Spieletest: Masters of Anima NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
10. April 2018

USK 12 keine Onlinefunktion Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
tolle Spielmechanik
herausfordernd
Negativ:
schwache Geschichte
schwankender Schwierigkeitsgrad

Mit Masters of Anima bringt das französische Team von Passtech Games seinen ersten Titel auf die Nintendo Switch. Bislang brachten die Entwickler mit Space Run und Space Run Galaxy zwei gute Spiele im Tower Defense-Stil auf den PC. Ob der erste Strategietitel für Konsole auch überzeugen kann, wollen wir im Folgenden beleuchten.
Anders als bei den beiden vorangegangenen Titel handelt es sich bei Masters of Anima nicht um ein Tower Defense Spiel, sondern ein Strategiespiel mit Echtzeitgefechten. Nintendo Spielern dürfte dieses Konzept am ehesten von Pikmin bekannt sein.

Gezähmte Urgewalten

Einst wurden die Länder von Spark von wilden Kreaturen terrorisiert. Diese sogenannten Golems wurden aus der wilden und ungeformten Kraft des Anima erschaffen, welche dem Funkenberg entströmte. Eine gütige Göttin war es schlussendlich, die den Bewohnern von Spark die Erlösung brachte. Sie unterwies einige Auserwählte in der Kunst des Formen. Dadurch wurde es den Kundigen möglich die Kraft des Anima zu kontrollieren und somit selbst Wächter zu erschaffen. Zusammen mit diesen konnte die Armee der Golems geschlagen und der Funkenberg mit Hilfe eines mächtigen Zaubers, dem Herzschild, versiegelt werden. Friede kehrte in Spark ein und die Bewohner konnten wieder in ihre gewohntes Leben zurückkehren.

Gelebte Tradition

Im Spiel schlüpft ihr in die Rolle von Otto, einem angehenden Former. Denn auch wenn der Ausbruch des Funkenberg schon weit über 600 Jahre zurückliegt, so wird die Kunst des Formens immer noch unterrichtet und weitergegeben um die Ländereien notfalls schützen zu können .
Der Grund wieso Otto dieses alte Handwerk erlernen möchte ist allerdings anderer Natur. Seine Verlobte Ana ist die oberste Formerin und es ist ihr standesgemäß nicht gestattet einen Nicht-Former zu heiraten. Und somit tritt Otto als ältester jemals bekannter Schüler an um auch ein Former zu werden. Eure Geschichtet startet an dem Tag von Ottos Abschlussprüfung.
Kurz nachdem ihr die Prüfung, welche aus als Tutorial dient, bestanden habt bricht die Hölle los. Meister Jaku, welcher eure Prüfung abgenommen hat, mutmaßt, dass der Herzschild zerstört wurde. Sein Plan ist alle Former zu vereinen um gegen die wieder erwachten Golems anzutreten. Als ihr beim vereinbarten Treffpunkt, Anas Haus, eintrefft werdet ihr Zeuge wie Zahr eure Verlobte attackiert und sie durch einen mächtigen Zauber in drei Seelensplitter zerteilt. Auch Jaku kann den abtrünnigen Former, welcher denkt er rettet die Welt, nicht von dieser Gräueltat abhalten.
Allerdings lässt Zahr euch wissen, dass Ana nicht tot ist. Somit ist eure Aufgabe klar, rettet eure Geliebte um mit ihr die Welt zu retten!

