Spieletest: Freakyforms Deluxe: Deine Geschöpfe, quicklebendig! 3DS

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Weitere Infos

Releasedate:
28. Juli 2012

USK 0 keine Onlinefunktion unterstützt MyNintendo nicht

Anzahl der Spieler: 1-4

Leser-Meinungen: Noch keine

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Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Figurenbaukasten
Landschaft individualisierbar
Sammelfieber
stimmige Atmosphäre
Negativ:
Keine Knopfsteuerung
RPG-Elemente seicht
keine Online-Funktionen

Die Freakyforms hatten ihren ersten bizarren Auftritt in Nintendos eShop. Doch die seltsamen Wesen scheinen der Zielgruppe gefallen zu haben: In nicht mal einem halben Jahr wurde der Titel als Vollpreisspiel neu aufgelegt. Doch was machen diese seltsamen Formis den ganzen Tag?

Curiosity on the grey planet

Irgendwo mitten im All schwebt ein trauriger, grauer Planet ohne Zeichen von Leben. Doch das wird sich bald ändern, denn diese Welt wartet nur darauf, von uns gestaltet und erkundet zu werden! So beginnt man gleich damit, ein paar Formis zu erstellen, die später als Spielfigur dienen werden. Schritt für Schritt wird man in die neuen Funktionen eingewiesen, um vor allem jüngere Spieler nicht gleich mit der Vielfalt an Optionen zu erschlagen.

Man wählt nun aus einem Formenbaukasten verschiedene Optionen, um als Nintendo-Frankenstein seine schräge Kreatur auf die Welt los zu lassen. Zu Beginn verfügt man nur über einfache Formen, doch erledigt man genug Aufträge, kann man jede Menge neue Teile freischalten. Formis können sich (mit den richtigen Teilen) hierbei zu Fuß, mit Rädern oder durch die Luft fortbewegen, später auch unter Wasser. Habt ihr die Form fertiggestellt, verpasst ihr dem Wesen noch einen Namen, einen Lieblingsruf und eine Persönlichkeit, die bestimmt, wie es mit euch spricht.

ES LEEEEEEBT!!!

Habt ihr eurem Monster ein Herz und somit Leben verliehen, geht es ab auf Erkundungstour! Dabei rennt und springt ihr innerhalb eines vorgesetzten Zeitlimits durch die frei erkundbare 2D-Welt. Der 3D-Effekt wird dadurch äußerst sparsam eingesetzt und reduziert sich auf die Trennung von Vorder- und Hintegrundebenen. Die Monster werden ausschließlich über den Touchscreen bedient, leider gibt es für das Jump’n’Run nicht die gewohnte (und präzisere) Knopfsteuerung.

Wie in der Bibel ist am Anfang alles wüst und leer, doch wenn ihr genügend Schatztruhen sammelt, schaltet ihr neue Gestaltungselemente für euren Planeten frei. So kann man die Farbe des Hintergrundes bestimmen und auch Häuser, Pflanzen und Wolken aus Formen zusammensetzen. So erschafft ihr langsam eure eigene, bizarre Bauklötzchenwelt!

Doch es gilt nicht nur Schatztruhen zu öffnen und Münzen zu sammeln: Habt ihr schon eine Reihe an Formis erstellt, treten ältere Kreationen oder ganz neue Formis als Bewohner eurer Welt auf. Sprecht ihr mit ihnen, geben sie euch Aufträge, bei denen ihr neue Bauteile ergattern könnt. Die Aufgaben bestehen u.a. aus dem Sammeln von Objekten, zerstören von Blöcken oder aus Bring-Diensten. Um eine belebte Welt zu garantieren spornt euch der Titel natürlich an, so viele Formis wie nur möglich zu erstellen. So wächst nach 5 neuen Geschöpfen euer Planet weiter, bestehende Gebiete werden vergrößert und neu gestaltbare Landschaften werden eröffnet.

Rollenspiel für Anfänger

Bis zu diesem Punkt war das Spiel mit der eShop-Version ident. Doch um mehr Abwechslung zu bieten wurde der Vollpreisversion nicht nur ein größeres Repertoire aus Formen spendiert sondern führt auch ein ganz neues Element ein: Dungeons mit RPG-Elementen, in denen man ohne Zeitlimit der ewigwährenden Mission der Errettung des Königs nachgehen kann.

Im Erkundungsmodus ist eure Zeit begrenzt und die Zusammensetzung eurer Formis hatte (bis auf Mittel der Fortbewegung) nur kosmetische Auswirkungen auf das Spielgeschehen. In Dungeons ist das anders, denn dort werden den Wesen auf Grund ihrer Bauteile Werte zugeschrieben. So bringen viele Teile mehr Verteidigung, während Arme den Angriff und Beine das Tempo erhöhen. Diese drei Werte werden nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip gegeneinander ausgespielt.

Leider richtete sich die Auslegung des Rollenspielelement hier wohl an die Jüngsten unter uns: Denn Kämpfe werden vollautomatisch durchgeführt. Sobald ein Kampf ausgelöst wird übernimmt die KI für euch, die in den meisten Fällen zwar richtig agiert, aber doch zu ärgerlichen Situationen führen kann, beispielsweise wenn ein Boss kurz vor seinem Ende steht, dann aber doch noch gewinnt, weil euer Formi versucht seine Verteidigung zu senken. Auch bei den neuen, zuweisbaren Spezialaktionen handelt es sich lediglich um Aktionen, die wiederum ohne euer Zutun eingesetzt werden.

Ein Formi kommt selten allein

Natürlich könnt ihr eure Geschöpfe auch mit Freunden teilen. Wie schon in Pullblox könnt ihr für alles, was ihr mit Freakyforms zum Leben erweckt habt, einen QR-Code anfordern. Über Streetpass können Wesen auch auf der Straße versendet werden. Über das drahtlose Downloadspiel könnt ihr auch mit bis zu vier Spielern gleichzeitig Monster erstellen. Zunächst wird ein Thema bestimmt, zu welchem jeder sein eigenes Wesen erstellt.

Leider verzichtet Nintendo wieder mal auf Online-Funktionen. Somit bleiben Online-Erstellwettbewerbe eine externe Angelegenheit, die über QR-Codes aber gut lösbar sind. Wer mit dem Austausch von daten noch nicht genug hat kann außerdem Bilder seiner Formis auf seinem Planeten gestalten oder seine Kreationen mittels AR-Karte in die reale Welt setzen.

Fazit

Kreativität besteht nicht daraus, das perfekte Kunstwerk zu schaffen, sondern möglichst viel auszuprobieren und neues zu entdecken. Die Freakyforms verkörpern diesen Geist und regen mit ihrer bunten Legetechnik-Optik und dem erweiterbaren Editor dazu an, immer wieder aufs Neue Geschöpfe in eure Welt zu setzen und diese weiter aus zu bauen. Einige der Gameplay-Elemente mögen zwar zu seicht ausgefallen sein, doch der Reiz des Titels liegt ohnehin eher darin, den Hobby-Frankensteins die Möglichkeit zu bieten ihre eigene Kreativität zu entfalten.

Grafik
8
Sound
8
Multiplayer
6
Gesamt
7.5

verfasst von „Benjamin A.“

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Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung
Letzte Aktualisierung: 18.August.2012 - 20:39 Uhr