Spieletest: Jump Force - Deluxe Edition NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
28. August 2020

USK 12 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-6

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
hübsche Cutscenes
große Animé-Heldenauswahl
Negativ:
mangelhafte Performance
miserable Avatar Darstellung
instabile Framerate
altmodisches Hub/Lobby-System

Wenn die Performance KO geht

Die Performance ist eines der Hauptprobleme von Jump Force Deluxe Edition. Leider ist es den Entwicklern nicht gelungen, das Spiel auf die Nintendo Switch so zu portieren, dass es, vielleicht mit einigen visuellen Abstrichen verbunden, zumindest flüssig läuft. Dies wäre insofern notwendig gewesen, als dass Kampfspiele wie dieses von flüssigen Kampfanimationen leben und daraus ihren eigentlichen Spielspaß erzeugen. Die Performancemängel zeigen sich durch das gesamte Spiel hinweg und steigen bei Online-Anbindung. Egal ob im Kampf, im Hub oder in den Sequenzen, das Spiel lagged, läuft instabil und unsauber. Das ist auch deshalb schwer nachzuvollziehen, da den Kämpfern im Wesentlichen ein begrenzter Fundus an Moves zur Verfügung steht, sodass sich ein möglicher Input-Overload begrenzen lässt.

Basis statt modernes Home-Interface

Schade ist zudem die Umsetzung des Hub-Bereiches. Die grundsätzlich nette Idee einer Basis für Lobby-Eingaben ist zu rudimentär implementiert worden. Wir haben zwar verschiedene Terminals und ein schwarzes Brett zur Verfügung, die Platzierung ist jedoch unattraktiv, da der Hub nicht sehenswert gestaltet und kaum funktional orientiert ist. Wer sich hier an einen Hub von Destiny erinnert, wird schnell ernüchtert feststellen, dass es hier abseits langer Wege keine großartige Interaktion mit NPCs oder Objekten gibt. All dies führt schnell zu einem Gefühl der Redundanz, das durch nicht-moderne Designentscheidungen von Anzeigen und der Menüs begleitet wird.

Hier hätte Jump Force die grundsätzlich hervorragende Idee des Animé-Kämpfer-Ensembles wesentlich ansprechender verpacken können. Vergleiche zum Interface von Tekken, Injustice oder Mortal Kombat können hier durchaus gezogen werden. Zudem hätten beim Verzicht auf einen Hub Bereich mehr Ressourcen in die Feinabstimmung und Differenzierung der Kämpfer, die generelle Performance und die Portierungsqualität gelegt werden können.

Musikalische Untermalung, Kampfgeräusche

Hinsichtlich der Sound-Umgebung kann Jump Force kaum begeistern. Zwar gibt es eine Diversität an Kampf- und Effektgeräuschen, jedoch ist diese für das europäische Ohr doch recht einseitig, verzichtet das Spiel schließlich komplett auf deutsche Vertonung. Musik ist im Kern nicht inkludiert, sodass akustische Verzückung oder zumindest Abwechslung kaum gegeben ist.

Außer Konkurrenz?

Im Gesamtbild muss zu Jump Force Deluxe Edition leider gesagt werden, dass es, obwohl es in der Idee per se außer Konkurrenz läuft, auch im direkten Vergleich zur AAA-Beat’em’Up-Konkurrenz außer Konkurrenz läuft, jedoch im negativen Sinne. Viele etablierte Mechaniken des Genres werden nicht oder nur unzureichend genutzt und die Performance, auch auf Nintendo Switch, ist zu schwach, um nachhaltigen Spielspaß zu erzeugen, der sich über einige Multiplayer-Partien hinaus erstreckt.

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Fazit

Jump Force Deluxe Edition kommt mit einem gewaltigen Kader an Animé-Kämpfern und hübschen Cut-Scenes daher, präsentiert sich im Gesamtbild jedoch nicht performant. Ein begrenzt-funktionales Hub-System, viele Ladezeiten, unsaubere Texturen und eine geringe Charakter-Move-Differenzierung führen neben einer flachen Story und mäßig ausgewogenen Missionen zu verkürzter Spielfreude.

Grafik
5.5
Sound
5.5
Multiplayer
6.5
Gesamt
5.5

verfasst von „ Maik“

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Vielen Dank an die Firma Bandai Namco Entertainment für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 14.September.2020 - 09:17 Uhr