Spieletest: Asphalt 9: Legends NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
8. Oktober 2019

USK 0 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
geniales Soundpaket
zeitgemäßer Fast-Pace-Racer 2019
gigantischer Spielumfang & tägliche Aktivitäten
4-Spieler-Splitscreen-Modus
Negativ:
hoher Zeitaufwand für Blaupausen-Farming
minimale Framerate-Issues
permanente Online-Verbindung nötig

Free to Play Games sind in den letzten Jahren vermehrt in Mode gekommen. Denken wir an Pokemon Go, sein Harry Potter Pendant oder viele andere Mobile oder Konsolen- Spiele, die uns den Spieleinstieg erleichtern sollen, später aber durch unterschiedliche Mechanismen zu In-Game-Käufen motivieren.

Diesem Prinzip folgt auch Gamelofts Asphalt 9, welches nun mit ordentlich Motorenkraft auf die Nintendo Switch gerast ist. Es versucht zu zeigen, dass es sich gegenüber großen Namen der Racing-Sparte wie Need for Speed, Grid und co nicht zu verstecken braucht. Ob das Spiel tatsächlich genug PS unter der Haube hat für die Langstrecke oder nur den kurzen Sprint durchhält, verrät euch dieser Test.

Ab auf’s Gas, ohne öde Tutorials

Das Spiel startet direkt mit einem Ladescreen, der von modernen Icons und Designs gespickt ist, in das Menü, dass uns mit grandioser Musik begrüßt – wie wir es uns von einem hervorragenden Racer erwarten. Kurzum startet man ins erste Rennen, dass einer Kurzeinführung in die Gameplay-Mechaniken Gas, Drift, Nitro, 360 Grad Spins darstellt. All das leistet das Spiel in ca. 1-2 min und begeistert damit von Anfang an, weil es beweist, dass Racer nicht langweilig, linear und immer wieder das Gleiche sein müssen.

Nach dem Warm-Up werden wir sukzessive vertrauter mit dem Spiel und seinem brachialen Umfang. Es sind Fahrzeugklassen D, C, B, A und S verfügbar, wobei die Klasse D die Startklasse, etwa mit einem Mitsubishi Lancer Evolution oder einem BMW Z4 LCI E89 ist, während wir bei Klasse S irgendwann die Hypercars wie den Lamborghini Centenario oder den Koenigsegg Regera aus der Garage holen können. Bis dies soweit ist, braucht es jedoch einiges an Zeit, gemeisterte Rennen und oder Echtgeld, mit welchem sich In-Game-Währungen, sogenannte Marken und Credits beschafft werden können. Diese dienen dann wiederrum zum Kauf von „Blaupausen“ für verschiedene Fahrzeuge, die in Karten-Boostern zufällig angeordnet sind. Je höher die Wagenklasse, desto mehr Blaupausen werden für das Freischalten eines Wagens benötigt. Der schnellste Weg zum schicksten Flitzer Wir beginnen das Spiel in dem wir in den Karriere-Modus starten. Dieser ist derzeit in fünf Kapitel eingeteilt (Tendenz zunehmend) und umfasst verschiedene Typen von Rennen: Rennen gegen 7 Gegner, 1:1 Rennen und Sprint-Rennen gegen die Uhr. Die Rennen sind jeweils mit unterschiedlichen Zielen und Belohnungen versehen. So winken z.B. für das Erreichen von Platz 1-3 ein Abzeichen oder eine Blaupause für einen Wagen, sodass der Fortgang in der Karriere möglich ist. Zusätzlich ist dem gesamten Spiel ein differenziertes Tracking sämtlicher Aktivitäten zugrunde gelegt, sodass es auch für z.B. 20.000m Drift Marken zu gewinnen gibt. Bei konsequentem Fortgang der Karriere schalten sich so nach und nach neue Wagen frei, es werden gelegentlich kostenlos Kartenpakete veschenkt und Marken, Credits von Zeit zu Zeit als Boni verfügbar. Gleichzeitig schalten sich kontinuierlich die gesamten Modi des Spiels frei, während wir uns ins Spiel vertiefen.

Umfang der sich sehen lassen kann Neben der bereits an sich schon beachtlichen Karriere, die aus beeindruckend vielen Rennen und zu verdienenden Belohnungen besteht, wartet auf uns ein Club-Bereich, in dem wir zusätzlich Erfahrungspunkte sammeln können, wenn wir uns mit anderen Spielern in Clubs verknüpfen und gemeinsam Ziele erreichen. Zusätzlich sind tägliche Ziele zu absolvieren, die die tägliche Spielmotivation hochhalten und zusätzlich Belohnungen ausschütten. Wem dies noch nicht reicht, kann sich, ebenfalls durch verschiedene Gewinne angereizt, im Mehrspielermodus ausprobieren oder komplett Offline Zuhause auf der Couch oder unterwegs im Table-Top-Modus den Split-Screen-Modus ausprobieren. Dies allein sind beeindruckende Dinge, die zuletzt nicht einmal eine große Spieleserie wie Need for Speed hinreichend sauber implementieren konnte, ohne auf konsequenten Online-Zwang zu setzten. Weiterhin können wir an täglichen, individuellen Events teilnehmen und uns weltweit mit Spielern im Kampf um Blaupausen und Credits messen. Darüber hinaus wartet das Spiel mit einer Fülle an Rennstrecken über den Globus hinweg auf und begeistert so durch ein angenehmes Maß an Abwechslung.

