Spieletest: Mario Sports Superstars 3DS

Weitere Infos

Releasedate:
10. März 2017

USK 0 Nintendo Network unterstützt amiiibo

Anzahl der Spieler: 1-6

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: 1. Auflage der Retail-Fassung enthält zufällige amiibo-Karte

Plus / Minus

Positiv:
einfach zu lernen – schwer zu meistern
5 Sportarten…
Negativ:
…die aber alle nur spartanisch umgesetzt wurden
Sammelkarten unnötig

Baseball – Die Steuerung

Als erster Handheld-Ableger spielt sich Baseball nun eine Spur anders: Da nicht mehr beide Spieler die selbe Ansicht haben bekommt der Pitcher nun sein eigenes Zielradar und kann durch ein Roulette bestimmen, welche Art von Trickschuss er oder sie werfen möchte. Die Schläger bekommen auch eine Zusatzanzeige, die markiert welche Bälle mit einem starken und welche nur mit einem schwächeren Schlag erwischt werden können. Man kann genau wie der Pitcher auch die Richtung beeinflussen, doch in der Regel reicht es, den Fokus in der Mitte zu lassen und alle anderen Würfe zu ignorieren, da sie dann meist als Pitcherfehler gewertet werden.

Die Spieler am Feld werden hierbei einfacher gesteuert: Als Pitcher kontrolliert man jene Figur, die dem Ball am nächsten ist bzw. ihn gefangen hat, während der Schläger sich nur zwischen „vor“ und „zurück“ (für alle Figuren) entscheiden kann. Allerdings kann man auch unter „Taktik“ einen Charakter beauftragen, eine Base zu stehlen, indem er vorzeitig losrennt. Erreicht er die Base, bevor der Pitcher den Ball nach ihm wirft, darf er die Base behalten.

Mario Baseball … ganz Recht: Ohne Superstars

Leider scheinen die aufgeladenen Schüsse der Schere zum Opfer gefallen zu sein. Auch sind Spezialschläge und Pitches zwar noch möglich, lassen aber Charakterspezifische Effekte vermissen: Lediglich der Spielertyp entscheidet, wie sich die Spezialkraft auswirkt. Zudem wirkt sich die Devise „Ein Roster für Alle“ sehr negativ auf das Konzept der Sportart aus: Während man in Mario Superstars Baseball Sogar bis zu 9 Starspieler in sein Team holen konnte, kann man hier durch den für Baseball sehr kleinen Kader von nur 16+2 Charakteren nur zwei Kapitäne auswählen.

Der Rest des Teams wird dann aus weniger populären Charakteren wie Gumbas, Magikoopas oder Toads ausgewählt, die alle ihre eigenen Werte besitzen. Dies war auch schon in der Gamecube-Variante möglich, hier bekamen aber weit mehr Charaktere wie etwa Toadsworth, Monty Maulwurf oder Funky Kong die Chance zu strahlen. Einige bekamen sogar ihre eigenen Fähigkeiten wie Wandsprung oder „Zungenfang“, welche die Platzierung am Feld noch eine Spur taktischer gestalteten. In Mario Sports Superstars fehlen solche Feinheiten komplett – sei es aus Kostengründen oder weil man die Online-Aufstellung eher einfach halten wollte.

Ein eigener Abenteuer-Modus oder Charakterspezifische Missionen fehlen natürlich auch wieder komplett. Zusätzliche Charaktere werden wie in allen anderen Sportarten freigeschaltet oder in den Sternenrang erhoben. Auch die Stadien sind wieder auf 4 Stück begrenzt, welche allesamt keine „Field Hazards“ oder ähnliches aufweisen.

Mario FIFA Football

Im Gegensatz zu Baseball braucht Fußball keine langen Erklärungen: Das Runde muss ins Eckige! 10 Spieler und 1 Torwart pro Mannschaft kämpfen auf einem Feld um den Ballbesitz, ohne dabei die Hände zu benutzen. Die Mario Sports Superstars-Fassung entfernt sich hierbei aber von den vielen, actionlastigen Sonderregeln aus Mario Smash Football und kehrt zum klassischen Regelset mit Freistößen und Eckbällen statt mit Hämmern und Panzern zurück. Gelbe und rote Karten bleiben allerdings aus.

Die einzige Sonderregel – die auch abgeschaltet werden kann – gibt es wieder Spezialschüsse, allerdings mit einem kleinen Twist: Es ist nämlich der Ball und nicht die Mannschaft, die die Energie speichert. Dies bedeutet, dass beide Spieler den Schuss aktivieren können, sofern einer der eigenen Kapitäne am Ball ist. Genau wie in Baseball wird die Art des Treffers nur nach Kategorie und nicht nach Figur bestimmt. Wie Buu Huu es schafft, ogne Füße den Ball zu kicken, lassen wir jetzt mal außen vor…

Rosalina pfeffert den Fußball in Richtung Tor

"Rosalina vor! Noch ein Tor!"

Apropos Kapitäne: Auch hier kann man wieder zwei wählen, während die restlichen achtSpieler von einer einheitlichen Partie aus geringeren Charakteren gefüllt wird. Komischerweise hat man hier nur auf zwei Farben Zugriff: Die Feuerbrüder aus Baseball fehlen beispielsweise, dafür kann man hier aber Knochengumbas auswählen. Beim Torhüter hat man die Wahl zwischen Bumm-Bumm und Pun-Pun. Danach kann man auch noch aus mehreren Aufstellungen wählen.

Die hier auffindbare Variante ist somit näher an einem FIFA als an Mario Smash Football dran, was nicht unbedingt schlecht sein muss. Auch die Steuerung funktioniert ähnlich. Die einzelnen Spieler bieten als einheitliche Mannschaft zwar keine Sonderwerte wie Spiele-Kader aus großen Fußballspielen, aber hier beschränkten sich auch frühere Mario-Titel auf einheitliche Werte. Das einzige was man der Fußball-Disziplin anlasten kann ist also wieder die mangelnde Kreativität bei den Minispielen und die Variation in den Spielestadien. Auch bei einer naturgetreuen Simulation erwartet man sich von einem Mario-Titel zumindest optionale Spielfelder mit Lavafeldern, Eisflächen oder durchfahrenden Zügen.

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