Spieletest: Sniper Elite V2 Remastered NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
14. Mai 2019

USK 18 Online spielbar Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-8

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: Screenshots nicht von der Switch Fassung.
sämtliche DLC enthalten

Plus / Minus

Positiv:
gutes Remaster
kompletter Umfang
Negativ:
schwankende KI
mageres Leveldesign

Im kommenden Jahr feiert die Sniper Elite-Reihe bereits ihren 15. Geburtstag. Dazu sollte man aber vielleicht sagen, dass zwischen den ersten beiden Teilen stolze sieben Jahre lagen und der Publisher damals gewechselt wurde. Während Sniper Elite für die Wii und Sniper Elite V2 für die Wii U erschienen, wurden die nachfolgenden Titel nicht mehr auf Systemen von Nintendo veröffentlicht. Zum einen dürfte die Zielgruppe nicht wirklich gepasst haben und auch die Wertungen der ersten beiden Teile für die Wii und die Wii U bewegte sich eher im mäßigen Bereich. Da Portierungen von der Wii U auf die Switch nicht nur populär sind, sondern wohl auch relativ einfach umzusetzen sind, dürfen wird uns mit Sniper Elite V2 Remastered nun erneut ins Getümmel stürzen. Ob das Spiel verbessert wurde und wie das Spiel auf der Nintendo Switch funktioniert, erfahrt ihr in nachfolgender Review.

Hinter feindlichen Linien

Angesiedelt ist Sniper Elite V2 in Deutschland im Kriegsjahre 1945. Genauer gesagt in Berlin kurz vor Ende des Konflikts. Ihr schlüpft in die Rolle des Scharfschützen-Veteran Karl Fairburne der sich hinter die feindlichen Linien des eingekesselten Berlin begibt um eine heikle Mission durchzuführen. Die gefürchtete, und namensgebende, V2 Raketentechnologie soll auf keinen Fall in die Hände der roten Armee fallen. Denn gegen Ende des Krieges versuchen Wissenschaftler sämtlicher Fachgebiete sich durch den Verkauf von Wissen oder freiwillige Gefangennahme ihrer Strafe zu entziehen und aus dem zerbröckelnden Reich zu entkommen. Natürlich möchten die Alliierten auch keinen offenen Konflikt mit den Russen riskieren und so läuft hier alles über Geheimagenten, heimliche Abkommen und verborgene Verhandlungen. Sollte dieses Mittel nicht funktionieren ist es unumgänglich, dass das Wissen eher vernichtet wird, als dass es in die vermeintlich falschen Hände gerät. Und wer wäre besser geeignet im geheimen zu agieren oder aus sicherer Entfernung Ziele auszuschalten als ein Kommandosoldat mit hervorragenden Fähigkeiten als Scharfschütze.

Die Kriegsführung

Weltkriegs-Shooter gibt es, wenn auch vielleicht nicht für die Switch, wie Sand am Meer. Dennoch stechen Spiele der Sniper-Serie immer aus der Masse hervor. Nicht unbedingt wegen ihrer überragenden Qualität, sondern weil sich das Gameplay einfach unterscheidet. Es gibt zwar immer wieder Situationen in denen ihr eine offene Auseinandersetzung nicht vermeiden könnt, oder sie sogar suchen müsst, dennoch liegt der Augenmerk auf taktischem Vorgehen. So ist es wichtig, dass ihr euch möglichst behutsam vorarbeitet. Der Kriegslärm erlaubt es sich meist unbemerkt an Wachen heranzuschleichen um diese auszuschalten. Sollte allerdings eine andere Wache über den toten Kameraden stolpern, wird euch eine Wachmannschaft auf den Hals gehetzt. Allerdings seid ihr alles andere als eine einfache Beute. So könnt ihr zum Beispiel Stolperminen anbringen oder Sprengfallen auslegen um den Spieß herum zu drehen.
Das Missionsdesign an sich wechselt von Tötungsmissionen, hin zu Eskortaufgaben oder Sabotageakten und hat hier doch einiges zu bieten. Dennoch kommt auf Dauer etwas Monotonie auf. Vor allem das die Level zwar oftmals suggerieren, dass sie groß sind und Optionen bieten, dann aber doch eher linear verlaufen
Auch wenn Sniper Elite V2 eigentlich als Einzelspielertitel konzipiert ist, enthält es dennoch einige Mehrspieleroptionen. So bietet der Titel die Option im Ko-Op, sowohl lokal als auch online anzutreten. Zudem gibt es noch einen Mehrspieler-Gefechtsmodus in dem ihr ebenfalls lokal oder online mit acht Spielern im reinen Player vs. Player antreten könnt.
Und falls ihr euch fragt ob die X-Ray-Kill-Cam mit dabei ist. Ja ist sie und somit verdient das Spiel seine Einstufung ab 18 zurecht. Denn bei besonders wichtigen oder guten Schüssen wechselt die Kamera automatisch in den Verfolgermodus der Kugel und ihr seht in einer Art Röntgenblick welchen Verheerenden Schaden das Projektil beim Feind anrichtet.

Die Technik

Ursprünglich erschien Sniper Elite V2 im Jahre 2012. Also für Playstation3, Xbox 360 und Wii U. Ein Remaster ist kein Remake, und somit ist das Quellmaterial schon einige Jahre alt. Während sich Spieler der PS4, PC und XB1 Version über bis zu 4K Auflösung und HDR freuen dürfen, kann der Hybrid aus dem Hause Nintendo hier natürlich nicht mithalten. Dafür ist das Spiel allerdings zu jeder Zeit und zu jedem Ort portabel spielbar. Nichts desto trotzt sieht man im direkten Vergleich zu allen ursprünglichen Plattformen eine deutliche Verbesserung. Dies betrifft die Texturen, die Details und auch die komplette Umgebung. So gibt es wesentlich mehr Details was man vor allem an den Fahrzeugen und den Hintergründen sieht. Auf der Switch peilt das Spiel 30 FPS an und kann diese über die meiste Zeit auch halten. Wenn besonders viel los ist, gibt es Einbrüche, aber nicht in dem Maße, dass es unspielbar wäre. Die Steuerung funktioniert einwandfrei. Die KI ist so eine Sache, während sie an manchen Stellen wirklich hartnäckig ist, versagt sie in anderen Momenten wieder vollkommen.
Die Bewegungssteuerung hingegen funktioniert gut, ist allerdings Geschmackssache.

Fazit

Sniper Elite V2 wird durch das Remaster nicht auf einmal zu einem AAA Titel. Dennoch merkt man, dass hier wirklich Zeit investiert wurde um den Titel zeitgemäßer zu gestalten. Die Umgebungen, Charaktere, Waffen und Fahrzeuge wurden sichtbar aufgewertet. Natürlich muss man auf der Switch mit technischen Abstrichen leben, erhält aber dennoch ein deutlich verbessertes Spiel im Gegensatz zum Original. Inhaltlich erhält man allerdings das komplette Paket inklusiver neuer Charaktere, DLC und aller Modi. Zudem steht der Titel auf dieser Plattform ziemlich allein auf weiter Flur und ist schon alleine deshalb für Fans des Genres fast ein Muss.

Grafik
7
Sound
7
Multiplayer
7
Gesamt
7

verfasst von „David“

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Vielen Dank an die Firma Rebellion für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 14.Mai.2019 - 21:07 Uhr