Spieletest: Taiko no Tatsujin: Drum n Fun! NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
2. November 2018

USK 6 keine Onlinefunktion Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-4

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Nintendo-Song uns Charaktere
große Songauswahl
Taiko-Drum möglich
Negativ:
fast ausschließlich japanische Tracks
mangelhafte Bewegungssteuerung

Trommelfreunde aufgepasst! Mit Taiko no Tatsujin: Drum ‚n’ Fun erscheint der beliebte Arkadeklassiker auch für die Nintendo Switch. Bundle-Freunde kommen sogar in den Genuss einer Plastik-Kopie der japanischen Trommel. Ob das drummen in Bandai Namcos neuestem Spiel für gute Laune sorgt, erfahrt ihr in unserem Test.

Trommelwirbel

Gleich vorweg ist zu sagen, dass wir das Spiel leider ohne der Taiko-Drum als Eingabegerät testen mussten. So können wir nur das Spiel mit der Bewegungssteuerung der Joy-Con bewerten. Doch es ist anzunehmen, dass es mit der Spielzeugtrommel einfach gleich noch viel mehr Spaß machen würde.

So bleibt euch nichts anderes übrig, als wie bei der Wii-Version von Samba de Amigo, die Joy-Cons in zwei unterschiedlichen Gesten zu schwingen. Schlägt man von oben nach unten, so ist das ein normaler Trommelschlag. Setzt man die Richtung hingegen im schrägen Winkel an, so führt ihr einen dumpfen Schlag aus. Dieser ahmt die Bewegung eines Schlages auf den Rand einer Drum nach. Leider ist die Erkennung sehr schlecht. Rhythmische Schläge mit längeren Abständen sind ja kein Problem, aber bei kurzen Takten hintereinander funktioniert die Bewegungssteuerung sehr schlecht. Es werden nicht immer die gewünschten Schläge ausgeführt. Zum Glück könnt ihr da auch noch Knöpfe oder Trigger verwenden, aber natürlich auf Kosten des Spielvergnügens.

Don und Ka

Das Gameplay ist recht simpel. Es gibt ein rotes und ein blaues Symbol. Die roten Don-Symbole stehen für die normalen Trommelschläge. Bei den hellblauen Ka-Symbolen müsst ihr die schrägen Randschläge ausführen. Beide gibt es in kleinen und großen Varianten. Bei den riesigen Kreissymbolen müsst ihr mit dem rechten und linken Drumstick gleichzeitig zuschlagen. Außerdem gibt es noch Symbole für Trommelwirbel, wo ihr dann so richtig ins Zeug hämmern dürft. Natürlich erhöht sich eure Kombo, je länger ihr fehlerfrei spielt. Ziel ist es, bei einem Song so viele Punkte wie möglich zu schaffen. Bei Shin-Uchi könnt ihr statt der Punkte euer Timing bewerten lassen.

Im Prinzip läuft das Spiel ähnlich den anderen Genrevertretern ab. Im Hintergrund läuft der Song und auf einer Notenlinie wandern euch die Punkte entgegen, die ihr im richtigen Moment im Takt schlagen müsst. Bandai Namco zeichnete sich bereits bei Spielen wie Donkey Konga aus und die Ähnlichkeit ist Taiko no Tatsujin: Drum ‚n’ Fun auch anzusehen. Nur diente halt dieses Mal das berühmte Spielhallenspiel als Vorbild.

Single- oder Partymode?

Neben dem bereits erklärten klassischen Taiko-Modus könnt ihr noch eine Party gegen den Computer oder mit bis zu drei Freunden feiern. Es erwarten euch eine ganze Reihe an Minispielen. Viele davon müsst ihr aber erst freispielen. Bei den meisten geht es darum, im Takt Dinge zu erledigen. Das reicht von Fische im richtigen Moment einzufangen, Holzblöcke im richtigen Moment mit einem Schwert zerschneiden, oder Takte im Sushi-Restaurant nachzuklopfen usw. Es müssen dabei nicht alle Partyteilnehmer über einen Joy-Con verfügen. Ihr könnt genau so den Pro-Controller (via Buttons) verwenden. Ihr könnt ebenfalls lokal oder auch im Drahtlosmodus gegeneinander antreten, wobei im letzterem jeder das Spiel besitzen muss. Leider gibt es keinen Online-Modus. Ihr könnt euch daher weder mit den Scores von Leuten aus aller Welt, noch gegen Geister anderer Spieler antreten. Diese Möglichkeiten gibt es nämlich im PS4-Ableger.

Im Laufe des Spiel könnt ihr allerlei Dinge freischalten. Neben Musikstücken und Minispielen könnt ihr euch noch neue Charaktere verdienen. Alle haben unterschiedliche Eigenschaften. So ist es bei manchen egal, ob ihr Don oder Ka drückt, bei anderen bekommt ihr Unterstützung beim Trommelwirbel usw. Toll ist auch, dass es so manche Nintendo-Figuren ins Spiel geschafft haben, wie Kirby und der Tintenfisch aus Splatoon. Egal für wen ihr euch entscheidet, ihr dürft auf alle Fälle am Anfang des Songs den Schwierigkeitsgrad wählen und dieser ist auf hoher Stufe echt eine wahre Kopfnuss. So könnt ihr die Schwierigkeit erhöhen indem ihr Don und Ka vertauscht bis dorthin, dass ihr die Songs komplett aus dem Gedächtnis ohne Noten meistert.

Technik

Wie gesagt, das Taiko Drum konnten wir leider nicht testen, aber die Bewegungssteuerung lässt zu wünschen übrig. Musikalisch ist der Titel sehr japanisch angehaucht und ihr findet fast ausschließlich Songs aus diesem Land. Nintendofans dürfen sich freuen. Es haben nämlich auch Stücke aus Nintendo-Spielen den Weg ins Spiel gefunden. Dazu gehören Jump Up Super Star (aus Mario Odyssey), Medleys zu Splatoon 2 oder Kirby, sowie Tracks aus Pokémon Sonne und Mond und Yo-kai Watch.

Fazit

Taiko no Tatsujin: Drum ‚n’ Fun ist ein lustiges Spiel bei dem Taktgefühl gefragt ist. Leider funktioniert die Bewegungssteuerung mit den Joy-Con nicht so gut, wie man sich das wünschen würde. Präsentiert wird alles in bunter Optik und tolle – großteils – Japanosongs sorgen für so manche Ohrwürmer. Also Bonus gibt es noch Nintendo-Tracks und Charaktere. Für Liebhaber dieses Genres ein tolles Spiel, aber mit Potential nach oben.

Grafik
8
Sound
8.5
Multiplayer
8
Gesamt
7

verfasst von „Ulrich“

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Vielen Dank an die Firma Bandai Namco für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 22.November.2018 - 16:07 Uhr