Spieletest: Mad Carnage NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
2. Februar 2018

USK 16 keine Onlinefunktion Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
toller Comic-Look
Mad-Max-Stil
innovative Ideen...
Negativ:
...leider schlecht umgesetzt
undurchdachtes Spielprinzip
teils unfaire KI

Mad Carnage ist ein weiteres Game aus dem Hause DrageusGames/QubicGames. Es handelt sich dabei um ein rundenbasiertes Strategiespiel, welches vom Setting sehr an Filme wie Mad Max erinnert. Das Spielprinzip wäre ja vielversprechend, aber ob die Umsetzung geklappt hat, erfahrt ihr in unserem Test.

Mad Max für Arme?

Zu Beginn wird euch die Geschichte in kurzen Comicsequenzen nähergebracht. Man kann schon sagen, dass diese gut gezeichnet sind und Lust auf mehr machen. Startet dann aber das eigentliche Spiel, stellt sich doch etwas Ernüchterung ein. Jede Runde wird in Form einer kleinen Spielekarte dargestellt, die in einer Art Raster ausgerichtet ist. Ihr steuert modifizierte Autos, die vom Stil sehr vom besagten Filmgenre abkupfern. Ihr müsst in jeder Runde eure Karren bewegen und sind Feinde in der Nähe werden diese automatisch beschossen. Die Ballerei funktioniert aber immer nur in eine bestimmte Richtung. Normale Autos können beispielsweise nur nach vorne schießen, während Lastwagen nur seitliche Schießmanöver ausführen können. Ihr habt teilweise auch die Möglichkeit Raketen abzufeuern, doch dies ist nur einmal pro Spielrunde möglich. Wie weit ihr euer Vehikel befördern könnt zeigt immer ein Raster an, wie wir es auch aus Spielen wie Fire Emblem kennen.

Das klingt ja alles nicht so schlecht, aber das Gameplay zerstört dann doch einiges. Wie gesagt ist ja schon einmal die Richtung die man fahren kann stark eingegrenzt. Nun kommt noch dazu, dass eure Einheiten immer nur nach vorne fahren können. Teilweise sind daher die kürzeren Wege nicht möglich und außerdem ist es sehr schwer Gegner zu treffen, die sich hinter auch platziert haben, da man immer einen riesigen Radius wählen muss, aber das feindliche Vehikel ja auch immer nachzieht. Die Reichweite erhöht sich zwar, je länger ein Auto in eine Richtung fährt und es ist dann auch eine Spur besser möglich die Richtungen zu ändern. Doch leider wird danach eure Geschwindigkeit auf Null gesetzt und das Spiel beginnt wieder von vorne.

Hindernisse

Auf der Karte befinden sich auch immer wieder Hindernisse, wie Felsen und Mauern. Es ist daher oft sehr schwierig überhaupt Geschwindigkeit aufnehmen zu können. Ihr solltet ja, wenn möglich, gegnerische Flotten auslöschen oder ihnen ausweichen. Landet ihr im Kartenaus, wird euer Auto zerstört. Ein weiteres Hindernis im Gameplay ist, dass ihr eine Runde nicht beenden könnt, solange nicht alle Einheiten bewegt wurden. Sprich wollt ihr ein Auto einfach mal geparkt lassen, ist das einfach nicht möglich. Eine taktische Tiefe mag das Spiel also kaum aufzubauen.

Die KI ist teilweise sehr stark und kann fahrtechnisch auch Manöver ausführen, die man selber nie so hinbekommen würde, vor allem nicht in dieser kurzen Zeit. Man kann sagen, es ist schon etwas Herumprobieren angesagt, bevor man in die nächste Runde weiterkommt. Jeder Zug sollte ziemlich genau sitzen, ansonsten hat man fast keine Chance.

Im Gameplay wäre also noch viel Feintuning nötig, damit das Spiel auch wirklich großen Spaß machen kann. Egal ob lokal oder im Multiplayer, das Game wird euch wahrscheinlich nur für kurze Zeit an die Konsole fesseln. Einen Online-Multiplayer gibt es sowieso nicht.

Grafisch betrachtet sieht der Comic-Look ganz toll aus. Die Karten sind nett gezeichnet, teilweise aber etwas eintönig – doch was will man von einem Wüstensetting auch großartig erwarten. Das Spiel bietet zumindest 20 verschiedene Level und das zu einem Preis von 4,99 Euro. Die Sprachausgabe ist in englischer Sprache und alles läuft sehr sauber und flüssig. Soundeffekte und Hintergrundmusik sind nett, aber keine Highlights.

Fazit

Die Idee zu Mad Carnage wäre nicht schlecht, das Spiel scheitert aber dann doch an der schlechten Umsetzung. Vor allem das Gameplay lässt zu wünschen übrig. Obwohl es sich um ein rundenbasiertes Strategiespiel handelt, sind taktische Elemente fehl am Platz. Teilweise fehlt die nötige Abwechslung und Runden sind auf Trial & Error aufgebaut und teilweise unfair. Hätte man das Konzept besser durchdacht, wäre sicher mehr drinnen gewesen. Vor allem die Comicsequenzen machen Spaß und hätten motiviert für das eigentliche Spiel. (Preis: 4,99 Euro)

Grafik
7
Sound
6
Multiplayer
7
Gesamt
4.5

verfasst von „Ulrich“

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Vielen Dank an die Firma QubicGames für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 24.Februar.2018 - 20:11 Uhr