Erschafft euch eure eigene Armee

Wie Eingangs schon erwähnt ist die Spielmechanik am ehesten aus Pikmin bekannt. Aber auch Spieler von Dungeon Keeper und Titel der Overlord Reihe finden sich hier schnell zurecht. Als Former ist es euch möglich durch die Naturgewalt Anima Zauber zu wirken. Der grundlegende Zauber für den Spielablauf ist das Erwecken bzw. Formen von Wächtern. Hierzu benötigt ihr die Energie des Anima, welche ihr in Form von Orbs einsammeln könnt. Diese von Magie beseelten Wesen folgen euren Befehlen. Ob nun der Angriff auf eure Feinde oder das Bewegen schwerer Objekte eure Befehle werden ohne Veto ausgeführt.
Während ihr zu Beginn nur einige wenige, mit Äxten bewaffnete, Krieger heraufbeschwören könnt, steigert sich euer Können im Laufe des Abenteuer. So finden auch mächtigere Kreaturen, sowie Fernkämpfer den Weg in euer Arsenal. Auch die Anzahl eurer Wächter steigert sich im Laufe des Abenteuers.
Durch Ottos eigene Fähigkeiten könnt ihr nicht nur in den Kampf selbst eingreifen, sondern eure Wächter auch verstärken und Unterstützen.

Taktik ist alles

Essentiell für den Erfolg im Kampf ist es sowohl einen ausbalancierten Truppenmix zu finden und diesen sinnvoll einzusetzen. So diesen Krieger für gewöhnlich als Schild für eure fragilen Schützen. Auch die Positionierung spielt eine wichtige Rolle. So erhalten die naturverbundenen Bogenschützen einen Bonus wenn sie in hohen Gräsern oder Gebüschen platziert werden. Etwas störend ist hingegen, dass man gerade bei Angriffsmanövern eigentlich immer alle Einheiten einer Art bewegt und platziert. Da nicht wenige Gegner über Flächenschaden verfügen, kann es schnell sein, dass ihr mit einem mächtigen Hieb oder Sturmangriff einen Großteil eurer Wächter verliert.
Solltet ihr eine falsche Gewichtung gewählt haben oder die Strategie wechseln wollen, könnt ihr einzelne Truppenteile auch wieder zurück ordern um Platz zu schaffen. Da ihr für das Beschwören immer Anima-Punkte benötigt ist es auch wichtig die Fragmente über bleiben einzusammeln um gefallene Wächter durch neu beschworene ersetzen zu können.

Nach den jeweils recht kurzen Levels erhaltet ihr eine Bewertung. Wie viel Schaden habt ihr genommen, wie viele Wächter verloren und wie lange habt ihr für den Abschnitt benötigt. Auch Bonusziele wie Sammelobjekte werden hier aufgeführt.

Technik

Die Spielwelt von Spark ist schön gestaltet und nett anzusehen. Klar merkt man dem Spiel an, dass es sich um einen Indie-Titel handelt, der auf den ersten Blick etwas wie ein Mobile-Spiel wirkt. Dennoch sieht man, dass viel Liebe in den Titel geflossen ist. Die Akustik ist auch durchweg gelungen und die englische Sprachausgabe ist ebenfalls ganz passabel.
Die Steuerung, welche bei einem solchen Spiel extrem wichtig ist, geht nach kurzer Eingewöhnung gut von der Hand.
In den Optionen könnt ihr festlegen ob alle Wächter automatisch ausgewählt werden und der Kategoriewechsel automatisch stattfinden soll. Zudem könnt ihr die Zeigergeschwindigkeit und einige Sound-Settings durchführen. Das Spiel verfügt über drei separate Spielstände.

Fazit

Masters of Anima bringt ein etwas vernachlässigtes Genre auf die Nintendo Switch. Auch wenn die Story etwas lahm ist, macht es dennoch Spaß seine eigene Armee zu beschwören und zu koordinieren. Das Spiel ist durchaus nett anzusehen und bietet ausreichenden Umfang. Erwähnt werden sollte hier noch der schwankende Schwierigkeitsgrad der einem teilweise viele Nerven kosten kann. Masters of Anima ist kein Überflieger, aber Fans von Strategiespielen kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten.

Grafik
7
Sound
7.5
Gesamt
7

verfasst von „David“

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Vielen Dank an die Firma Passtech Games für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 10.April.2018 - 20:23 Uhr