Spieletest: Mega Man 11 NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
2. Oktober 2018

USK 6 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht unterstützt amiiibo

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Endlich wieder ein neues Mega Man
lange Level
schicke Optik
teils gelungenes Level Design
Negativ:
Soundtrack nicht das Highlight
zu wenig Mut für Neues
Kolisionsabfrage nicht immer optimal
Bounce Man-Stage

Neue Bosse braucht das Land

Die 8 Obermotze sind im großen und ganzen sehr gelungen, sowohl optisch als auch von den Kämpfen selbt. Einzig Acid Man fällt hier wieder ziemlich ab. Bei den Taktiken der Schurken scheint man sich ein Beispiel an Mega Man X8 genommen zu haben, denn diese haben erstmals mehrere Phasen in denen sie manchmal auch unverwundbar sind. Das erfordert zum einen mehr Strategie und Denken vom Spieler und macht diese Fights damit auch länger und schwieriger. Hat man natürlich die passende Waffe, kann alles recht schnell gehen.

Hat man die 8 Robo-Meister besiegt kommt die obligatorische finale Stage zu Dr. Wily, die wieder aus 4 separaten Ebenen besteht. Und auch hier trifft man auf zahlreiche Hindernisse bis man am Ende auf, unter anderem bekannte, Bossgegner trifft. Bevor es aber zum finalen Showdown mit Wily kommt gilt es nocheinmal alle Bosse aus der Vorrunde zu eliminieren. Die Kampfarenen in denen dies noch einmal stattfindet sind sehr schick designt, der Raum in denen sich der Zutritt zu diesen 8 Bossen befindet, ist aber leider recht trist und lieblos designt.

Nach einem interessanten aber nicht überaus spektakulären Endkampf gegen Dr. Wily hat unser Blauer Bomber aber letztendlich die Welt wieder einmal gerettet.

Schade ist, das es die allseits beliebten oder auch gehassten wiederkehrenden Blöcke nur zu einem einzigen Auftritt im gesamten Spiel geschafft haben, da diese doch immer etwas Geschick und Aufmerksamkeit gefordert haben.

Challenges, Extras etc...

Wie schon aus den Legacy Collections bekannt, gibt es einen Challenge-Modus in denen es darum geht gewisse Abschnitte bzw. Momente des Spiels in einem bestimmten Zeitramen zu bewältigen. Diese sind überaus nett, kommen aber nicht ganz an jene der Collections heran. Dazu gibt es noch die dazugehörigen Ranglisten und die Option seine besten Versuche als Auto-Upload online zu stellen. Als kleines Extra gibt es noch eine Galerie die alle im Spiel vorkommenden Gegner aufzeigt, die man sich aus jedem erdenklichen Blickwinkel anschauen kann. Dabei sieht nan auch wie schön diese Gegner und Bosse designt sind. Schade ist nur, das es im Hauptspiel keine versteckten Räume, Items oder alternativen Routen zu finden gibt, wie es Beispielsweise in Mega Man 5, 6 oder 7 der Fall war. Dies hätte dem neuesten Ableger keineswegs geschadet.

Technische Präsentation, Optik und Sound

Optisch sieht der Elfer mit seinen Handgezeichneten Hintergründen zum Großteil natürlich überaus schick aus. Es gibt aber auch einige Stellen bzw. Abschnitte wo man sich mehr Abwechslung, Farbe oder Leben darin gewünscht hätte. Allerdings dürfte dies nicht jedermanns Geschmack treffen, denn viele beharren immer noch auf einen 8Bit Retro-Style. Allerdings finden wir, das die Zeit nach Mega Man 9 und 10 definitiv reif war für eine optische Veränderung.

Leider gibt es aber auch ein paar Kleinigkeiten die nicht so recht passen oder gelungen sind. Zum einen ist da die bereits erwähnte Kollisionsabfrage was auch beim Klettern an Leitern spürbar wird. Steuert man nämlich via Steuerkreuz, kann es passieren das unser Held einfach an der Leiter hängen bleibt und sich nicht weiter bewegt. In einigen brenzligen Situationen hat uns das schon Mal einige virtuelle Leben gekostet. Zum anderen sind es die Animationen bzw. der Bewegungsablauf wenn Mega Man an einer Leiter klettert. Diese sehen nicht nur unbeholfen und abgehackt aus, nein sie wirken auch noch völlig entfernt mit einem Einklang zum restlichen Spiel. Das ist überaus schade, denn wirklich rund wirkt das ganze nicht.

Auch Musikalisch ist der Elfte Ableger so eine Sache. Sprachausgabe und Soundeffekte sind sehr passend und gelungen nur bei der Hindergrundmusik dürfte es einige Leute geben die sich daran stören könnten. Es gibt zwar den ein oder anderen wirklich guten Track - der Großteil dudelt allerdings so vor sich hin und wirkliche Ohrwürmer sucht man vergebens. Diese kann man in etwa mit den Musikstücken von Mega Man 10 vergleichen, die auch schon nicht das große Highlight waren. Nicht wirklich schlecht, aber auch weg von der Klasse anderer Serienableger. Und das ist wirklich schade, war diese doch immer das Augenmerk der Spiele mit dem blauen Bomber.

Mir persönlich missfällt auch die Tatsache, das man wieder serientypische Jingels benutzt hat wie etwa jene nach dem Sieg eines Bosses oder gar nach der Auswahl des Robo-Meisters. Natürlich weisen diese einen gewissen Nostalgiefaktor auf und gehören irgendwie auch zur Serie dazu. Auf der anderen Seite wünscht man sich dann auch mal etwas Neues, denn immer das gleiche vom Alten ist auf Dauer auch nicht das optimale und geht mir persönlich für eine Wiederbelebung einer Serie gegen den Strich.

Seite

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Fazit

Mega Man 11 ist eine gelungene Fortsetzung der Classic Serie rund um Dr. Wily. Trotz alter Bekannter wie Rush und eingängigem Gameplay hätten wir uns mehr Mut zu Neuem von den Entwicklern gewünscht. Sowohl vom Level-Design als auch im Bezug auf Story und Soundtrack. Es fehlt einfach das gewisse etwas auch wenn das Double Gear-System eine wirklich gute Sache ist. Letztendlich hatte ich zuletzt mit Mega Man X8 auf der Mega Man X Legacy Collection 2 deutlich mehr Freude. Dennoch ist der Elfte Ableger sehr empfehlenswert und Fans des Blauen Bombers werden sowieso ihre Freude daran finden.

Grafik
8
Sound
8
Gesamt
8

verfasst von „Tommy“

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Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 08.Oktober.2018 - 18:07 Uhr