Spieletest: Brave Dungeon 3ES

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Weitere Infos

Releasedate:
2. März 2017

USK 6 keine Onlinefunktion unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
nettes Charakter-Design
simples Gameplay
Negativ:
oft zu einfach
eintönige Dungeons
schlichtes Design

Mit Brave Dungeon erschien vor kurzem ein Rollenspiel für den Nintendo 3DS. Indie-Entwickler Inside System, welcher auch für die The Legend of the Dark Witch-Reihe verantwortlich ist, hat auch diesen Dungeon-Crawler auf den Markt gebracht. Tapfere Abenteurer machen sich auf die Suche nach verborgenen Artefakten Wie sie sich dabei anstellen, erfahrt ihr in unserem Test.

Dungeons

In der Welt von Brave Dungeon gibt es Syega, das sind mächtige Kristalle, die es Menschen ermöglichen Magie anzuwenden. Genau auf diese Artefakte habt ihr es abgesehen. Wie schon der Name des Spiels sagt, müsst ihr eure Charakterin Al durch fünf Dungeons führen, um Bosse zu besiegen und deren Schätze zu entdecken. Jedes Gebiet erstreckt sich über einige Ebenen, welche leider mehr oder weniger ohne irgendwelche Rätsel oder Spielereien auskommen. Hin- und wieder findet ihr zwar Schalter zur Freischaltung von Abkürzungen aber das war es auch dann schon. Am Ende einer Ebene gibt es meistens einen kurzen Endboss, den ihr besiegen müsst um den Schlüssel fürs nächste Stockwerk zu ergattern. Die Welten selbst wirken leider sehr eintönig. Sämtliche Kämpfe erkennt ihr anhand eines Symbols auf eurer Karte und auch sonst wirkt alles sehr statisch.

Euer erster Besuch in einem Dungeon wird euch aber erstmals zum Verhängnis und plötzlich findet ihr euch in einer Taverne wieder. Hier bekommt ihr Tipps und Informationen. Auch Gefährten, zunächst einmal zwei von vier, könnt ihr anheuern. Ihr solltet natürlich die unterschiedlichsten Charaktere bei der Zusammenstellung beachten. Eine Heilerin beispielsweise ist immer eine gute Idee. Dann kann es eigentlich auch schon wieder losgehen.

Übrigens erschließt ihr euch die Spielewelt nicht auf einmal, sondern nach und nach eröffnet sich euch diese, während ihr euren Weg geht. In Truhen findet ihr immer wieder Items, entdeckt sie in Gängen oder Gegner hinterlassen welche. Diese könnt ihr übrigens verkaufen oder baut selber daraus Gegenstände.

Je Tiefer ihr in den Dungeon vorstoßt, desto schwieriger wird es. Während normale Kämpfe ziemlich einfach sind und ein Aufleveln nicht unbedingt notwendig ist, können euch Endkämpfe schon einmal auf eine harte Probe stellen. Müsst ihr doch einmal das Zeitliche segnen, so geht es zurück in die Taverne und von dort startet ihr erneut mit voller Lebensenergie. Trotz Abkürzungen ist es aber dann nervig, dass man das komplette Dungeon erneut durchlaufen muss um zur letzten Stelle zurückzukehren.

Klassische Rollenspielelemente

Wie im Rollenspielgenre üblich, erhaltet ihr Erfahrungspunkte durch das Besiegen von Gegnern. Doch bekommen nur jene Helden welche, die auch lebend aus dem Kampf zurückkommen. Ihr müsst euch auch gut entscheiden, wen ihr auf eure Quest mitnehmt und welche Charaktere ihr hochleveln wollt. In der Taverne verbliebene Abenteurer bekommen natürlich keine Punkte. Die Kämpfe laufen übrigens rundenbasiert ab und das Kampfsystem ist genreüblich. So könnt ihr ein oder mehrere Gegner auf einmal angreifen, Items einsetzen etc. Je besser eurer Stats, desto höher natürlich eure Schlagkraft.

Mit Tres, welches ihr für das Erfüllen von Material-Quests in der Taverne und das Besiegen von Gegnern erhaltet, könnt ihr eure Stats, wie Angriff, Verteidigung, Mind und Beweglichkeit verbessern. Auch magische Gegenstände, die sich bei der Rückkehr in die Taverne automatisch aufladen, bezahlt ihr ebenfalls mit Tres. Mit diesen könnt ihr euch beispielsweise in Dungeons auch außerhalb der Kämpfe heilen.

Fazit

Brave Dungeon merkt man das beschränkte Budget der Entwickler an. Es bietet zwar jede Menge nette Ansätze und Charaktere die Potenzial bieten, aber dennoch fehlt es einfach an Tiefgang und Herausforderungen in den Dungeons. Vor allem letztere wirken oft sehr statisch und sind mit der Zeit einfach nur öde. Vor allem, wo man ja jeden Winkel erkunden muss, da sich die Spielewelt nach und nach erschließt. Wenn dann dazu kaum was passiert und Kämpfe gleich vorweg ersichtlich sind, so nagt das sehr am Spielespaß. Die Fights selbst sind wie in jedem anderen Rollenspiel, aber auch hier mangelt es an taktischer Tiefe. Normale Gegner sind kaum eine Hürde und plötzlich beißt man sich bei Bossen fast die Zähne aus. Zumindest der Schwierigkeitsgrad „Expert“ bringt etwas Herausforderung und auch Grinding ist notwendig. Für nur 4,99 Euro erhaltet ihr einen netten Dungeon-Crawler für Zwischendurch und ob es gefällt muss wohl jeder für sich entscheiden.

Grafik
6
Sound
6
Gesamt
5

verfasst von „Ulrich“

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Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 14.April.2017 - 18:51 Uhr