Spieletest: Yo-Kai Watch 2: Knochige Gespenster 3DS

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Weitere Infos

Releasedate:
7. April 2017

USK 0 Online spielbar unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Anzahl der Spieler: 1-4

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
riesige Spielewelt
über 400 Yo-Kai
brillante Sprachausgabe
tolle Animationen
viel Abwechslung
Negativ:
für Kenner des ersten Teiles zu Beginn ev. etwas langweilig

Knochige Gespenster oder Kräftige Seelen?

Im Gegensatz zum Vorgänger erscheint Yo-Kai Watch 2 in zwei Versionen – Knochige Gespenster und Kräftige Seelen. Handlungsmäßig gibt es keine Unterschiede zum Anderen. Einzig in jeder Version gibt es fünf Yo-kai, die die andere nicht bietet. Außerdem entscheidet ihr euch durch den gewählten Titel, ob ihr euch Team Gespenst oder Team Seele anschließt. Ihr müsst aber nicht unbedingt beide Exemplare kaufen, um an alle Yo-Kai heranzukommen. Über die Onlinefunktion ist es nämlich möglich mit anderen Spielern zu tauschen.

In einer Linie

Wie schon im Vorgänger gehören eure Yo-Kai einer von acht Linien an. Habt ihr mindestens zwei Tierchen einer Linie nebeneinander in eurem Team, so erhalten diese einen kleinen Bonus im Kampf. Je nach Klasse kann dies das schnellere Schließen von Freundschaften, eine erhöhte Kampfkraft und vieles mehr bedeuten. Je mehr Monster sich in einer Linie befinden, desto höher ist natürlich der Bonus.

Insgesamt könnt ihr bis zu 400 verschiedene Yo-Kai sammeln. Diese findet ihr in der gesamten Welt verstreut. Manche lassen sich aber nur durch die Fusionierung mit gewissen Gegenständen oder anderer Yo-Kai „kreieren“. Ihr müsst aber selber herausfinden, wie und was dann wirklich zusammenpasst. Diese Möglichkeit erhaltet ihr aber erst später im Spiel.

Das Kampfsystem

Das Kampfsystem wurde aus dem Vorgänger übernommen, jedoch gibt es ein paar neue Minispiele. Im Gegensatz zu Pokémon laufen Kämpfe nicht rundenbasiert ab, sondern eure Yo-Kai greifen automatisch an. Welche Fähigkeiten sie dabei einsetzen könnt ihr nicht beeinflussen. Aber es gibt ein paar Spezialangriffe, die sogenannten Ultiseel-Angriffe, die ihr manuell auslösen dürft. Auch könnt ihr etwas Taktik ins Spiel bringen, indem ihr auswählt ob alle das gleiche Ziel angreifen oder jeder seine eigene Wahl trifft. Bei einfach Kämpfen scheint dies vielleicht etwas öde zu sein, aber wenn es bei Bossen so richtig zur Sache geht, habt ihr schon einmal alle Hände voll zu tun – Teammitglieder wechseln, beseelte Yo-Kai reinigen, Spezialattacken ausführen und vieles mehr.

In eurem Kampfteam befinden sich immer sechs der Taschenmonster. Drei davon sind auch aktiv am Kampfgeschehen beteiligt, die anderen drei bilden die Ersatzbank. In dem ihr ein Rad dreht, könnt ihr die Geister wechseln. Wurde einer eurer Yo-Kai durch Attacken „beseelt“, müsst ihr das „Reserve“-Rad drehen um ihn dort zu reinigen. Das wiederum geschieht dann durch ein Minispiel. Hier müsst ihr einmal schnell Kreise zeichnen oder Blasen zum Zerplatzen bringen. Wurde der Status erfolgreich aufgehoben, so könnt ihr euren Partner wieder einsetzen.

Wie bei fast allen Games dieser Art könnt ihr natürlich auch Gegenstände einsetzen die euch unterstützen, wie jene die eure Energie regenerieren oder auch die Kampfkraft oder Verteidigung erhöhen.

Für Augen und Ohren

Neben einer tollen Story bietet das Game aber noch etliche Nebenquests, die durchwegs sehr abwechslungsreich sind. Auch die Spielewelt mag zu überzeugen. An jeder Ecke gibt es liebevolle Details und durch die Zeitreisefunktion und Nachbarstädte gibt es auch einiges zu entdecken.

Umrundet wird das ganze durch eine wunderbare technische Umsetzung. So wurden wieder alle Texte und die Sprachausgabe lokalisiert – wo hier auch die Liebe zum Detail versteckt ist. Selbst die Schilder und Fassaden der Geschäfte zieren deutsche Namen. Über die Synchro selbst muss man nichts mehr sagen, aber auch hier hebt sich diese, Dank der hervorragenden Sprecher, deutlich vom ersten Teil ab. Die Animationen wurden wunderbar produziert und oft verschwindet die Grenze zwischen Anime und Computerspiel. Die fröhliche Hintergrundmusik rundet das Yo-Kai Watch 2 Erlebnis dann noch ab.

Und wer dann immer noch nicht genug hat, der darf sich in einen lokalen oder online Mehrspieler stürzen. Dort könnt ihr Yo-Kai tauschen oder sie gegen andere Spieler in den Kampf schicken. Habt ihr zudem einen Freund, der ein Exempel der anderen Version besitzt, so dürft ihr mit diesem zusammen in ein Bonus-Dungeon.

Seite

1 2 [Fazit]

Fazit

Yo-Kai Watch ist immer ein Genuss und der neueste Teil ist ein würdiger Nachfolger. Die Spielewelt ist einfach riesig und mit der Liebe zum Detail entwickelt. Neben Lenzhausen dürft ihr dieses Mal auch Nebenstädte besuchen oder Zeitreisen unternehmen. Es erwartet euch eine spannende Story mit vielen Nebenquests. Wo viele meinen, dass man aufgrund des Kampfsystems zu einem passiven Beobachter verkommt, finden wir gerade dies nicht. Vor allem bei schwierigen Kämpfen und Endbossen habt ihr jede Menge zu tun und ob ihr bei einfachen Fights eure Standardattacken abarbeitet oder dies automatisch von der Hand gehen ist unserer Meinung nach eher sekundär. Ein klitzekleines Manko ist vielleicht, dass Kennern des ersten Teils anfangs vielleicht etwas langweilig wird. Aber die Story nimmt dann stark an Fahrt auf. Man muss den Vorgänger nicht unbedingt gespielt haben, aber es empfiehlt sich. Alles Wichtige wird euch aber im aktuellen Teil nochmals erzählt. Yo-Kai Watch 2: Knochige Gespenster/Kräftige Seelen sollte aber in keiner 3DS-Spielesammlung fehlen.

Grafik
9
Sound
10
Multiplayer
8
Gesamt
9.5

verfasst von „Ulrich“

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Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 04.Mai.2017 - 16:09 Uhr