Spieletest: Civilization VI NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
16. November 2018

USK 12 keine Onlinefunktion Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-4

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: Enthält zusätzliche Szenarien und Zivilisationen: Wikinger, Polen, Australien, Persien und Makedonien

Plus / Minus

Positiv:
viel Tiefgang
abwechslungsreich
technisch gut umgesetzt
fast komplette CIV Erfahrung
Negativ:
schwacher Mehrspielerpart
für Einsteiger etwas komplex
seltsames KI Verhalten

Die Serie Civilization ist ein echtes Urgestein im Bereich der Videospiele. So erschien der Erstling der Simulation aus der Feder von Sid Meier bereits 1991. Damals noch unter dem Label von MicroProse, ein Studio welches Sid selbst mitbegründet hatte. Trotz dem erfolgreichen Spiele konnte sich das Studio nicht halten und trotz mehrere Investoren wurde es schlussendlich geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Sid Meier das Studio bereits verlassen und Fireaxis Games gegründet. Dort wurde die Tradition und die Serie fortgeführt. Mittlerweile gehört das Studio zu 2K Games und ist dort weiterhin hauptsächlich für Strategiespiele zuständig. Mit Civilization VI erschien 2016, passend zum 25-jährigen Jubiläum ein weiterer Ableger der Serie. Dieser wurde nun, etwas über zwei Jahre nach ursprünglichem Release, auch für die Nintendo Switch veröffentlicht. Ob das komplexe Spiel auch auf der tragbaren Konsole funktioniert, erfahrt ihr in unserer Review.


Eine ausgeklügelte Strategie

Während herkömmliche Strategiespiele meist darauf abzielen eine Schlacht oder ein Gebiet zu gewinnen, müsst ihr euch in Civilization dem Schicksal eines ganzen Volkes über die Jahrhunderte Hinweg annehmen. Von der einfachen Siedlung bis zur Eroberung des Weltalls.
Um den Wohlstand und den Fortbestand eurer Zivilisation zu gewährleisten, müsst ihr euch sowohl in Sachen Technologie, Militär und Wirtschaft gegen eure Mitbewerber durchsetzen. Hierzu könnt ihr sogar auf historische Anführer wie zum Beispiel Gandhi, Kleopatra und Alexander der Große zurückgreifen. Wie jedes Volk verfügen auch die verschiedenen Oberhäupter über Spezialeinheiten, Technologien oder Boni die ihnen einen gewissen Vorteil verschaffen. Während einige also eher auf Kriegslist zurückgreifen, beherrschen andere die Diplomatie oder sind besonders bewandert in den Wissenschaften.
Ziel ist es so oder so euer Volk zu wahrer Größe zu leiten oder eben die Siegesbedingungen zu erfüllen. Diese sind ebenfalls in den Gebieten Wissen, Kultur, Religion, Herrschaft oder schlichtweg in Punkten definiert. Es nützt euch allerdings nichts, wenn ihr noch so schlau oder bärenstark seid, wenn ihr die Zustimmung eures Volkes nicht findet. Und so sollte euer oberstes Anliegen immer das Wohl selbiges sein. Hierzu ist es nicht nur nötig die Entsprechenden Bedürfnisse zu decken, sondern auch für ausreichend Schutz zu sorgen. Und so schreitet ihr Zug um Zug in der Geschichte eurer Nation voran und versucht euer Bestes um es zu Glanz und Glorie zu führen.

Wie werdet ihr führen?

Eine der essentiellen Säulen, wenn nicht sogar die wichtigste in der Entwicklung einer Zivilisation ist die Art und Weise, wie das Volk geführt wird. Die Geschichte hat gezeigt, dass die eine oder andere Form der Herrschaft gänzlich ungeeignet scheint, zumindest für die Untertanen. Andere hingegen haben sicherlich ihre Vor- und Nachteile.
Auch in Civilization VI spielt dieser Aspekt eine bedeutende Rolle. Das Regierungssystem funktioniert hierbei wie eine Art Baukasten. Zunächst müsst ihr die Grundform festlegen. Hierzu stehen euch zehn Optionen wie Demokratie, Monarchie, Oligarchie und Stammesfürstentum zur Verfügung. Jede dieser Wahlmöglichkeiten hat Einfluss auf eure außerpolitischen Beziehungen, eure Wirtschaft und euer Militär.
Neben der Regierungsform könnt ihr dann auch noch die aktuelle Politik festlegen. Diese Teilen sich in vier Sparten auf : Militär, Wirtschaft, Diplomatie und Joker. Hier könnt ihr durch Karten festlegen wie eure Ausrichtung im jeweiligen Bereich ist. Dies hat dann direkte Auswirkungen auf euer Volk und eure Wirtschaft. Dadurch könnt ihr situativ reagieren und zum Beispiel im Kriegsfall dafür sorgen, dass ihr disziplinierte Truppen habt, oder eben in ruhigen Tag der Fokus auf dem Wachstum und dem Wohlstand liegt.

Eure Entscheidung

Euer eigentliches Ziel ist zu Spielbeginn noch in weiter Ferne. Civilization war noch nie ein schnelles Spiel für zwischendurch. So liegt es an euch euer Reich langsam aber stetig von den Anfängen der zivilisierten Welt in die Moderne zu führen. Anders als bei seinen Vorgängern beschränken sich eure Städte dabei nicht mehr nur auf eines der Hexfelder in die die Welt eingeteilt ist. Vielmehr gibt es so genannte Distrikte die sich um den Stadtkern ansiedeln. Dadurch erhält das Spiel weitere Tiefe. So müsst ihr zum einen mit vorhandenem Platz haushalten, zum anderen aber auch darauf achten, dass ihr die Platzierung möglichst strategisch vornehmt. Ein Handelsbereich ergibt nahe einer Wasserstraße mehr Sinn als in einer gebirgigen Region. Ebenso reagieren Bewohner nicht sonderlich begeistert wenn sie im späteren Verlauf einen Industriekomplex als Nachbarn haben. Dies schlägt sich auch alles in diversen Boni wieder.
Nachdem ihr eure erste Stadt an einem geeigneten Ort gegründet habt, müsst ihr sowohl die Forschung als auch euer Militär voran treiben. Letzteres dient sowohl zur Erkundung neuer Regionen, als auch zur Verteidigung oder eben dem Angriff.
Technologien wie Viehzucht, Bronzebearbeitung und Maschinenbau legen den Grundstein einer funktionierenden Gesellschaft. Ebenfalls dazu gehören Dinge wie die Entwicklung der Schrift, das Pflegen von Diplomatie und die Einführung einer Religion.

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