Spieletest: Monster Energy Supercross - The Official Videogame 3 NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
4. Februar 2020

USK 0 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-8

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Realistisches Renngefühl
Original Teams
Weibliche Fahrer
Negativ:
Schwerer einstieg
Wenig Hilfe
Keine Story

Monster Energy Supercross – The Official Videogame 3 das klingt doch nach Aktion und Aufregung, nach Spektakel und Spaß. Dabei ist die Serie nicht gerade für Ihre Zugänglichkeit bekannt. Hier erwartet euch kein Motocross Acarde-Spaß, sondern eine Supercross-Simulation. Wenn man die Serie kennt, dann ist einem klar, dass man hier durchaus Arbeit reinstecken muss, aber auch so etwas kann ja Spaß machen, oder?!

Grafik Rennsimulationen sollten gut aussehen, um die Atmosphäre wiederzugeben. Nicht umsonst werden Rennspiele gerne genutzt, um die Power einer neuen Konsole zu demonstrieren. Doch reden wir nicht lange um den heißen Brei herum. Es handelt sich um einen Multiplattform-Titel und es ist keine Überraschung, dass die Switch-Version wohl die optisch schwächste ist. Aber fassen wir alles zusammen, so sieht es nicht schlecht aus. Schade nur, dass das Erste, das man zu Gesicht bekommt, der Charakter-Editor ist. Dort kann man sich rudimentär einen Fahrer zusammenbauen. Egal auf welcher Plattform ihr eure Runden dreht, erwarten euch hier grauenhaft ausdruckslose Gesichter mit toten Augen. Zum Glück trägt euer Fahrer ja die meiste Zeit einen Helm, den ihr auch nur von hinten seht. Ansonsten hat man hier aber keinen allzu schlechten Job gemacht. Alles wirkt atmosphärisch und läuft gut bei 30fps. Zwar gibt es ein paar schwammige Texturen und im Hintergrund ploppen schonmal Teile der Strecke auf, aber das fällt als Spieler kaum auf, da man mit seinem Blick immer auf dem Geschehen direkt vor einem fixiert ist. So wirken die vielen verschiedenen Strecken sehr stimmig, ob im Regen oder im Trockenen Einzig das Licht erstrahlt ab und zu etwas unnatürlich. So ist es zum Beispiel bei einer bestimmten Strecke zum Start plötzlich seltsam dunkel. Erste Berichte sprechen wesentlich schlechter von dem Spiel als es ist. Allerdings wurde die Grafik mit dem Day-One-Patch noch einmal überarbeitet.

Sound Der Soundtrack wirkt absolut stimmig für die Atmosphäre des Spiels und haut euch musikalische Stück - von Rockig bis Hip-Hop - um die Ohren. Das passt zur Szene, das passt zur Stimmung und das passt auch zum Gameplay. Der Stadionsprecher wirkt realistisch und motiviert und bringt einen somit gut in Rennstimmung. Der Stadionsound auf den verschiedenen Strecken geht auch absolut in Ordnung. Allerdings können die eintönigen Motorgeräusche schon ein wenig anstrengend sein. Dies mag auch auf den realen Sport zutreffen, aber die verschiedenen Motorräder scheinen sich überhaupt nicht zu unterscheiden.

Gameplay Eine Story gibt es nicht. Es dreht sich alles um das Gameplay. Zwar gibt es einen Karriere-Modus, in dem Ihr in zwei 250ccm und eine 450ccm Rennserien gegen die virtuellen Rennfahrer antreten könnt, aber dort geht es dann nicht um eine persönliche Geschichte, sondern um Platzierungen, Teams und Zahlen. Die gängigen Teams der Rennserie stehen euch dabei zur Auswahl und erstmals könnt Ihr auch weibliche Charaktere erstellen. Vorbildlich! Einzelrennen, Meisterschaften und spezielle Events bieten dabei noch Abwechslung und besonders die Herausforderungen können einem Spaß bringen. Das Trainingsgelände, das ebenfalls aufgerufen werden kann, ist riesig. Man hat dort die Möglichkeit frei umherzufahren und sich auszuprobieren, aber das wird dann doch schnell langweilig. Auch eigene strecken kann man im Editor erstellen und online Teile. Wie es sich für eine Simulation gehört, könnt ihr das komplette Setup und damit die Fahrphysik eures Bikes verändern und anpassen. Und auch der Fahrmodus und die Gegner-KI kann man einstellen, um den Schwierigkeitsgrad einzustellen. Ihr müsst also nicht auf die schwere Herausforderung setzen, die es wirklich in sich hat. Ja, richtig! Auch bei der niedrigsten Gegner-KI und der vereinfachten Steuerung sollten Anfänger nicht mit einer hohen Platzierung rechnen. Eher mit Überrundungen. Dieses Spiel muss man lernen. Nein, man muss es sich erarbeiten, das trifft es eher. Sprünge müssen genau gelandet werden, kurven sauber genommen und man muss die Fahrphysik kennen lernen. Es gibt zwar ein Tutorial aber das erklärt einem eigentlich nur wie man Startet und zeigt die Steuerungsbefehle, erklärt einem aber nicht wie man diese sinnvoll einsetzt. Also heißt es üben. Streckenführung, Ideallinie, Sprungweite, all das muss verinnerlicht werden, wenn man auf die vorderen Plätze kommen will. Da man leider nur digital Gas geben kann und nicht Analog (auch wenn man einen Kontroller mit analogen Schultertasten nutzt) ist die Kontrolle über das Bike nicht so gut wie man es sich wünschen würde. Da muss man dann auch Bock dazu haben. Wer einfach Rennen fahren will sollte vielleicht überlegen, ob dies sein Spiel ist. Jeder kleine Fehler kann einen sofort den Sieg kosten. Da hilft dann nur die Rückspulfunktion. Diese ist ja in der Rennspielwelt schon lange etabliert. Da gibt es dann zwei Sorten Spieler: Die, die kein Problem damit haben und jene, für die es sich wie schummeln anfühlt. Zweitere sollten diesen Gedanken schnell ablegen, da man ohne diese Funktion anfangs überhaupt kein Land sieht. Das Spiel will schwer sein. Das kann motivieren, wenn man der Typ dafür ist. Alle anderen werden schnell die Lust verlieren.

Multiplayer Multiplayer-Spiel ist möglich, allerdings können wir hier nur ein paar Infos zu den Modi geben da zum Zeitpunkt des Tests leider keine Onlinematches zustande kamen. Es wurden keine Lobbys gefunden. Der Recherche nach ist dies aber kein grundsätzliches Problem. Ihr könnt lokal gegen 4 Freunde mit ihren eigenen Konsolen antreten oder im Online-Rennen gegen die Welt antreten. Da dies aber nicht selbst getestet werden konnte, kann über die Qualität des Onlinemodus auch keine Aussage getroffen werden.

Fazit

Motocross-Fans bekommen ja kein Überangebot an Spielen. Da lohnt sich auf jeden Fall ein Blick in Monster Energie Supercross. Es sollte aber klar sein, dass dies hier ein Spiel ist, das voraussetzt, das man es lernen will. Es bietet eine großartige Atmosphäre und realistische Rennen. Aber einsteigerfreundlich ist etwas anderes. Wer nichts dagegen hat, wird hier sicher seinen Spaß haben.

Grafik
7
Sound
8
Gesamt
7

verfasst von „Marcel“

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Vielen Dank an die Firma Milestone srl für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 09.Februar.2020 - 16:18 Uhr