Spieletest: Xenoblade Chronicles 2 NSW

Screenshot Screenshot Screenshot

Weitere Infos

Releasedate:
1. Dezember 2017

USK 12 Online spielbar Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
packende Story
riesige schöne Spielewelt
toller Soundtrack
viel Entwicklungspotenzial und viele Möglichkeiten
Negativ:
kleine Grafikprobleme (Pop-Ups...)
Handheld-Modus mit technischen Abstrichen
Lippensyncro nicht immer optimal

Die Spielewelt

Während ihr euch durch die Spielewelt bewegt, könnt ihr euch entscheiden, ob ihr eine Karte in Form einer Minimap oder einer durchsichtigen Riesenkarte eingeblendet haben wollt. Wer das gar nicht braucht, kann sie auch ganz wegschalten. Die Orientierung klappt dabei ganz gut und Niveauunterschiede werden in Form von kleinen Pfeilen angezeigt. Zwar benötigt es etwas Eingewöhnung, aber grundsätzlich findet man sich gut zurecht. Auch alle nötigen Details wie Haupt- und Nebenmissionen sind auf der Karte zu finden.

Das Wolkenmeer, in der ihr euch mit euren Titanen bewegt, durchläuft auch verschiedene Pegelstände – ähnlich einem Ozean. Was nett aussieht, hat aber auch Einfluss auf das Gameplay. So könnt ihr manche Orte nur erreichen, wenn der „Wolkenstand“ passt. Oft heißt es auch durch die Wolken zu schwimmen, um Abgründe überwinden zu können – auf der anderen Seite können diese auch wieder Wege versperren.

Jeder Charakter verfügt auch über einen Talentebaum, bei dem ihr ihn je nach Spielfortschritt neue Techniken und andere wichtige Dinge beibringen könnt. Oftmals stoßt ihr auch auf Dinge, die ihr noch gar nicht benutzen oder Stellen die ihr nicht überwinden könnt. Erst wenn ihr das passende Talent erlernt habt, müsst ihr an diese Orte zurückreisen.

Es gibt also überall viel zu entdecken und zu tun. Ihr könnt euch stundenlang mit Nebenaufgaben, Charakterentwicklung, Stadtentwicklung durch Einkaufsbummel, diversen Unterhaltungen, Speisen zubereiten, Tauschhandel, Klingenbau etc. die Zeit vertreiben. Irgendwie scheint aber immer alles miteinander doch wieder verzahnt zu sein, so dass die Motivation ständig sehr hochgehalten wird. Das Spiel wirkt aber an keiner Stelle überfordernd, wie es vielleicht teilweise bei anderen Teilen der Fall war. Der Spieler wird sehr gut an die Hand genommen und durch alle Möglichkeiten durchgeführt. Grund ist sicherlich auch, dass die Menge an Quests deutlich nach unten geschraubt wurde. Zwar wurde die Quantität gesenkt, die Qualität aber deutlich nach oben geschraubt. So scheinen die Aufgaben nun viel emotionaler – egal ob es persönliche Schicksale sind oder sie dich mit einer Portion Humor abholen. Teilweise kann man sogar in Unterhaltungen eingreifen und Entscheidungen treffen.

Als Bergungstaucher gibt es auch immer wieder Plätze, wo ihr im Wolkenmeer nach Schätzen tauchen könnt. Dabei müsst ihr im richtigen Moment eine Quick-Time-Sequenz beenden. Je besser ihr diese schafft, desto mehr Schätze findet ihr.

Tag- und Nachtzeiten sind dynamisch und auch das Wetter wechselt nach Lust und Laune. Optisch sieht aber alles wunderschön aus. Hier und da blenden sich manche Objekte etwas spät ein und manche Texturen sind nicht immer ganz sauber, aber teilweise ist dies Meckern auf hohem Niveau. Nur im Handheld-Modus fällt teilweise doch die niedrigere Auflösung mehr ins Gewicht als vielleicht erwünscht. Doch auch beim Benutzen von Schnellreisepunkten, Ortswechsel und Cut-Scenes läuft alles flüssig und ohne Probleme.

Harmoniesystem

Eine ganz wichtige Rolle nimmt auch wieder die Beziehung zu euren Gefährten (vor allem euren Klingen) ein. So könnt ihr mit diesen wieder bestimmte Vertrauens- und Harmoniestufen erreichen. Das funktioniert, indem ihr einfach zusammen durch die Welt reist und Kämpfe bestreitet. Euer Klingengefährte steht in Kämpfen quasi immer an eurer Seite und ihr seid durch eine energetische „Nabelschnur“ miteinander verbunden. Je besser ihr harmoniert, eure Abstände zueinander passen und die persönliche Beziehung gefördert werden, desto mehr von Vorteil ist es natürlich. Bei zu großem Abstand oder schweren Gegnertreffern wirkt sich das natürlich eher kontraproduktiv auf eure Verbindung aus. Jede Klinge bringt unterschiedliche Skills, Techniken und Talente mit sich. Mit dem Einsatz von Lieblingsspeißen, -spielen oder –düften können noch dazu weitere Kampfvorteile ausgelöst werden.

Starke Leistung

Bis auf ein paar kleine Mängel bei den Texturen oder plötzlichen Pop-Ups kann man, wie bereits erwähnt, dem Spiel optisch nicht viel vorwerfen. Einzig beim Charakterdesign findet man ein paar unschöne Entgleisungen. Während die Hauptcharaktere alle wunderbar designt und animiert sind, schauen manch andere Gesichter von Bewohnern eher sehr lieblos hingeklatscht aus. Dennoch wirken die Schauplätze und Personen mit ihren Anime-Akzenten sehr überzeugend und sympathisch. Am Charakterdesign selbst hat sich sogar Tetsuya Nomura (Final Fantasy, Kingdom Hearts) beteiligt. Teilweise erinnert es an Spiele wie Ni No Kuni. Viele Personen und Kreaturen denen man begegnet haben ihre eigene Geschichte, ihr eigenen Schicksale, welche mehr oder weniger berühren.

Der Soundtrack ist wieder mehr als genial und die Vertonung mag mit ihren verschiedenen englischen Akzenten wieder zu gefallen. Vie eShop könnt ihr euch auch die japanische Tonspur downloaden. Leider passt vor allem im Englischen die Lippensynchronität nicht immer ganz zusammen. Wer weder der englischen, noch der japanischen Sprache mächtig ist bzw. sich schwer tut, für den gibt es natürlich wieder deutsche Untertitel.

Seite

1 2 [Fazit]

Fazit

Auch der neue Titel der Xenoblade-Sage ist ein würdiger Nachfolger und die Reihe hat an ihrem Glanz nichts verloren. Spielerisch hat es sogar ein Schäufelchen zugelegt. Zwar ging die Quantität bei den Quests zurück, aber dafür wurde die Qualität deutlich gesteigert. Xenoblade Chronicles 2 ist wieder ein meisterhaftes, episches Rollenspiel, welche über viele Stunden Vergnügen ins Wohnzimmer bringt. Natürlich ist nicht alles perfekt, egal ob optisch oder soundtechnisch, aber dem Gegenüber steht ein wunderbares, nahezu perfektes Spielerlebnis, welches einen bis zum Schluss an die Konsole fesselt.

Grafik
8
Sound
9
Gesamt
9

verfasst von „Ulrich“

Diesen Artikel teilen:

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 16.Dezember.2017 - 11:25 Uhr