Spieletest: My Time At Portia NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
16. April 2019

USK 6 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
+sehr schöne Comic-Grafik
+das Spiel bietet abwechslungsreiche Aufgaben
+es gibt viel zu Entdecken und Herzustellen
Negativ:
-Touchpad wurde nicht integriert
-lange Ladezeiten

Am 16. April erscheint My Time at Portia endlich für die Nintendo Switch. Es ist eine Mischung aus Rollenspiel, Aufbau- und Lebenssimulation. Im Grunde ist es eine gute Mischung aus Minecraft und Harvest Moon, jedoch mit viel mehr Möglichkeiten.
Fans dieser Reihen werden auf jeden Fall ihren Spaß mit dem Spiel haben.

Story

Wir werden mit einem kleinen Boot zu der Stadt Portia gefahren. Sie liegt an der westlichen Küste des Ozeans.
My Time at Portia spielt in einer postapokalyptischen Zeit, ca. 300 Jahre nach einer Katastrophe, auf die jedoch nicht wirklich eingegangen wird. Dies erkennt man auch an der Stadt, denn diese hat sehr viele alte Ruinen und Dungeons.
Aber was machen wir hier?
Unser Vater hat uns seinen alten Hof überlassen. Ein kleines Grundstück mit einer kleinen Werkstatt darauf. Jedoch ist die Werkstatt nicht mehr im besten Zustand, auch die Geräte die dort noch stehen lassen zu wünschen übrig. Damit können wir nur noch die nötigsten Handwerkswaren herstellen.
Wir sollen diese Werkstatt also nun auf Vordermann bringen, was aber gar nicht so einfach ist, da wir quasi nichts haben und auch keine wirkliche Ahnung vom Handwerk.

Unsere Aufgaben

Wir müssen also nun schauen, wie wir Materialien bekommen um Werkzeuge herzustellen. Zum Glück kann man Rohstoffe wie Steine, Kupfererze und Holz auch so aufsammeln, da sie oft lose auf dem Boden liegen. Damit können wir uns schon einmal einfache Werkzeuge bauen um bessere Materialien abbauen zu können.

Natürlich können wir auch Gegenstände herstellen, dafür hat uns unser Vater ein Handbuch hinterlassen. Hier sind verschiedene Blaupausen abgebildet, welche uns das Leben mit der Werkstatt erleichtern. Es kommen sogar immer mehr im Laufe des Spiels hinzu.
Auf den Blaupausen sind die verschiedenen Geräte zu sehen und welche Materialien dafür benötigt werden. Auch, wie die benötigten Materialien herzustellen sind wird gezeigt. So wird einem enorm geholfen. Jedoch kann man sie auch oft sammeln oder kaufen.

Jetzt, wo wir verschiedene Sachen herstellen können, können wir auch Aufträge der Dorfbewohner annehmen und auf ihre Wünsche eingehen. Die Aufträge können wir am schwarzen Brett im Dorf annehmen. Je nach Stufe unserer Werkstatt sind sie in verschiedenen Schwierigkeitsgraden aufgeteilt. Für alle fertigen Aufträge bekommen wir Belohnungen. Meistens ist sind es Erfahrungs- und Erziehungspunkte zu der Person, Geld oder Gegenstände. Für die Aufträge haben wir auch meistens ein paar Tage Zeit.

Neben dem Anfertigen von Gegenständen können wir auch ein wenig Farmleben haben. Man kann Gemüse oder Pflanzen anbauen. Mit diesen kann man kochen oder man kann sie als Rohstoffe für die Verarbeitung nutzen.
Wenn man keine Lust auf Gartenarbeit hat kann man aber auch Tiere halten, wie z.B. Kühe, Pferde oder Hühner.

Haben wir mal ein wenig Freizeit, können wir uns mit den Dorfbewohnern anfreunden. Dies ist sehr wichtig, da sie uns oft auch Blaupausen zukommen lassen. Aber auch so ist es schön, wenn man besser mit ihnen auskommt, denn das steigert auch das Ansehen unserer Werkstatt und wir bekommen mehr Aufträge.
Zudem kann man sich sogar in die Dorfbewohner verlieben und sie heiraten.

