Spieletest: Tales of Symphonia NGC

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Weitere Infos

Releasedate:
32. November 2004

USK 6 keine Onlinefunktion unterstützt MyNintendo nicht

Anzahl der Spieler: 1-4

Leser-Meinungen: 8 Meinungen

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Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
nur 3 Blöcke auf der Memory Card
mit bis zu 4 Spielern spielbar
leichte Steuerung
gute Story & Atmosphäre
Negativ:
detailarme und unübersichtl. Reisekarte
unschöne Monster-Platzhalter
keine deutsche Sprachausgabe

Wie alles begann...

Vor langer Zeit existierte ein gigantischer Baum, der die Quelle allen Manas war. Ein Krieg brachte dem Baum den Tod:
Er vertrocknete und starb. Das Leben eines Helden wurde an seine Stelle gesetzt. In ihrer Trauer über den Verlust zog sich die Göttin in die Himmel zurück. Die Göttin befahl den Engeln : "Ihr müsst mich aufwecken, sollte ich schlafen, denn sonst wird die Welt zerstört." Die Engel brachten die Auserwählte zur Erde, die sich zum Turm begab, der die Himmel berührte. Und dies war der Beginn der Welterneuerung.

Du bist an der Reihe!

Nach einem schicken Anime-Intro beginnt das Abenteuer in dem kleinen friedlichen Dorf Iselia. Du spielst Lloyd Irving, einen jungen, abenteuerlustigen Schüler, der hervorragend mit dem Schwert umgehen kann. Lloyd darf sich glücklich schätzen mit der Auserwählten, Colette Brunel befreundet zu sein. Während eines trockenen Unterrichtstages erscheint im Tempel plötzlich ein geheimnisvolles Licht. Die Lehrerin Raine Sage verlässt urplötzlich den Unterricht und sprintet los, um herauszufinden, was im Tempel geschehen ist. Unser Held Lloyd überredet Genis, seinen besten Freund, ihn zum Tempel zu folgen und dem mysteriösem Licht auf den Grund zu gehen. Da Collete die Auserwählte ist, muss Sie ebenfalls mitkommen, so unser Held. Lloyd, Genis und Collete machen sich also auf zum Tempel, der Augenblick, der Ihr gemeinsames Schicksal besiegelt...

Tales of Symphonia ist ein klassisches RPG, wie Nintendo-Jünger es sich schon lange für den GameCube wünschen. Es besitzt alle Strukturen und Abläufe, die man von einem soliden Rollenspiel gewohnt ist. Natürlich besteht wie in jedem RPG das rivalisierende Verhältnis zwischen den Mächten des Guten gegen die des Bösen.
Die Grundthematik von ToS ist schnell erzählt: Eure Feinde,a uf die ihr während des gesamten Abenteuers trefft, nennen sich "Desians". Menschenfarmen besitzende Kreaturen, die humanoide Sklaven zu harter Arbeit zwingen. Ihr habt die Aufgabe, die Sklaven zu befreien und die Plage der Desians, von der euer Volk gequält wird, zu vernichten.
Typischerweise entstehen neben der Hauptstoryline immer wieder kleinere Nebenstränge, in denen Ihr euch in zahlreichen Neben-Quests behaupten dürft.

Das Spiel lässt euch gleich zu Anfang sein Suchtpotenzial spüren. Nach und nach vertieft sich die klug ausgefeilte Story und deckt Zusammenhänge geschickt auf, so dass Missverständnisse und Unklarheiten kaum entstehen dürften. Zusätzlich entsteht die typische Abenteurer-Atmosphäre - man erkundet mit seiner Party die Insel, sammelt Items, bekämpft Monster und löst Quests, eben alles, was zu einem RPG dazugehört und vor allen Dingen auch ausmacht. Natürlich stärkt man seine Charaktere stufenweise, was am Anfang natürlich sehr schnell, später eher langsam von Statten geht. Auch bei ToS empfindet man ja beinahe das Verlangen, seine Charaktere ständig aufzuleveln und mächtiger zu machen. Im weiteren Spielverlauf erhält man dadurch in verschiedenen Zwischensequenzen Titel wie Schwertkämpfer oder Reisender. Diese Titel verbessern die Fähigkeiten des Spielers oder verschlechtern sie in manchen Punkten der Charakterwerte.

Statt des einfachen Einnehmens von Potions und Heiltränken (hier auch "Apfelgel" gennant) hat sich Namco zusätzlich noch etwas Innovatives im RPG-Genre einfallen lassen: Kochen. Besitzt man die für das Rezept nötigen Items (unter anderem gibt es Hühnchenfleisch, Eier, Kohl und Zwiebeln, erhältlich in den Städten), ist es möglich, nach dem Kampf zu kochen. Ja, ihr habt richtig gelesen. Man fängt mit einem kleinen Rezept an und verbessert seine Kochkünste im Laufe des Spiels durch das Erlernen weiterer, schwierigerer Rezepte.

