Spieletest: 3000th Duel NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
19. Februar 2020

USK 12 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Tolles Gameplay
Gegnerdesign und fette Bosse
Fordernder Schwierigkeitsgrad
Musik und Soundeffekte
Negativ:
Keine Innovation
Hintergründe könnten schöner sein

Fans von Metroidvania Spielen kommen mit der Nintendo Switch voll auf ihre Kosten. Vor allem aus dem Indiebereich wurde dem geneigten Spieler, die ein oder andere Perle serviert. Mit 3000th Duel präsentiert uns NEOPOPCORN Corp nun den nächsten Vertreter dieses altehrwürdigen Genres und möchte vor allem Castlevania Fans an die guten alten Tage erinnern. Ob das gelungen ist klärt der folgende Test.

Story? Welche Story?

Man lädt das Spiel herunter, macht es sich mit Knabberzeug auf der Couch gemütlich und erwartet gespannt ein opulentes Intro oder zumindest einige Textboxen, die einem das Setting näher bringen sollen. Aber Pustekuchen. Wir starten sofort mit dem Spielen, erfahren gerade noch, dass unser Held wiedergeboren wurde und seine Erinnerungen verloren hat. Das muss reichen. Und tut es auch.

Denn ab der ersten Sekunde zieht einen das Gameplay gepaart mit der unaufdringlichen 2,5D- Optik in seinen Bann. Man merkt auf den ersten Blick, dass es sich hierbei um eine Castlevania Kopie handelt. Das ist aber in diesem Fall nichts Schlechtes. Man fühlt sich spielerisch schnell an das erstklassige Circle of the Moon und optisch an The Dracula X Chronicles erinnert. Und gut kopiert ist meist besser als schlecht selbst gemacht.

Skelette, Ghouls und Fabelwesen

Genretypisch gilt es die große Map zu erkunden, wobei wir zum einen frei wählen können in welche Richtung es gehen soll und zum anderen immer wieder am Weiterkommen gehindert werden, da uns (noch) Fähigkeiten fehlen. Ohne Doppelsprung beispielsweise wird es schwer an höher gelegene Orte zu kommen. Ohne blauen Schlüssel, keine blaue Tür und so weiter. Dabei stellen sich uns die Horden der Unterwelt entgegen und präsentieren eine wirklich mannigfaltige Auswahl an verschiedenen Gegnertypen. Jeder davon benötigt seine eigene Strategie und ist mit der einen oder anderen Waffe oder gar einem Zauberspruch besser zu besiegen. Zwischendurch begegnen uns wohlgesonnene Fabelwesen, die direkt der wundervollen Welt von Narnia entsprungen sein könnten, allerdings nicht viel zum Spielgeschehen beitragen.

Immer wieder erwarten uns herausfordernde Bossfights, die an die Dark Souls Reihe erinnern. Nur wer sich alle Bewegungsmuster genau einprägt und geduldig auf seine Gelegenheit zum Zuschlagen wartet, wird mit dem Weiterkommen belohnt. Allerdings wird selbst die besten Spieler immer wieder der Bildschirmtot ereilen, was aber nie unverdient oder gar unfair ist. Stattdessen sorgt ein kleines, aber feines Feature dafür, dass wir den Controller nur widerwillig aus den Händen legen. Denn jeder Gegner hinterlässt uns Erfahrungspunkte. Diese können wir aber nur an den weit verstreuten Savepoints in Levelaufstiege umwandeln. Stirbt man bevor man es zu einem solchen Savepoint geschafft hat, verliert man alle seine Erfahrungspunkte. Schafft man es allerding im nächsten Versuch wieder an die Stelle seines vorherigen Todes, kann man gegen seine lila Karmakugel kämpfen und wenn man sie zerstört hat man seine EXP wieder.

Fähigkeiten, Waffen und Okkultes

Damit es unterwegs nicht langweilig wird, hält das Spiel drei verschiedene Waffentypen für euch bereit. Das Schwert präsentiert sich als wendiger und schneller Allrounder, während das Breitschwert langsam aber mächtig zuschlägt und die Lanze auf weite Entfernung beste Dienste verrichtet. Eure Waffen, Spezialschläge und Zauber könnt ihr in einem Entwicklungsbaum upgraden, der aber nicht ganz bedürfnisorientiert angeordnet ist. So müsst ihr sehr häufig Skills aufleveln, die euch völlig egal sind, damit ihr schlussendlich (viele hart verdiente Skillpoints später) euer Ziel erreicht.

Dennoch ist die Kombination aus Angriff, Spezialschlägen und vielen verschiedenen Angriffszaubern sehr gelungen und führt zu einem tollen Spielerlebnis. Die Kämpfe machen Spaß, sind teilweise sehr fordernd und benötigen einiges an Geschick und Erinnerungsgabe. Die Sprungpassagen sind mitunter ziemlich knifflig und ein falscher Sprung kann sehr hart bestraft werden, wenn man etwa in ein Stachelbett fällt aus dem es aber, selbst mit voller Energieleiste, kein Entkommen mehr gibt. Wer also meint er könnte den weiten Weg zu seinem Karma-Ball einfach durchrennen, der hat sich gewaltig geschnitten. Konzentration ist die wichtigste Tugend bei diesem Spiel und wird mit langanhaltendem Spielspaß belohnt.

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