Spieletest: The Walking Dead: The Final Season NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
28. Oktober 2019

USK 16 keine Onlinefunktion Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Grafik etwas aufgewertet
tolle Story
packende Cliffhanger
Negativ:
leichte Ruckler
teils lange Ladezeiten

In der Serie „The Walking Dead“ haben es nun die Whisperer vom Comic auf die TV-Bildschirme geschafft. Sie versprechen Spannung und neue Wendungen. Selbiges darf man sich von der finalen Staffel besagten Computerspiels erwarten. Vor 7 Jahren erschien Season 1 und nun ist auch die finale Season von Telltales „The Walking Dead“-Game für die Switch erschienen. Da das Entwicklerstudio ja geschlossen wurde, müssen wir Robert Kirkmans eigenen Skybound Games danke sagen, dass die Geschichte rund um Clementine zur Vollendung gebracht wurde und so Fans einen würdigen Abschluss finden. Vorweg müssen wir euch vorwarnen, dass der Test eventuelle Spoiler enthält.

The final ending...

Telltale hat damals mit der ersten Staffel zu The Walking Dead ein wahres Meisterwerk für die damalige Zeit geschaffen. Fanherzen schlugen höher und das Studio konnte hohe Absatzzahlen erwirtschaften. Ein Reiz war sicherlich das für damalige Zeiten noch etwas seltenere „Entscheide und beeinflusse die Story“-Prinzip. So manche moralische Entscheidungen, die man treffen durfte waren teilweise echt zum Knabbern.

Wie erwähnt, dürfen wir uns dank Robert Kirkman nun über die vierte und finale Staffel des Spiels freuen. Einige Jahre sind seit den Ereignissen von Season 3 vergangen. Die Entwicklung von Clementine konnte man die letzten Staffeln sehr gut verfolgen und nun hat sie sich zu einer jungen Frau entwickelt. Auch Adoptivsohn AJ, um den sich Clementine seit Staffel 2 sorgt, ist inzwischen ein kleiner Junge geworden. Zu Beginn durchstreifen sie in einem Wagen die Gegend auf der Suche nach Nahrung. Doch plötzlich lösen sie versehentlich eine Falle aus und locken damit eine Horde Beißer an. Gott sei Dank werden sie von einer Gruppe junger Erwachsener gerettet und finden sich in einer alten Schule wieder. Doch nun nimmt das weitere Schicksal seinen Lauf...

Am Gameplay hat sich dabei nicht viel geändert. Ihr steuert Clementine meist aus der Verfolgerperspektive, interagiert mit Gegenständen oder anderen Charakteren und müsst meist unter Zeitdruck auf diverse Antwortoptionen reagieren. Diese beeinflussen natürlich den Verlauf der Handlung. Außerdem gibt es wieder Quick-Time-Events.

Grafisch wurde der bekannte Comicstil beibehalten und sogar etwas aufgewertet.

Episode 1:

In der ersten Episode steht klar die Beziehung zwischen Clementine und AJ im Vordergrund. Clementine möchte ein gutes Vorbild sein und macht sich sorgen, dass der Junge sich in eine falsche Richtung entwickelt. Immerhin wächst er in einer Zeit auf, wo schreckliche Dinge passieren. In vielen Gesprächen wird dabei das Erlebte verarbeitet und reflektiert. AJ mit seiner jugendlichen Naivität versteht dabei viele Folgen seiner Handlungen einfach nicht. Auch die Truppe der verlassenen Kinder rund um Marlon machen gerade die erste Episode sehr spannend, mit einem Finale, das so manchen Mund offen stehen lässt.

Episode 2:

Aufgrund der Vorkommnisse in Episode 1, wurden Clementine und AJ aus der Gruppe geworfen. In der weiteren Erzählweise werden immer Bögen zur ersten Staffel gespannt und auf die kleine Gruppe wartet eine neue Bedrohung. Diese ist nicht nur eine Gefahr für die beiden, sondern auch für die Kinder der verlassenen Schule. So kreuzen sich die Wege mit einer Gruppe militanter Erwachsener, wo gerade ein Charakter euch vielleicht bekannt vorkommen wird. So manche Entscheidung, die ihr in einer vergangenen Staffel getroffen habt, werden ihr nun wohl bereuen. Mehr soll aber nicht verraten werden. Spielerisch wird das gewohnte Gameplay noch durch eine kleine Shootereinlage ergänzt. So dürft ihr Zombies mit Pfeil und Bogen an den vergammelten Kragen gehen.

Episode 3:

Nach einem Intermezzo wurden Bewohner der verlassenen Schule von bewaffneten Erwachsenen entführt. Diese sollen Kindersoldaten werden und müssen um Lebensmittel und/oder Medikamente kämpfen. Natürlich lassen Clementine und ihre Freunde diese nicht im Stich und so beschließen sie, die gegnerische Gruppe zu infiltrieren, um ihre Freunde zu retten.

Dabei passieren wieder so einige Dinge, die euren emotionalen Hintergrund zu so manchen Figuren oder selbst zu den Beißern in Frage stellen werden. Das Ende überrascht dann mit Wendungen, schweren Entscheidungen und einem fiesen Cliffhanger.

Episode 4:

Erscheint erst am 26. März und wird nachgereicht.

Technische Seite

Grundsätzlich läuft alles stabil, nur in so manchen Quick-Time Events kann es zu gelegentlichen Rucklern kommen. Manche Ladezeiten sind echt lange. Die Grafik ist wie immer in einem tollen Comiclook und wurde, wie bereits erwähnt, etwas aufgehübscht. Man merkt deutlich den Schritt nach Vorne, aber im Vergleich zu Spielen wie „Life ist Strange“ hat man noch immer etwas das Nachsehen. Auf der Switch wird die Geschichte in Englisch erzählt und es gibt deutsche Untertitel.

Fazit

The Walking Dead: The Final Season bringt nun die Geschichte rund um Clementine zu einem würdigen Abschluss. Es ist aber zu sagen, dass man die gesamte Story kennen sollte, um das Game wirklich in vollen Zügen genießen zu können. Am Gameplay hat sich nicht verändert, aber als Standalone Spiel wird man mit so manchen Charakteren, Entscheidungen etc. einfach nicht in die nötige Emotion kommen. Und gerade das Mitfiebern und Hineinversetzen in die Charaktere macht den Reiz des Spiels aus. Von uns gibt es eine klare Kaufentscheidung für alle, die endlich wissen wollen, wie die Geschichte zu Ende geht. (Preis 23,99 Euro)

Grafik
7.5
Sound
9
Gesamt
8

verfasst von „Ulrich“

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Vielen Dank an die Firma Skybound Games für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 04.März.2019 - 19:45 Uhr