Da geht doch immer noch was: Upgrades & Tuning Doch selbst dann hält das Spiel noch ein paar Nettigkeiten für uns bereit: Während kontinuierlich für Fortschritt sorgen und uns durch unsere Karriere und die Online-Welt racen, können wir durch die gesammelten Credits unsere aktuellen Wagen bis zu ihrer Maximalleistung pushen. Jeder Wagen verfügt nämtlich über Rangwerte. So lässt sich der Klasse D Mitsubishi beispielsweise auf bis zu 791 Rangpunkte hochtunen, der Klasse S Lamborghini Egoista auf bis zu 3.267 Punkte. Diese Speisen sich aus den Tuning-Kategorien Höchsttempo, Beschleunigung, Handling und Nitro. Zusätzlich können Wagenteile angebracht werden und die Farben der Wagen modifiziert werden. Wer jedoch hofft, individuell seinen Wagen tieferlegen zu können, muss leider etwas enttäuscht werden. Darüber hinaus können für einen Wagen, den man bereits freigeschaltet hat, weitere Blaupausen gesammelt werden, sodass der Wagen auf bis zu 3 Sterne aufgewertet wird. Je höher der Stern-Score, desto wertvoller und besser wird der Wagen.

Und wann ist die Luft raus? Zum Glück ist Asphalt 9 eines dieser Spiele, die als faires Free to Play bezeichnet werden können. Die Mechaniken sind alle transparent und obgleich regelmäßig auf Angebote und reduzierte Kartenpakete im In-Game-Shop verwiesen wird, ist es zu keinem Zeitpunkt der Fall, dass wir hier ein „Pay-to-Win-System“ unterstellen müssten. Natürlich lassen sich tolle Wagen deutlich schneller beschaffen, wenn wir investieren, jedoch durch etwas Geduld, Fahrgeschick und Spaß am Spiel, lassen sich alle Wagen auch auf normalem Wege erspielen und das ist ein verdammt gutes Gefühl! Pro Einsatz eines Wagens wird eine Tankfüllung verbraucht, jeder Wagen verfügt über 6 davon. Sie lädt sich jedoch alle 5 min wieder komplett auf, was fair ist, in Anbetracht, dass ein Rennen im Schnitt 1-3 min dauert und wir danach meist noch ein bisschen in unseren Interfaces und Belohnungen stöbern. Hinzu kommt, dass der Fuhrpark schnell mehr als einen Wagen umfasst, sodass Benzin nicht so schnell ausgeht. Steigen wir dann im Werkstattlevel oder im Fahrer-Ruf – ja auch dies gibt es noch für den Fortschritt – bekommen wir obendrein zusätzliche Tankladungen.

Wenn Musik so richtig anheizt Das Spiel versteht es in besonderem Maße, Momente zu verknüpfen. So kommen wir aus dem Menü mit kraftvollen Rockbeats etwa von „Welshly Arms“, um von feinster Elektro-Sequenz durch den Ladescreen und in den Rennstart begleitet zu werden. Das macht so sehr laune, dass sich jedes extrem gut getaktete Rennen noch viel stimmungsvoller anfühlt. Hinzu kommt, dass die wenigen Mechaniken im Rennen extrem gut platziert sind und viele Nitro-Power-ups, Streckenabkürzungen, so manche Sprungplateaus sowie coole Neon-Rampen, um in die Luft katapultiert zu werden, auf uns warten.

Fazit

Asphalt 9 präsentiert das Metier des Free to Play Games auf dem neuen Terrain des Racings in prachtvoller Manier. Es ist nicht nur grafisch sehr ansprechend, sondern überzeugt vor allem durch den gewaltigen Umfang und die vielen Spielmodi, gepaart mit netten Gamification-Mechaniken für permanente Spiellust. Das Spiel bietet großes Potenzial, viel Zeit auf der Jagd nach Blaupausen liegen zu lassen, wenn man sich gegen den Einsatz von Echtgeld verwehrt, was jedoch zu keinem Zeitpunkt unfair ist. Hinzu kommen bestens inszenierte Rennen und ein Musikpaket, das ich mir schon lang in Racing Games wiederzuentdecken gewünscht hätte.

Grafik
8
Sound
9.5
Multiplayer
8
Gesamt
8

verfasst von „ Maik“

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Vielen Dank an die Firma Nintendofans für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 17.Oktober.2019 - 09:54 Uhr