Spieletest: Mega Man 11 NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
2. Oktober 2018

USK 6 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht unterstützt amiiibo

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Endlich wieder ein neues Mega Man
lange Level
schicke Optik
teils gelungenes Level Design
Negativ:
Soundtrack nicht das Highlight
zu wenig Mut für Neues
Kolisionsabfrage nicht immer optimal
Bounce Man-Stage

Lange ist es her, seitdem der Blaue Bomber das letzte mal mit einem Abenteuer über den Bildschirm hüpfte. Um genau zu sein war dies 2010 mit seinem zehnten Classic Abenteuer im Kampf gegen seinen Erzschurken Dr. Wily, der noch im 8Bit Retro-Look daherkam.

Acht Jahre später sieht das ganze mit seinem elften Abenteuer schon ganz anders aus. Nicht nur an der Optik hat sich einiges verändert sondern auch in Sachen Neuerungen.

Gib auf Dr. Wily!

Wir haben uns vor der Release von Mega Man 11 explizit damit zurückgehalten, Trailer vom Spiel anzuschauen damit wir nicht schon alles kennen wenn wir es endlich spielen können. Und das war keineswegs eine schlechte Entscheidung, denn so waren wir (fast) vollkommen erwartungsfrei in Hinsicht des neuen Abenteuers mit dem Blauen Bomber.

Das Spiel beginnt mit der Story in der Studentenzeit von Dr. Light und seinem Kollegen Dr. Wily. Da letzterer aber immer negativer auffällt beschließt das Gremium letztendlich Dr. Wily vor die Tür zu setzen. Was diesem überhaupt nicht passt und er den Prototyp seiner neuesten Erfindung, den "Double Gear-System", zu Boden wirft. Viele Jahre sind seitdem vergangen und Dr. Light ist gerade dabei seine letzten 8 Roboter zu checken als, wie sollte es anders sein, Dr. Wily auftaucht und diese mit dem zu Ende entwickelten Double Gear-System für sich vereinnahmt und verschwindet. Völlig überrascht davon macht sich Dr. Light daran den Prototyp des Double Gear-System in Mega Mans Schaltkreise zu verbauen um ihn mit neuen Fähigkeiten auszustatten.

Auf zu neuen Abenteuern

Das Spiel startet wie auch schon die Vorgänger Mega Man 9 und 10 direkt mit dem Auswahlbildschirm der 8 Robo-Meister, die es zu besiegen gilt. Auf diesem steht euch zudem die Möglichkeit zur Wahl via separatem Bildschirm das Spiel zu speichern oder zu Dr. Lights Labor zu gelangen, in dem ihr zahlreiche nützliche Items erwerben könnt. Hierzu zählen etwa Energietanks, Leben oder besondere Module, die des Heldens Abenteuer deutlich erleichtern können, wenn er diese in seinem System aktiviert.

Nun geht es also darum sich für einen der 8 Bossgegner zu entscheiden von dem man glaubt das dieser am einfachsten zu besiegen ist. Wer Mega Man Spiele kennt weiß wie der Spielverlauf abläuft. Hat man sich für eines der 8 Level entschieden durchläuft man jenes um am Ende auf den Robo-Meister zu treffen den es nun zu besiegen gilt. Ist das gelungen, erhaltet ihr dessen Waffe als spezielle Fähigkeit, die euch von nun an zur Verfügung steht und gegen die ein anderer Robo-Meister sehr anfällig ist. Dieses Mal hat Mega Man jedoch sein Double Gear-System parat mit dem er entweder die Zeit verlangsamen oder seine Schusskraft verstärken kann. Das hat auch den positiven Effekt das des Helden Spezialwaffen eine deutlich enormere Wirkung haben, nicht nur in Sachen Optik.

Die einzelnen Level sind sehr abwechslungsreich und überaus gelungen designt, was allerdings nicht auf jeden Abschnitt zutrifft. Das sehr erfreuliche ist aber, dass die Level im Vergleich zu den vergangenen Abenteuern deutlich umfangreicher geworden sind - geschätzterweise auf 100% bis 200% mehr des Umfangs vergangener Ableger. Das Ganze ist etwas ungewohnt aber überaus positiv anzusehen. Leider sind nicht alle Level auf hohem oder sehr hohem Niveau. Besonders jene von Acid Man und Bounce Man fallen da sehr stark ab. Besonders hervorzuheben sind die Ebenen von Block Man, Fuse Man, Tundra Man und Torch Man. Besonders bei letzterem gibt es Abschnitte in der eine Feuerwalze auf unseren Helden zusteuert und dieser versuchen muss sich durch die Gegner zu schießen um ans rettende "Ufer" zu gelangen. Diese Momente dürften besonders für ungeübte Spieler nicht ganz ohne sein. Und auch sonst ist jedes Level gespickt mit Abgründen, tödlichen Spikes oder Gegnern die unserem Helden das Leben schwer machen.

Gehen die "Wasserwelten" von Acid Man noch als durchaus Okay durch, so sind jene der Bounce Man-Stage schon eher nervig und abschreckend. Hierin hüpft man nämlich zum Großteil auf eine Art Gummibällen herum, wie man es etwa aus der Spring Man Stage von Mega Man 7 kennt, dort eben nur via Sprungfedern. Leider wirkt das ganze überladen und langweilig. Teils kann es auch frustrierend sein, weil die Kollisionsabfrage nicht so akkurat ist. Versucht man etwa an so einer Wand dieser Bälle mit einem gefühlten Abstand von einem Zentimeter vorbeizuspringen, so wird man davonkatapultiert weil man angeblich schon an diesen angestoßen ist. Das kann einem schon den Nerv rauben. Zum Glück ist dies aber das einzige Level was in unserer Erinnerung aber das schlechteste aller bisherigen Mega Man-Ableger ist.

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