Spieletest: Kirby: Battle Royale 3DS

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Weitere Infos

Releasedate:
3. November 2017

USK 6 Online spielbar unterstützt MyNintendo nicht unterstützt amiiibo

Anzahl der Spieler: 1-4

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: Komplettiert man die Demo wird Meta Knight von Anfang an freigeschaltet.
Basierend auf einem Online-Voting werden später Fähigkeiten zur Feier des 25. Jubiläum via Update hinzugefügt.

Plus / Minus

Positiv:
Gute Gesamtpräsentation
Einzelkarten-Multiplayer
Kuchen
Online-Multiplayer...
Negativ:
...aber nur Rangkämpfe ohne Gegner
wenig Inhalt für Vollpreistitel
wiederholt sich schnell
kein 3D-Effekt

Die Minispiele im Überblick

Grundstein aller Minispiele bildet quasi die „Kampfarena“, der eigentliche Battle Royale. In wechselnden Arenen muss die Energieanzeige der drei Mitspieler auf null gebracht werden. Der Clou dabei: Diese werden nur ohnmächtig und können wieder aufstehen – allerdings dauert es jedes Mal länger. Sieger ist derjenige, der alle ausknockt.

In „Apfelhatz“ kommt wieder Whispy Woods zum Einsatz. Vom Baum gefallene Äpfel müssen zu einer Falltür gebracht werden. Im Team-Modus können sich Spieler die Aufgabe des Apfelsammlers und des Falltüren-Betätigers aufteilen. Im Solo-Modus übernimmt ein computergesteuerter Waddle-Dee die Aufgabe, der seinen Job recht zuverlässig erledigt.

“Münzjagd“ entspricht hier ziemlich dem Äquivalent der Super Smash Bros.: Sammle Münzen, Gegenspieler verlieren ihre wenn man sie verkloppt, wer die meisten sammelt gewinnt. Geister, die euch aufhalten oder Schatztruhen lockern das Spielgeschehen auf.

In „Rasende Rabauken“ kämpft man statt Münzen in einer Ringförmigen Seitenansichtsarena um Chips. Das Besondere daran: Man kann Motorräder ("Wheelies") reiten und deren Arsenal einsetzen, um die eigene Übermacht zu sichern. Im Endeffekt ist es aber nur eine Münzjagd mit Power-Ups...

“Köpfchen-Kampf“ stellt euch einfache Quizfragen. Um sie zu beantworten müsst ihr auf dem richtigen Feld stehen. Natürlich werden eure Mitspieler das zu verhindern wissen... dennoch nicht wirklich spannend.

“Raketenrivalen“ ist hingegen eines der ausgefeilteren Spiele: Hier müssen Spritwürfel in den Tank eurer Rakete befördert werden. Eure Rivalen können allerdings Zeitbomben verwenden, um euch zu sabotieren. Am Ende gewinnt die Rakete, die am höchsten fliegt – zumindest wenn ihr rechtzeitig das Cockpit erreicht! Insbesondere durch den Team-Kampf, in dem eure Raketen zu einer verschmelzen, wird hier durch die Verzögerung ordentlich Spannung aufgebaut. Außerdem könnte sich theoretisch der schwächere Spieler opfern, um das gegnerische Team zu sabotieren...

In „Robo-Bonkers“ kämpft ihr in  Sonic Generations-Manier in einer 2D-Ringarena gegen einen mechanisierten Riesen-Affen. Um ihn zu besiegen, müssen frei herumliegende Raketen in eine Kanone geladen werden. Wer den meisten Schaden erteilt gewinnt. Diese Kämpfe sind visuell am anspruchsvollsten, allerdings ist es viel zu leicht in der viel zu langen Knock-Out-Phase Schaden zu erteilen, was das Endergebnis unfair verzerrt...

In „Schleuder-Hockey“ verschlägt es die Kirbys auf den Tischhockey...tisch. Die Kontrahenten können sich hier einen Puck gegen die Birne jagen und sich somit gegenseitig in die Luft schleudern. Wer die meisten Gegner erwischt, gewinnt. Auch rebounds sind möglich.