Hau´ weg den Schleim!

Die Kämpfe laufen nicht Runden basiert, sondern in Echtzeit ab, was einen gewissen Hack & Slay-Touch an sich hat. Natürlich sind es nicht nur Waffen, mit denen ihr eure Kontrahenten ins RPG-Nirvana katapultieren dürft, sondern auch eine ordentliche Portion Zauberkunst. Verschiedene Magie-Attaken können jedoch nur von Magier-Charakteren erlernt werden. Alle anderen, denen kein Zauberhut aufsitzt, lernen im Gegenzug Spezial-Attacken für die verwendbaren Waffen. Während eines Kampfes können die Gegner anvisiert werden, d.h. der Charakter greift im Chaos des Gefechts dennoch nur das anvisierte Monster an. Durch drücken der R-Taste darf das anvisierte Monster gewechselt werden - ein Befehl der sehr praktisch ist, da man so den Gegner nicht einmal auf Grund von Übermüdung verfehlen kann. Am Ende jedes Kampfes erhält man traditionell Erfahrungspunkte, Geld (hier: Gald) und mit ein wenig Glück den Gegenstand, den das pulverisierte Monster fallen gelassen hat.

Natürlich bestreitet man den harten, langen Weg nicht im Alleingang. Freunde und Reisende begleiten einen durch die Welt des Kampfes und der Magie. Die Reisegefährten werden im Gefecht vom CPU gesteuert, wie sie sich jedoch im Kampf verhalten, darf man selbst in den üppigen Optionen einstellen. Die CPU-KI der nicht gesteuerten Figuren wurde recht gelungen programmiert, auch wenn man die CPU-Einstellungen der Mitstreiter nicht auf jeden Kampf individuell anpasst, können sie im Kampf eine große Hilfe sein.

Die Dungeons, die ihr ab und an betreten müsst, enthalten knifflige Elemente wie das Zelda-typische Verschieben von Blöcken richtiger Reihenfolge, bei denen ihr stets Hilfestellung von euren Bits & Bytes-Freunden bekommt. Neben dem Hauptquest, in dem es um die Rettung der Welt geht, gilt es auch mal in den Nebenquests gelegentlich weite Strecken zurückzulegen, was sich gerne mal als nervenaufreibend entpuppt.

Auf der Reisekarte, die verkleinert dargestellt wird, euer Charakter jedoch in Originalgröße, lässt sich nicht erkennen, mit welchem Gegner-Typ man es zu tun hat. Nur ein schleimiger Schatten steht als Symbol für einen Kontrahenten, auf den man zulaufen kann oder dem man aus dem Weg geht, um logischerweise dadurch den Kampf zu vermeiden. Man lässt sich sozusagen überraschen, welchem Monster man seine Lebensenergie überlässt. Plötzlich auftretende Zufallskämpfe à la Pokémon existieren auf der Reisekarte nicht. Ein sehr positiver Aspekt, der die Reise um Einiges erleichtert. Selbst wenn ihr mit einem Schleim-Schatten auf der Weltkarte in Berührung kommt, könnt ihr durch Hilfe eines Mana-Ringes die darunter versteckten Fieslinge kurzzeitig betäuben, so dass man die Möglichkeit hat, noch rechtzeitig einem Kampf zu entkommen.

Wald, Grasslandschaften und Wüste gibt es natürlich auf der Karte ebenfalls, wobei man anmerken muss, dass sich die Reise auf selbiger oft als umständlicher Akt herausstellt, da man sein nächstes Ziel nicht übersichtlich im Visier hat und es nicht selten vorkommt, in eine Einbahnstraße zu laufen. Dies erschwert die Abenteuerreise erheblich, weil man nie so recht weiß, wo man denn überhaupt gerade entlang läuft.

Habt ihr eine Stadt betreten, dürft ihr euch im Gasthaus ausruhen, für die nächste Reise werden Items gekauft oder neue Waffen und Rüstungen beschafft bzw. angefertigt. Jedes Gasthaus sowie alle Dungeons besitzen Save-Points, wo ihr euren Fortschritt festhalten könnt. Da man in Dungeons und Städten anders als auf der Reisekarte nicht überall speichern darf, existieren jedoch reichlich Save-Points im gesamten Spiel, so dass euch Frust-Attacken oder Wutanfälle erspart werden.

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