Spieletest: Mighty Gunvolt Burst 3ES

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Weitere Infos

Releasedate:
15. Juni 2017

USK 6 keine Onlinefunktion unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
abwechslungsreiches Leveldesign
nette Mashup-Optik
viele Anpassungsmöglichkeiten
Negativ:
immer noch Luft nach oben
leichte Slowdowns

Nachdem der erste Teil von Mighty Gunvolt noch gemischte Gefühle hervorrief, will das Entwicklerstudio Inti Creates es besser machen und sorgt mit Mighty Gunvolt Burst für einen zweiten Teil der Reihe. Die Trailer machten schon Lust auf mehr und sprachen vor allem Mega Man Fans an. Wie sich das Spiel aber nun auf dem 3DS schlägt, erfahrt ihr in unserem Test.

Action-Mashup

Statt aber einen direkten Nachfolger zu Mighty Gunvolt zu entwickeln, handelt es sich bei „Burst“ um ein kleines Mashup der Spiele MightyNo. 9 und Azure Striker Gunvolt. So enthält das Spiel Charaktere aus verschiedenen Universen. Ein VR-Trainingsprogramm sorgt dafür, das sich Beck (Mighty No. 9) aus unerklärlichen Gründen nicht mehr ausloggen kann und dabei auch noch irgendwie den azurblauen Gunvolt eingesperrt hat. Dieser muss dabei auch noch auf seine Kräfte verzichten und kann maximal auf seine Markerpistole zurückgreifen. So müssen sich die beiden in einer gefährlichen Simulation den Weg freischießen. Es stehen aber einige Bösewichte zwischen unseren Helden und einem Entkommen aus der Scheinwelt.

Wie schon bei Mega Man könnt ihr frei wählen, in welcher Reihenfolge ihr bei eurem „Fluchtversuch“ vorgeht, also welche Stages ihr nach und nach meistern wollt. Nach einem kurzen Einstiegslevel sind nämlich direkt alle acht Hauptstufen verfügbar, die von der Optik her vor allem sehr an Mighty No. 9 erinnern. Gunvolt bringt aus seinem Universum eigentlich recht wenige Dinge mit ins Spiel. So kämpft ihr euch durch Fabriken, luftige Höhen und gefährliche Stages.

Weiterentwicklung

Inti Creates hat sich so manche Kritik seiner Fans zu Herzen genommen und in Sachen Leveldesign hat man vieles besser gemacht. Während man einige Dinge schon von anderen Spielen kennt, findet man dann doch wieder einige Abschnitte die für Abwechslung sorgen und für die technisches Feingefühl benötigt wird. Die fair verteilten Checkpoints sorgen dafür, dass im Falle eures Ablebens kaum Frust aufkommt - vor allem, da man sowieso über unendlich viele Leben verfügt. Jedes Scheitern senkt aber euren Highscore der jeweiligen Stage und wollt ihr am Ende des Spiel den Höchstrang einfahren, so müsst ihr euch schon etwas ins Zeug legen.

Das Spiel bietet euch auch die Möglichkeit einer Charakteranpassung mit der ihr den Helden so anpassen könnt, wie ihr ihn am liebsten habt. Außerdem gibt es das neue „Burst Combo“ System, welches euch belohnt, wenn ihr Gegner und Bosse im Nahkampf besiegt. Aber auch wenn ihr hier den Dreh heraus habt ist es nicht immer einfach den Höchstrang zu erreichen.

Mighty Guvolt Burst erinnert wie schon geschrieben sehr an Mega Man, findet dann aber vor allem in der Waffenmechanik ein kleines Alleinstellungsmerkmal innerhalb der beiden Spiele. Zwar könnt ihr hier ebenfalls jedem Boss sein Element als Waffe klauen, was wiederum positiv für die weiteren Bossfights ist. doch vorher müsst ihr alles einmal in euer Arsenal aufnehmen und mitunter sehr detaillierte Anpassungen treffen – wie beispielsweise Schussfrequenz, Kugelanzahl, Streuung etc. Dazu müssen aber in den Level alle richtigen Upgrade-Items auch gefunden und eingesammelt werden. Außerdem geht die Bastelei auf Kosten von Kapazitätspunkten, die ihr euch ebenfalls verdienen müsst. Insgesamt könnt ihr somit zwei Angriffsvarianten einsetzen. Wollt ihr euer Waffenarsenal einmal komplett umrüsten ist der Nachteil der, dass es wieder mit sehr viel Arbeit verbunden ist.

Die klassische Pixelopitk wurde merklich überarbeitet und sieht sehr gut aus – irgendwie eine Mischung aus 8- und 16-Bit. Melodisch gibt es mit alten 8-Bit Klängen eines auf die Ohren, der Sound sticht aber jetzt nicht merklich hervor. Für etwas Abwechslung sorgen auch sogenannte "Challenges" welche an Trophäen der PlayStation oder dem Gamerscore auf der XBox erinnern.

Fazit

Mit Mighty Gunvolt Burst schafft es Inti Creates Fans, die mit dem ersten Teil noch unzufrieden waren, auf alle Fälle zu vertrösten – obwohl sicherlich noch immer Luft nach oben ist. Statt eines klassichen Retrohüpfers und Mega Man-Abklatsches, wie wir es nun schon öfters erlebt haben, versucht das Studio durch eine leichte Erweiterung des Spielprinzipes und einer optischen Vermischung aus 8- und 16-Bit dem Spiel doch eine eigene Identität zu verleihen. In Sachen Leveldesign gibt es außerdem einiges an Abwechslung. Genrefans kommen auf alle Fälle auf ihre Kosten, ist der Titel doch besser als sein Vorgänger. Für einen eventuellen Nachfolger gibt es aber sicherlich noch einige Dinge zu verbessern. (Preis: 9,99 Euro)

Grafik
8
Sound
7.5
Gesamt
7.5

verfasst von „Ulrich“

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Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 26.Juli.2017 - 15:39 Uhr