Spieletest: Nintendo Labo VR-Set NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
12. April 2019

USK 6. unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-Modus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
stabile Modelle
gutes Tracking
VR Einstieg
Negativ:
Spiele zu simpel
schlechte Optik
keine Halterung für die Brille

Mit dem Nintendo Labo: Toy-Con 04: VR-Set veröffentlicht Nintendo das mittlerweile vierte Set der Kombination aus Bastelspaß und Videospiel. Während der kreative Teil in allen Sets wenig Grund zur Beanstandung gab, war der spielerische Mehrwert vor allen in den ersten beiden Sets mehr als dürftig. So dürften die meisten gebastelten Teil schon kurz nach ihrer Fertigstellung in irgendeiner Ecke zum Verstauben gelandet sein. Das ist wirklich schade, da das grundlegende Konzept, gerade für eine junge Zielgruppe so viel Potential hat.
Mit dem neusten Set hat Nintendo nun etwas umgesetzt, dass so eigentlich für die Switch, laut eigenen Aussagen, nie geplant war – die Virtuelle Realität. Hierbei sollte man sich allerdings direkt bewusst machen, dass wir hier von einer Cardboard-VR mit den technischen Limitationen der Nintendo Switch sprechen. Wer also ein ähnliches Erlebnis wie bei PSVR oder Konsorten sucht, wird direkt maßlos enttäuscht werden. Bedingt durch die niedrige Auflösung und die Bildwiederholungsrate, eignet sich der Bildschirm der Switch eigentlich nicht wirklich für solche Darstellungen. Hinzu kommt, dass man die Nintendo Switch für gewöhnlich via Touch bedient und man somit das Display vor dem VR Einsatz penible reinigen muss. Ansonsten bekommt man dies im wahrsten Sinne des Wortes direkt vor Augen gehalten.
Apropos halten, Labo-VR verfügt über keinen Standfuß wie noch der Virtual Boy, oder ein Kopfband. Dementsprechend muss man das komplette Gerät und das gebastelte Modell die ganze Zeit vor den Kopf halten. Das ist schon für Erwachsene auf Dauer ermüdend und für jüngere Spieler noch anstrengender. Das Spiel hat sozusagen ungewollt eine eingebaute Begrenzung der Spieldauer.
Das klingt nun rein technisch alles andere als prickelnd, aber unterm Strich zählt allerdings das Komplettpaket. Hierzu gehören neben der Technik noch die Bastelsets und die Spiele. Hierbei habt ihr die Auswahl aus verschiedenen Sets. So gibt es das Starter-Set, welches neben dem Bastelbogen für die VR-Brille noch den Blaster, eine Karton-Bazooka, enthält. Zudem gibt es zwei Erweiterungssets mit den Modellen Kamera & Elefant, sowie Windpedal & und Vogel. Oder aber man kauft direkt das Komplettpaket, welches alle zuvor genannten Komponenten enthält. Achtung, die Erweiterungssets können nicht alleine genutzt werden, da sie keinerlei Software und die notwendigen Linsen nicht enthalten!

Die Modelle

Zählt man die Brille dazu, gibt es insgesamt sechs verschiedene Modelle im Nintendo Labo: Toy-Con 04: VR-Set.: der Blaster, den Elefant, die Kamera, das Windpedal und den Vogel. Der Aufbau der Sets erfolgt nach dem altbewährten Konzept. Auch in diesem Sets konnten wir keine groben Schwachstellen feststellen. Obwohl gerade Modelle wie der Blaster wirklich stark beansprucht werden, hilet die Pappe erstaunlich gut.
Jedes der Modelle kommt, wie von Labo gewohnt, mit seinen eignen Minispielen daher. So könnt ihr mit dem Blaster auf Alien-Jagd gehen, mit der Camera Unterwasserwelten erforschen, euch mit dem Vogel in die Lüfte schwingen oder mit dem Elefanten kreativ werden.
Leider zeigt sich auch bis diesen Modellen wieder die gewohnte Schwäche der Labo-Sets. Während die anfängliche Freude über die Nutzung der selbst gebauten Modelle groß ist, weicht diese schnell der Langeweile. Die Minispiele sind allesamt zu rudimentäre und zu einfach gestrickt, als dass sie auf Dauer Spaß machen. Auch gibt es pro Spiel nur eine lokale Highscore, was den zusätzlichen Reiz sich mit anderen zu messen ebenfalls stark einschränkt. Manche der Modelle sind schon wirklich seltsam und man muss wirklich hinterfragen was sich die Designer dabei gedacht haben. Hier wäre es sinnvoller gewesen weniger Modelle anzubieten und diese mit wirklich guten Spielen aus zustatten. So haben der Blaster und die Camera durchaus Potential. Auch wenn einer dauerhafte Nutzung durch die sehr einfache optische Darstellung und die eingangs erwähnten technische Limitation sehr anstrengend ist.

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