Spieletest: Super Mario RPG: Legend of the Seven Stars SNES

Screenshot Screenshot Screenshot

Weitere Infos

Releasedate:
22. August 2008

unterstützt MyNintendo nicht

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: 4 Meinungen

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
ausgezeichnetes Gameplay
hervorragende Technik
zahlreiche Minispiele und Geschicklichkeitseinlagen
sehr humorvoll
Negativ:
zu niedriger Schwierigkeitsgrad
übertrieben begrenztes Inventar

Es ist eine idyllische Szene: Eine uns wohlbekannte, in Rosa gekleidete Prinzessin pflückt in einem blühenden Garten vor einem Haus Blumen, von Schmetterlingen umschwirrt. Plötzlich färbt sich der Himmel dunkel, und ein bedrohlicher Schemen taucht am Horizont auf, welcher sich nach kurzer Zeit als albern grinsender, fliegender Clownkopf entpuppt. Offenbar ein fliegendes Vehikel, denn ein übergroßes Reptil erhebt sich aus diesem und verschwindet kurzerhand mit dem arglosen Fräulein. Nur ein Hilfeschrei ertönt, welcher den Hausbesitzer – einen bärtigen, untersetzten Installateur - aus der Reserve lockt. Dieser mach sich ohne lange Überlegungen auf, die Entführte zu retten – was nicht verwundert, schließlich hat er sein Leben lang kaum etwas anderes gemacht...

Alles wie immer?

Diese Geschehnisse kommen uns doch allen sehr, sehr bekannt vor. Doch in diesem Fall geht es noch weiter: Nach einem kurzen Fußmarsch erreicht Mario sein Ziel, führt doch eine praktische Brücke direkt zu Bowsers Festung. Mühelos kämpft er sich durch ein paar Räume und rammt Bowsers Schildkrötengefolge nebenbei in den Boden. Schon steht der Klempner im Thronsaal und liefert sich wie gewohnt einen Kampf mit dem Krötenkönig, diesmal auf zwei übergroßen Kronleuchtern. Natürlich geht er siegreich hervor, doch endet der Kampf aufgrund unglücklicher Umstände damit, dass beide Kontrahenten samt Prinzessin und Kronleuchtern in einen nahezu bodenlosen Abgrund stürzen. Und als wäre das nicht genug gewesen, fällt aus heiterem Himmel plötzlich ein gewaltiges Schwert vom (gar nicht so heiteren) Himmel, das promt in der Bowserburg stecken bleibt und sämtliche Beteiligten davonkatapultiert. Marios Flug endet glücklicherweise wieder bei seinem Haus – oder genauer gesagt, im Rauchfang dessen, doch Peach und ihr Entführer bleiben verschwunden. Sofort macht sich der wackere Italiener erneut auf den Weg zum Domizil des Koopa-Königs, doch auch sein zweiter Versuch ist nicht von Erfolg gekrönt: Das dort steckende Schwert beginnt zu sprechen und weist ihn unfreundlich ab, zu allem Überfluss zerstört es auch noch den einzigen Zugang zur besagten Burg. Finale Bilanz: Bowser wurde aus seinem eigenen Versteck geworfen, Peach ist (mal wieder) verschwunden und ein gigantisches sprechendes Schwert scheint sich für Excalibur und Bowsers Schloss für einen übergroßen Stein zu halten. Hm – ich denke, die Frage „Wer kann da noch helfen...?“ schenke ich mir...

Die Reise beginnt...

Und so nimmt Marios erste RPG-Queste, die durch den Virtual Console-Release nun endlich auch Europäer offiziell genießen dürfen, ihren Anfang. Wie sich bald herausstellt, dient jenes Schwert gemeinsam mit einer Menge weiterer seltsamer Schurken dem mysteriösen Smithy, dessen angestrebtes Ziel – richtig! – die uneingeschränkte Weltherrschaft ist. Dass die Klinge durch ihren Eingriff die Star Road zerstört hat und somit sämtliche Wünsche dieser Welt niemals erfüllt werden können, ist angesichts dessen wohl eher sekundär. Und, ach ja, Peach ist auch – mal wieder – verschwunden (auch wenn diesmal Bowser nicht direkt daran schuld ist).. Doch wie schrecklich all dies auch sein mag – glücklicherweise ist Mario diesmal nicht alleine unterwegs, auch wenn Luigi nur im Booklet auftaucht. Vier Reisegefährten schließen sich dem Helden im Laufe des Spiels an: Da wäre zunächst Mallow, ein Kirby-artiges Marshmallow-Wesen, was davon überzeugt ist, eine Kaulquappe zu sein. Als ihm jedoch sein amphibischer Stief-Großvater in einer tragischen Sequenz schweren Herzens davon erzählt, ihn als Findelkind aufgezogen zu haben, schließt er sich Mario an, um seine wahre Herkunft zu ergründen. Nicht viel später trifft dieses Duo auf Geno, den Wächter der Star Road, welcher sich in irdischen Gefilden im Körper einer Action-Figur befindet. Dieser schließt sich der Truppe an, um mit ihnen nach den namensgebenden sieben Sternen zu suchen (die sich zum Teil im Besitz von Smithys Bande befinden), um die Star Road zu restaurieren und die Wünsche zurück in diese Welt zu bringen. Bowser hat ebenfalls ein Problem – dieses ist sogar so groß, dass er sich schon Jahre vor Mario&Luigi: Superstar Saga seinem Erzfeind anschließt. Wie stünde er denn als Super-Bösewicht ohne vernünftiges Domizil da? Die letzte im Bunde ist Peach herself, die sich der bunt zusammengewürfelten Party nach ihrer Rettung aus den Klauen eines äußerst seltsamen Entführers anschließt. Die Rettung der Prinzessin markiert also ausnahmsweise mal nicht das Ende des Spiels, denn das Smithy-Problem ist zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht gelöst. Und der hat unseren Leutchen noch einiges entgegenzusetzen...

Seite

1 2 3 [Fazit]