Ruinen und Dungeons

Hier merkt man die Andeutungen an ein Rollenspiel, denn wir können Dungeons und Ruinen erforschen. Dies ist sehr nützlich, denn oft bekommen wir dort spezielle Materialien oder Rohstoffe, die wir benötigen.
Um die Ruinen jedoch betreten zu können, müssen wir eine wöchentliche Pauschale bezahlen. Es lohnt sich aber auf alle Fälle.
In der Ruine selber, können wir mit einer speziellen Brille nach besonderen Gegenständen suchen und sie ausbuddeln. Die Dungeons sind etwas einfacher gehalten, Gegenstände sind leicht zu finden. Jedoch erwarten uns hier kleinere Gegner, die wir besiegen können und am Ende des Dungeons treffen wir oft auf einen Boss. Wie man es halt von Rollenspielen kennt.

Skillbaum

Auch hier finden wir wieder ein typisches Rollenspielelement. Ein Skillbaum.
Durch Kämpfen, Sammeln und Abbauen erhalten wir Erfahrungspunkte. Diese erhöhen unser Level und unsere Standardwerte wie Gesundheit oder Ausdauer durch Levelaufstieg.
Der Skillbaum ist in drei Stränge unterteilt. Kampf, Sammeln und Soziales Netzwerk.
Jeder Zweig hat je 14 oder 15 verschiedene Fähigkeiten die wir skillen können.
Der Kampfzweig erhöht unseren Schaden, gibt uns eine bessere Verteidigung oder mehr Gesundheit.
Der Sammelzweig ermöglicht uns weniger Ausdauer zu verbrauchen oder gibt uns mehr Chance auf Beute und Ernte.
Der soziale Zweig ermöglicht es und bessere Belohnungen für unsere Aufträge zu bekommen und schneller Freundschaften zu schließen.
Somit haben alle Zweige verschiedene Vorteile, die aber alle sehr nützlich für uns sind.

Technik

My Time at Portia ist ein sehr schön gestaltetes Open-World Spiel mit Anlehnungen an RPG´s und Aufbau-Simulationen. Die Grafik ist sehr schön bunt und in einem Comic-Stil gehalten, was für Kinder sehr ansprechend ist.
Wir spielen in Third-Person Perspektive, was das ganze Spiel sehr angenehm macht.
Leider wurde hier, wie in so vielen Spielen, die Touch-Funktion der Nintendo Switch nicht genutzt, was wirklich schade ist. An einigen Stellen wäre es sicherlich sehr nützlich gewesen und hätte einiges vereinfacht, wie z.B. das Angeln. Hier muss man vorsichtig und ganz genau die Joysticks bewegen, was bei schnellen Fischen nicht einfach ist.
Außerdem gab es oftmals das Problem, dass man sich mehrmals besser vor einem Gegenstand positionieren muss, um ihn überhaupt aufnehmen oder öffnen zu können. Das kann auf Dauer wirklich nervig werden. Auch die Ladezeiten ließen wirklich zu wünschen übrig. Egal ob man die Werkbank oder das Inventar öffnen wollte, immer eine lange Wartezeit. Selbst wenn man sein Haus verlassen oder betreten wollte dauerte es Ewigkeiten. Das gleiche betrifft auch das Starten des Spiels.

Fazit

Für Harvest Moon und Stardew Valley Fans ist das Spiel inhaltlich perfekt. My Time at Portia bietet einfach so viel Möglichkeiten. Egal ob man etwas anbauen möchte, Tiere halten will oder sich voll und ganz auf die Werkstatt konzentrieren möchte. Durch die die gebotene Abwechslung hat das Spiel einen hohen Suchtfaktor. Die Charaktere sind toll gestaltet und es macht Spaß mit ihnen zu interagieren.
Das einzige große Manko sind die Ladezeiten, die teils wirklich endlos lang erscheinen. Hier bleibt zu hoffen, dass dies behoben wird, da es manchmal den Spielspaß etwas trübt.
Aber ansonsten ist es ein super Spiel für alle, die gerne Aufbau-Simulationen mit einem Hauch von Rollenspiel spielen.

Grafik
8
Sound
8
Gesamt
9

verfasst von „Anke“

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Vielen Dank an die Firma Nintendofans für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 16.April.2019 - 10:18 Uhr