Spieletest: Silence NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
3. April 2019

USK 12 keine Onlinefunktion Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
tolle Story
zauberhafte Fantasy-Welt
Raupe Spot
tolle Vertonung und emotionaler Soundtrack
Negativ:
teils lange Ladezeiten
kaum anspruchsvolle Rätsel
keine Touchscreen-Steuerung

Vor kurzem erschien Silence für die Nintendo Switch. Dabei handelt es sich um den Nachfolger zu „The Whispered World“ Ein Spiel, welches euch in eine völlig neue Welt entführt, auf der Suche nach Noahs Schwester, die plötzlich nach einem Bombenangriff spurlos verschwand. Ob sich der Ausflug in die Fantasywelt von Silence lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.

Der Schrecken des Krieges

Die Geschichte beginnt in einer Welt, in der Kinder den Schrecken des Krieges hautnah miterleben. Ein Luftangriff zeigt das Grauen dieser Zeit und der 16-jährige Noah flüchtet mit seiner Schwester Renie in einen Luftschutzbunker. Um ihr die Angst zu nehmen und den Lärm von außen zu übertönen, versucht er sie mit allerlei Dingen abzulenken. Nichts hilft so richtig, bis er sie mit einer Geschichte in die magische Welt von Silence „entführt“. Dabei handelt es sich um eine Art Traumwelt, eine Welt zwischen Leben und Tod. Renie lässt sich durch die Erzählung beruhigen, also plötzlich eine Bombe detoniert und der Bunker in Schutt und Asche liegt. Auch Renie ist plötzlich verschwunden und eure Reise nach Silence beginnt. Noah entdeckt dabei, dass er selbst einst gefangen in der Traumwelt war. Unter dem Namen Sadwick war er dort als Hofnarr bekannt. Eine magische Geschichte beginnt...

Die Welt von Silence

Silence ist ein starker Kontrast zum Kriegsschauplatz in der realen Welt. Bunte Pflanzen, Sonnenschein und eine fantastische Atmosphäre. Doch nicht alles ist eitle Wonne und auch Gefahren warten auf unsere Freunde. Silence wird von einer falschen Königin regiert, die unheimliche Gestalten, die Sucher, durch die Lande schickt und die für allerlei Schrecken sorgen. Es gibt aber eine Gruppe, welche gegen die Königin rebelliert und mit dieser macht ihr gleich zu Beginn des Spiels Bekanntschaft. Gemeinsam brecht ihr auf, um einen magischen Splitter zu suchen, damit ihr der Königin das Handwerk legen könnt und den Weg nachhause findet. Dabei warten allerlei witzige, seltsame und unheimliche Begegnungen auf euch.

Die Story selbst hat zwar jetzt nicht eine unheimliche Tiefe, wird aber packend in tollen Sequenzen erzählt. Die Geschichte weiß zu unterhalten und man möchte immer wissen wie es weitergeht. Vor allem zu den Charakteren baut man sehr leicht eine Bindung auf und eine emotionale Erzählweise lässt euch tief in Silence eintauchen. Der Erzählstrang ist sehr linear und es wird immer zwischen Story- und Gameplayteilen abgewechselt. Ihr spielt also quasi immer Teile der Geschichte, bevor es in der Erzählung weitergeht. Teilweise könnt ihr sogar Dialoge mitbestimmen, was wiederum etwas das Gefühl vermittelt, die Reise etwas mitbestimmen zu können – auch wenn die Entscheidungen nicht wirklichen Einfluss auf den Verlauf haben (bis auf wenige Ausnahmen).

In den Gameplaysequenzen bewegt ihr euch mit dem Analogstick durch vorgegebene Areale und untersucht alles bis auf den letzten Stein. Ihr durchstöbert in klassischer Point-and-Click Manier die Umgebung, interagiert mit Personen und/oder Gegenständen, um den Storyverlauf voranzutreiben. Mittels LR könnt ihr euch als kleine Hilfe all jene Dinge anzeigen lassen, mit denen ihr in Interaktion treten könnt. Im Unterschied zu anderen Spielen dieser Art gibt es aber keine Itemtasche. Sprich alle Dinge sind im selbigen Areal einzusetzen (zB ein Rüstungsteil, welches man bei einer Feuerstelle als Pfanne nutzt) und somit müsst ihr auch keine Items kombinieren um etwas Neues zu bauen. Gegenstände werden automatisch benutzt, sobald ihr an der richtigen Stelle seid. Der Touchscreen wird leider nicht unterstützt und so müsst ihr – egal in welchem Modus- immer mit den Sticks und Buttons arbeiten. Mit dem rechten Stick könnt ihr die verschiedenen Punkten in der Umgebung auswählen, was nicht immer ganz einwandfrei funktioniert. Oftmals erwischt man vorher ein paar Mal andere Interaktionspunkte, bis man den gewünschten erreicht. Dabei handelt es sich zwar nicht um eine große Sache, aber soll an dieser Stelle erwähnt werden.

Insgesamt gibt es drei spielbare Charaktere. Natürlich als ersteren Noah, aber auch übernehmt ihr die Rollen von Renie und Spot. In manchen Arealen müsst ihr sogar immer wieder zwischen den Charakteren hin- und herswitchen. Einen Mehrspielermodus gibt es leider nicht.

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