“Erzexpress“ ist quasi eine scrollende Variante von Apfelhatz, allerdings werden Falltüren durch Wagons eines Güterzugs und Äpfel gegen Erz getauscht. Außerdem liegt der Fokus mehr auf Platforming, was dem Minigame eine legitime Daseinsberechtigung gibt.

Das letzte Spiel ist „Flaggenball“. Hierbei handelt es sich erneut um eine 2D-Seitenansicht-Arena, in der ein Ball in den gegnerischen „Korb“ befördert werden muss. Dieses Minispiel erinnert uns doch etwas zu sehr an „Kung Foot“ aus Rayman Legends: Definitive Edition... aber bei Rayman gibt’s halt keinen Kuchen!

Mehrspieler

Auch wenn die Minigames nur wenig Abwechslung bieten: Kernaspekt des Spiels ist definitiv der Multiplayer-Modus. Umso erfreulicher ist es, dass bei diesem Nischenspiel auch ein Einzelkarten-Spiel angeboten wird. Auf Grund von Dateigrößen kann man zwar nur eines von zwei Fünfersets wählen und Downloadspieler können auch nur eine „Demo“-Auswahl an Fähigkeiten nutzen, aber für Familien und 3DS-Spieletreffen kann das darüber entscheiden, ob man Kirby überhaupt eine Chance gibt, sich gegen die etlichen Mario Party-Titel zu behaupten.

Apropos: Im Gegensatz zu Mario Party: The Top 100 wird auch ein Online-Modus unterstützt. Doch freut euch nicht zu früh: Nur Rangkämpfe sind möglich, und da es wie gesagt ein Nischenspiel ist, ist es zumindest auf den europäischen Servern eher schwer, konstant Kontrahenten zu finden, insbesondere genug für Teamkämpfe...wer es dennoch schafft, kann hier Rangpunkte und In-Game-Währung verdienen. Den Kuchen gibt es aber leider nur in der Einzelspielerkampagne.

Sonstige Features

Der Inhalt gestaltet sich für einen Vollpreistitel zwar äußerst mickrig, aber die Gesamtpräsentation stimmt zumindest. Die Animationen von Kirby und Co. versprüht knuffigen Nintendo-Charme und auch so gibt’s an Steuerung und Sound nichts zu meckern. Auch technisch leistet es sich sonst keine allzu groben Schnitzer.

Lediglich visuell wurde wieder am 3D-Effekt gespart, was die niedrige Auflösung des Handhelds und die fehlende Kantenglättung stärker betont als es sein müsste. Ansonsten ist es grafisch nämlich nicht weit von Super Smash Bros. (3DS) entfernt.

Auch die Kirby-amiibos werden wieder unterstützt (- bzw. die Äquivalente der Smash-Serie.

Eines ist aber äußerst schade: Der exklusive Qbby-Hut kann nur via Import des dazugehörogen BOXBOY!-amiibos freigeschaltet werden. Da dieser bisher nicht in Europa oder Amerika erschienen ist. Auch der Kuchen-amiibo ist bisher in keiner Region verfügbar.


Kirby will Kuchen!

Seite

1 2 [Fazit]

Fazit

Kirby Battle Royale ist ein netter Zeitvertreib mit guter Gesamtpräsentation... das war’s dann aber auch schon.
Der Einzelspieler-Modus ist schnell durch und bietet zu wenig Abwechslung - wodurch er maximal als erweitertes Tutorial dient. Auch der Mehrspieler-Modus ist so dünn, dass er sich besser als eShop-Titel oder als Bonus in einem Kirby-Plattformer gemacht hätte. Dem Spiel muss man allerdings zu Gute halten, dass es Einzelkartenspiel und einen Online-Modus unterstützt. Trotzdem: Ein Vollpreistitel sollte hier wesentlich mehr zu bieten haben.

Aber hey... immerhin gibt’s Kuchen!

Grafik
7.5
Sound
7.5
Multiplayer
6
Gesamt
5

verfasst von „Benjamin A.“

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Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 01.Dezember.2017 - 00:03 Uhr