt, die nur wenige Sekunden dauern und Nintendo das Spiel zu einem Preis von knapp 50 Euro ausgerufen hat. Eigentlich wäre so eine Software bestens dazu geeignet, einer neuen Konsole beizulegen, doch das Unternehmen entschied sich gegen diesen Schritt.

Wir haben uns 1 2 Switch jetzt genauer angeschaut und verraten euch in unserem Testbericht was alles drin steckt und ob sich ein Kauf lohnt.

Switch it...!

Beim Starten der Software fällt sofort ins Auge, das es keinerlei Menü oder ähnliches gibt. Jedes Microspiel zeigt sich dabei auf einer eigenen bildschirmfüllenden Seite mit einem Bild. Doch von den angepriesenen 28 „Anwendungen“ stehen anfangs lediglich 5 zur Auswahl – erst nachdem diese je ein Mal erfolgreich durchlaufen wurden, eröffnen sich dem Spieler auch die restlichen 25 Stück. Um zwischen diesen wählen zu können, muss man auf dem Analogstick entweder nach links oder rechts drücken, sollte aber nicht länger auf dem jeweiligen Bild des Microspiels stehen bleiben denn sonst startet dieses automatisch. Ganz richtig gelesen, die Anwendungen starten automatisch nach circa drei Sekunden ohne das man dies bestätigen muss. Das hört sich im ersten Moment vielleicht nicht mehr als nur ungewöhnlich an, ist aber eine ganz fatale Entscheidung seitens der Entwickler gewesen.

Jeder der gesellige Spieleabende mit vielen Freunden oder anderen Personen kennt weiß, das man da nicht immer so konzentriert auf Spiele ist. Man ist abgelenkt, dreht sich vom TV weg, lacht und macht diverse Späßchen. Und dieses automatische starten wird damit ganz schnell zu einem riesigen Ärgernis denn bis man das Intro übersprungen und letztendlich wieder ins Auswahlmenü kommt dauert es ein wenig. Und dies lässt schon nach kurzer Zeit Unmut aufkommen und wird zu einem großen Ärgernis.

Verspricht viel, aber kann es nicht halten...

Die Qualität dieser Spielchen schwankt jedoch ziemlich extrem. Es gibt einige wenige die wirklich gelungen sind, ein Großteil jedoch ist eher mittelmäßig bis hin zu einfallslos und vollkommen absurd. Im Endeffekt hat es den Anschein, als wolle man mit einigen dieser Spielchen auch nur demonstrieren was die neuen Joycons alles können. Auch gehen diese zumeist nur ein paar Sekunden und verlangen meist nicht mehr als einen Knopfdruck oder die Bewegung des Spielgerätes.

„Kugel schätzen“, „Save-Knacker“, „Samurai-Training“ sowie „Würfel-Glück“ und Revolver-Helden“ sind hierbei dir besten, die auch wirklich Potenzial aufweisen und auch etwas länger unterhalten können. Besonders bei Ersterem ist es interessant zu sehen was HD-Rumble eigentlich kann. Hierbei simulieren die Joycons eine Holzschachtel in denen sich Kugeln befinden. Anhand der Neigung dieses müssen die Spieler nun Anhand der Vibrationen der Joycons erraten, wie viele Kugeln sich darin befinden. Erstaunlich wie detailgetreu das HD-Rumble-Feature das wiedergeben kann. Dann gibt es Spielchen wie „Tischtennis“ , oder „Schwertkampf“, die teilweise noch amüsant sind, ihren Reiz aber schon nach zwei bis drei Anwendungen vollends verlieren. Bei Tischtennis etwa muss man nur durch Hören erkennen wann der richtige Zeitpunkt für einen Schlag gekommen ist.

Zum Schluss gibt es dann noch jene die entweder nicht richtig funktionieren oder völlig absurd sind. „Mächtiger Magier“ und „Blind-Rasur“ zählen zur ersten Kategorie, die nicht so richtig funktioniert wie sie eigentlich sollten oder verzögert angezeigt werden. Hier scheint es Probleme mit der Erkennung, vorzugsweise mit dem blauen linken Joycon, zu geben. Und wenn man sich dann Microspiele wie etwa „Top-Model“, „Wettessen“ oder „Gorilla“ anschaut, kommt man auch irgendwo ins Zweifeln, was die Entwickler damit bezwecken wollten. Bei ersterem nimmt man den Joycon in die Hand und soll wie ein Topmodel laufen bzw. sich bewegen. Wer dies am elegantesten macht gewinnt. Das dumme ist nur das dieser das in keinster Weise erkennen kann wie man läuft oder sich bewegt. Wenn das vor einer Kamera stattgefunden hätte wäre das ganze irgendwo noch nachvollziehbar gewesen, aber so hat das ganze überhaupt keinen Sinn.
Ebenso verhält es sich bei „Gorilla“ - hier sollen die Spieler ihre Arme wie ein Affe im Rhythmus bewegen was weder Spaß macht noch einfallsreich ist. Beim Wettessen schließlich hält sich der Spieler den Joycon vor den Mund und der darin befindliche Sensor erkennt wie schnell ihr euer Gebiss öffnet und schließt und berechnet somit, wer wie viele Burger in der beanschlagten Zeit vertilgen kann. Als Demonstration der Joycon Funktionen gut geeignet, als alleinstehendes Microspiel jedoch völlig daneben, zumal das ganze schon nach einem Durchlauf extrem auf den Kiefer geht.

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