Spieletest: Gorsd NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
18. August 2020

USK 12 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-4

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Bizarrer Arcade-Spaß
Individuelles Pixel-Design
Interessanter Story-Ansatz
Negativ:
Partiell unausgewogenes Balancing
Multitasking kann überfordern

Gorsd ist ein kompetitives Spiel, was auf richtiges Timing und Schienen setzt. Ihr seid eine Art Wurm, der aus einem Auge geboren wurde. Das für sich klingt schon sehr skurril, was das gesamte Spiel Gorsd bereits hervorragend beschreibt: es ist grotesk, bizarr, skurril und zugleich spannend, herausfordernd und in gewisser Weise fesselnd. Als Wurm macht ihr euch durch verschiedene Umgebungen auf den Weg, eine Reise zu meistern. Dabei verstecken sich in Tempeln diverse Räume, die einzelne Level darstellen. Auf den Wegen zu Teil- oder Bossleveln seht ihr allerhand Runen, deren Herkunft und Wirkung unklar sind. Sie beginnen jedoch zu leuchten, sobald ihr sie passiert. Einige der Rätsel klärt das Spiel in seinem Verlauf, andere, passend zum gewählten Stil, bleiben unklar.

Das Pixel-Gameplay

Gorsd ist ein pixeliges Abenteuer, das sein Vorbild unter anderem bei einem der Urväter des Gamings haben könnte: Pacman. Auch dieser bewegte sich auf vordefinierten Routen und musste so seine Herausforderungen meistern. In Gorsd seid ihr stattdessen ein kleines Wesen, dass die Pfade schnellstmöglich in der eigenen Farbe ausfüllen muss. Dies geht, indem ihr euch über die Wege bewegt und sie damit markiert oder eine Kugel abfeuert. Diese Kugel bewegt sich schneller als ihr und kann auch um Ecken fliegen. In manchen Leveln geht es darum, dass ihr in einem definierten Zeitlimit den Parcours komplett in eurer Farbe färbt, was einiges an Übung und so manche Wiederholungen erfordern kann. In anderen Leveln muss gegen Computergegner gespielt werden. Dies ist nicht nur eine Frage der Geschicklichkeit, sondern des Timings und der Strategie. Denn wann immer ihr oder der Gegner sterbt, beginnt ein länger werdender Respawn-Counter. Auf diese Weise kann derjenige, der länger durchhält oder den Gegner häufiger um die Ecke gebracht hat, zuerst die Map in seine Farbe hüllen und das Level meistern. Ist es für euch aussichtslos, dass ihr eine Map schafft, greift nach einer gewissen Zahl erfolgloser Versuche eine Mechanik, die euch in einem mysteriösen Tempel wiederbelebt und zu einem schwächeren Wurm macht. Auf diese Weise können die Maps auch auf dem Schwierigkeitsgrad einfach begonnen werden. Die Standard-Einstellung des normalen Schwierigkeitsgrades ist jedoch häufig schon eine ordentliche Herausforderung, gar nicht zu sprechen von der Stufe „schwer“.

Multiplayer-Challenge

Im Multiplayer setzt Gorsd auf letzteres Prinzip. In Spielen mit bis zu 4 Spielern, die sich gemeinsam auf der Couch das Leben schwer machen können, gilt es die Map für sich zu gewinnen. Das ist wegen des hohen Spieltempos und den erforderlichen Eingaben kein allzu einfaches Unterfangen, sorgt aber gerade in der Gruppe für mächtig Spaß, wenn man unlogischen Blödsinn macht, sich verklickt oder einfach nur zu langsam oder schlecht ist.

Technik & Sound

Der Sound von Gorsd ist kraftvoll, mechanisch und elektronisch. Passt aber besonders gut zum Spiel, das es hier im Grunde permanent um einen Kraftakt des Gewinnens oder Zurückschlagens geht. Auch die kleinen Passagen an Wegen, die wir zwischen den Wegen zurücklegen, sind dabei musikalisch begleitet. Das Spiel ist in einzelnen Leveln, die nicht durch ein Wirrwarr mehrerer Gegner gekennzeichnet sind, durchaus zuverlässig und sauber in der Technik. Bei Spielen, in denen eine große Spieleranzahl auf der Map ist oder viele Effekte gleichzeitig erzeugt werden, wie Treffer oder Kugeln, kann es zu kleineren Rucklern kommen.

Fazit

Gorsd ist ein skurriles Arcade-Spiel, welches sich durch einen interessanten Farb-Pixel-Stil und herausfordernde Parcours-Level auszeichnet. Vereinzelt leidet das Spiel an suboptimal ausgewogenen Schwierigkeitsgraden und mangelnder Abwechslung bei der Spielvielfalt. Für einzelne Spieleinheiten, besonders im spaßigen Couch-Multiplayer-Modus, macht man mit Gorsd aber auch nichts verkehrt.

Grafik
7
Sound
7
Multiplayer
7
Gesamt
7

verfasst von „ Maik“

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Vielen Dank an die Firma Springloaded für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 02.Oktober.2020 - 11:30 Uhr