Spieletest: Donkey Kong Country: Tropical Freeze NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
4. Mai 2018

USK 0 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-2

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
tolles Leveldesign
sehr gelungene Grafik
phänomenale Musikuntermalung
schnellere Ladezeiten
Negativ:
Rambi ist leider wieder der einzige tierische Helfer
Ideenlose Bonusräume mit monotonen Aufgaben
kein komplettes Soundmenü
keine neuen Level

Ein fast musikalisches Meisterwerk

Donkey Kong Country: Tropical Freeze besticht mit seinem Soundtrack, wie es kein Teil mehr seit Diddy´s Kong Quest getan hat. Vorweg sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass man keineswegs ein Returns 2 in Sachen Musik erwarten sollte. Zumindest nicht in den ersten zwei Welten, welche zwar sehr gelungen und an sich teilweise echt tolle Kompositionen sind, aber keineswegs an die typischen Dschungelklänge erinnern, wie man sie sich eigentlich von einem Kong-Abenteuer erwartet. Das muss aber auch nicht kritisiert werden – Tropical Freeze hält im Gegensatz zum Vorgänger, welcher kaum nennenswerte Neukompositionen bot, nämlich sehr gelungene bis fantastische und stimmige Musikstücke bereit.

In der ersten Welt passt sich die Musik dem Szenario „Strand“ an, wodurch man hier überwiegend tropische, fröhliche und groovige Musik auf die Ohren bekommt. Welt 2 findet in den grünen Alpen statt, womit auch hier für die Serie untypische Melodien dem Vorbild des extravaganten Settings folgen. Lustige, fröhliche und verspielte Lieder, welche die Atmosphäre der Umgebung sehr gut widerspiegeln, entströmen den Lautsprechern. Bei einem Musikstück könnte man fast der Meinung sein, dass es einst für Diddy Kong Racing geplant war, da dieses verdammt stark nach Musik des N64-Funracers erinnert. Interessant ist dabei auch, dass die jeweiligen Musikstücke immer mit landestypischen Instrumenten gespielt werden. Mit Welt 3 beginnt dann auch der typische, einzigartige Sound der bekannten Country-Teile.
Erstmals bekommt man hier auch ein Musikstück aus Diddy´s Kong Quest zu hören, welches eingefleischten Country-Fans und Liebhabern wohl das ein oder andere feuchte Auge bereiten könnte. Leider ist dieses Musikstück aber nur ein Beiwerk des Levels, welches auch nur in diesem gespielt wird und kurz nach dem Start durch ein anderes abgelöst wird. Sehr schade eigentlich, da der Klang des Liedes phänomenal ist – erfreut es doch, wie die meisten anderen Stücke der Welt, mit einer Panflöte als Instrument. Die gewollten, nicht immer korrekten Tonlagen verleihen der Musik einzigartige Atmosphäre und Flair.

In Welt 4, die sich komplett den Gebieten unter dem Meeresspiegel widmet bekommt man endlich wieder eine dem SNES-Erstling ähnliche fantastische Musikuntermalung. Zum einen sorgen dafür Remakes von Musikstücken aus Donkey Kong Country sowie dessen Nachfolger, welche einfach nur atemberaubend klingen und Retro-Feeling pur erzeugen. Zum anderen gelingt es auch den fast noch besseren, kompletten Neukomposition des Soundtracks, einfach nur in Fleisch und Blut zu übergehen und die Atmosphäre der Umgebung zu unterstreichen. Doch nicht nur in Welt 4, sondern auch in anderen Gebieten, in denen man sich kurzzeitig auf Tauchstation befindet, erklingen wirklich schöne Kompositionen.

Auch im weiteren Spielverlauf erfreuen die schönsten Neukompositionen und Remakes vergangener Teile das Ohr des Spielers. Das eine Mal eher besinnlich, das andere Mal fröhlich oder auch kämpferisch – jeder Level bietet dabei eine passende und stimmige Musikuntermalung, welche die Atmosphäre des Spiels deutlich anhebt. Kein Wunder, steuerte doch David Wise, Komponist der einstigen SNES-Teile, zum Soundtrack von Tropical Freeze bei und das hört man ganz eindeutig im Vergleich zu Returns.

Tropical Freeze zeigt einmal mehr, dass die richtige Musik sehr viel zum Spielspaß und der Atmosphäre eines Spiels beitragen kann. Insgesamt gesehen gibt es aber auch das ein oder andere Stück, was nicht ganz so gut gelungen ist oder aber auch Variationen bekannter Melodien, die etwas eigenwillig anmuten. Wer also eine gute Soundanlage daheim hat, sollte diese auf jeden Fall zum Einsatz bringen. Schade ist nur, dass einige Stücke zu wenig Verwendung im Spiel gefunden haben und nur jeweils 4 Lieder einer Welt in der Musik-Galerie freigeschaltet werden können. Hier wäre ein komplettes Soundmenü wie bei den SNES-Teilen wünschenswert gewesen. Vielleicht bringt Nintendo ja doch noch eine Soundtrack-CD zum Spiel heraus...

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