Spieletest: Doom NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
10. November 2017

USK 18 Online spielbar Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-12

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: Die digitale Fassung benötigt ~22 GB . Retailkäufer die den Multiplayer spielen wollen müssen 9 GB zusätzlich herunterladen.

Plus / Minus

Positiv:
Doom Feeling pur
tolle Umsetzung
schneller Einstieg
Negativ:
Einbrüche der Framerate
Aussetzer beim Ton

Ende der 90er, Anfang des neuen Jahrtausends sah es in Sachen Doom gar nicht mal so schlecht auf Nintendos Konsolen aus. Neben dem Release des Erstlings auf dem Super Nintendo erschien im Folgejahr Doom 64 welches im Prinzip auf Doom 2 basierte. Auch auf dem Game Boy Advance konntet ihr die Shooter Doom und Doom 2 aus dem Hause id Software genießen.
Danach war allerdings Funkstille. Die nachfolgenden Spiele Doom 3 und Doom (2016 er Release) waren auf den Plattformen von Nintendo nicht vertreten. Bedenkt man zu welch hardwarehungrigem Genre sich Shooter entwickelt hatten ist dies auch nicht weiter verwunderlich. Zudem dürfte ein Spiel vom Kaliber wie Doom nicht wirklich in die familienfreundliche Politik von Nintendo gepasst haben.
Um so erstaunter waren die Reaktionen als Bethesda ankündigte die 2016er Fassung von Doom auf die Nintendo Switch zu portieren. Nicht nur weil die Switch, trotz ihrer Vorzüge, nicht gerade das leistungsstärkste System ist, sondern weil Bethesda sich anders verhält als die meisten anderen Entwickler. Viele andere Größen der Branche waren zunächst skeptisch und veröffentlichten erst mal ein Spiel, als eine Art Benchmark, auf dem System. Bethesda, welche seit der NES Ära kein Spiel mehr auf ein System von Nintendo gebracht haben, befeuern die Switch nun hingegen direkt mit Skyrim, Doom und Wolfenstein. Und obwohl Skyrim als erstes angekündigt wurde, bekommt Doom den Vortritt und erscheint eine Woche vor dem Rollenspiel. Wir haben die Schrotflinte durchgeladen und die Kettensäge geölt um zu sehen, ob das Spiel auch auf einer technisch schwächeren Konsole funktionieren kann.

Die volle Ladung Doom

Während sich Shooter in den letzten Jahren stets weiter entwickelt haben, ist Doom schlichtweg stehen geblieben. Allerdings ist das in diesem Fall alles andere als schlimm. Während also andere Titel auf Biegen und Brechen versuchen sich immer wieder neu zu erfinden und weitere Elemente einzufügen, verzichtet Doom hierauf vollkommen. Doom ist und bleibt ein Shooter der alten Schule. Wer also auf Selbstregenartion, tonnenweise Munition oder irgendwelche Deckungs- und Grabenkämpfe hofft ist hier vollkommen falsch. Doom ist direkt, brachial und schnell - bleibt in Bewegung, tötet eure Widersacher und bleibt am Leben. Während man also bei anderen Shootern aus der Deckung heraus erst mal gemütlich einen Plan schmiedet, wirft euch Bethesda mitten ins Geschehen. Für Pläne ist da keine Zeit hier heißt es einfach nur reagieren oder im Idealfall nur zu agieren. Denn anders als bei der Entwicklung des Genres, die Doom einfach nicht mitgegangen ist, bedeutet auf dem Schlachtfeld Stillstand den Tod.
Wie auch das Spielprinzip, ist die Geschichte recht schlicht. Um es noch kürzer zu fassen, ihr seid der Marine, die anderen sind die Dämonen: Tötet Sie alle!

Auch das Titelbild der Switch Fassung erinnert an die guten alten Zeiten.

Immer feste drauf!

Das Spiel führt euch in der Kampagne durch 13 Level die vollgepackt sind mit Dämonen und Herausforderungen. Wie bereits erwähnt, schenkt euch das Spiel nichts. Ihr müsst den aggressiven Part übernehmen sonst werdet ihr nicht lange überleben. Um euer Überleben zu sichern ist hierbei eine Technik von größter Wichtigkeit, die Glory-Kills. Wenn ihr eure Gegner unter Beschuss nehmt, kann dies dazu führen, dass sie benommen sind. Führt ihr daraufhin folgend eine Nahkampfattacke aus, hinterlässt der getötete Feind auf jeden Fall Kapseln zur Regeneration. Die Glory-Kills verdeutlichen hierbei, dass Doom seine USK 18 Einstufung redlich verdient. So zerreißt und zerfetzt ihr die Dämonen auf wirklich bestialische Art und Weise. Wem das noch nicht brachial genug ist, für den hält das Spiel natürlich auch wieder die ikonische Kettensäge parat.
Während ihr auf der Karte Boni wie temporäre Rüstung findet, könnt ihr im Spielverlauf eure Rüstung und Waffen dauerhaft ausrüsten. Euer Arsenal geht hierbei von der einfachen Pistole, über das Plasmagewehr, den Raketenwerfen bis hin zur Chain-Gun, dem Blitzgewehr und dem Granatwerfer.
So oder so, Doom bietet euch massig Möglichkeiten euren Widersachern Einhalt zu gebieten.
Wem das nun alles zu schwer klingt, der kann beruhigt sein. Das Spiel bietet insgesamt fünf Schwierigkeitsstufen. Von Zu Jung zum Sterben bis hin zu Ultra-Albtraum dürfte für jeden etwas dabei sein. Vor allem letztere Stufe bietet die ultimative Herausforderungen. Sobald ihr sterbt, ist die Kampagne beendet und ein Marker zeigt euch wie weit ihr es geschafft habt.
Wer die Kampagne bereits beendet hat, oder keine Lust hat sie am Stück zu spielen, der kann auch in den Arcade-Modus wechseln. Hier könnt ihr in den verschiedenen Schwierigkeitsgraden um Punkte spielen und euch mit Spielern auf der ganzen Welt messen.

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